Als ich in bierseliger Runde die frohe Kunde von der unnützlichsten Maschine der Welt hörte und vor allem, dass es eine Modifikation gibt, die den Effekt auf Dauer stellt, da fiel es mir wie Schuppen von den Augen, obwohl ich noch garnicht das Video dazu gesehen habe. Also damit wir wissen worüber wir reden, hier noch einmal das Video:
Ab 0.30 min passiert etwas Spannendes. Mit dem Moment des Um- bzw. Anschaltens folgt auf jede Aktion des einen Arms eine Reaktion des anderen, worauf wiederum eine neue Aktion folgt, die ebenso von einer weiteren Reaktion beantwortet wird und immer so fort. Bei der Stelle von 0.30 min ist exakt der Punkt gekommen an dem man mit Schülerinnen und Schülern in einen ganzen Haufen klassischer philosophischer Fragen eintauchen könnte. Ist nicht zum Beispiel der Finger der dieses Wechselspiel in Gang setzt eine sehr schöne Bebilderung dessen woran die alten Griechen gebrütet haben, als sie sich den Unbewegten Beweger ausgedacht haben um die Frage nach einem Ursprung allen Seins (oder danach wie das Sein ins Sein kommt) zu beantworten? Man kann das Problem aber auch wieder in Richtung Neuzeit bis zur Gegenwart zurückverfolgen. Die unnützlichste Maschine der Welt ist, also gar nicht so unnütz, weil sie ohne dass dies in ihrem Mechanismus angelegt wäre, Anstöße zum Nachdenken bietet.
Naja, wie auch immer. Zwischen Bier und Angel lässt man sich ja für so einiges begeistern.

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