Wenn es angesichts der zahlreichen rechten Gewalttaten diesen Jahres in Greifswald noch eines Grundes bedurfte, um die Notwendigkeit von antifaschistischer Gegenwehr gegen die rechten Umtriebe der NPD und ihrer Laufburschen der Nationalen Sozialisten Greifswald einzusehen, dann ist es vielleicht dieser:

Am heutigen Montag, dem 5.Dezember 2011 haben Anhänger der NPD-Fraktion das Publikum des in Greifswald tagenden Kommunalparlaments des Landkreises Vorpommern-Greifswald angegriffen. Gegen die Neonazis, die bei der letzten Wahl in Fraktionsstärke in die Vertretung des neuen Landkreises gewählt wurden, hatten Nazigegner_innen hatten mit lautstarken Buh-Rufen protestiert. Nach dem Zeigen eines Transparentes und einiger Luftballons sollte das Publikum von der Sitzung ausgeschlossen werden. Das Blog Daburna berichtete ,dass laut Aussage von Augenzeugen während der Saalräumung auf ein mal 15 bis 20 schwarz gekleidete Personen auf die mit friedlichen Bürgerinnen – darunter auch Kinder – besetzte Empore der Stadthalle Greifswald gestürmt und gegen diese gewalttätig vorgegangen seien.
Die Sitzung des Kreistages wurde daraufhin kurz nach 17 Uhr abgebrochen und vertagt.

Dieser Überfall der rechten Schläger und Handlanger der NPD setzt eine Reihe von Angriffen auf linke und nicht-rechte Menschen und Projekte in der Hansestadt fort. Gegen die massive Welle der rechten Gewalt, die Greifswald in diesem Jahr immer wieder erschütterte, hat sich ein antifaschistisches Bündnis zusammengeschlossen und ruft zur Teilnahme an der Demonstration „Zieht euch warm an!“ am kommenden Samstag den 10.12.2011 auf.

Antifademo Greifswald

-siehe auch: Ostsee-Zeitung: Abgrenzungsprobleme im Umgang mit der NPD

++UPDATE++

Wie in der Zwischenzeit bekannt wurde, befanden sich unter den gewalttätigen Neonazis auf der Zuschauertribüne bekannte NPD Abgeordnete und Fraktionsmitarbeiter. Die Geschehnisse sind mithin nicht als das Werk von Anhängern, sondern als Werk der NPD selbst anzusehen.

Pressemitteilung der Grünen im Kreistag

Mitteilung des NDR