Archiv für die 'Pro PoMo!' Kategorie

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Der Sozialismus des 21. Jahrhunderts: Auch mal Flexibilität bei den Parolen beweisen.

Dennis Liu: Plurality

Action-Kurzfilm mit Detective Foucault(!) und Bentham-Raster(!) in einem High-Tech-Überwachungsphantasie New York. :)

(via)

Pro PoMo!


So kann der Tag mit einem Lachen beginnen: Der Tumblr Keshek masht Ke$ha und Zizek
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Thomas Seibert: Demokratie als konstituierender Prozess: Dissens statt Konsens

Thomas Seibert auf dem Kongress Ziviler Ungehorsam, das Vorspiel bezieht sich noch auf Blockupy. Dann geht es aber zur Sache mit aktuellen Demokratie-Theorien.

Der Soundcloud Account von der Rosa-Luxemburg-Stiftung ist überigens auch in anderer Hinsicht sehr spannend. ;)

Hi Kids, do you like violence?

Die jungen, wilden kritischen Kritiker haben in Rostock wieder die Blogosphäre belebt. Allerdings orientiert man sich dabei fast ausschließlich an Vergangenem, speziell an der heroischen Zeit der antideutschen Besserwisser-Bloggerei. Anlässlich eines Postings von Spielwiese (bestes Theorie-Diskutierblog der Stunde) gerät man allenthalben (hier, hier, hier) in die alte Zwickmühle und verzweifelt ob des Auseinanderfallens von Theorie und Praxis und des daher zu befürchtenden Ausbleibenens einer Revolution. Nach all der Polemik gegen die neuen Kollegen der bescheidwissenden Zunft hier ein konstruktiver Vorschlag: ‘Hi Kids, do you like violence?’ weiterlesen

Ayse K. Arslanoglu: Stolz und Vorurteil – Markierungspolitiken in den Gender Studies und anderswo


Was also ist geschehen? Wurde Butlers Kritik wieder vergessen? Ist sie erst gar nie richtig verstanden worden in einem deutschen Diskurs, der sich von Anfang an mit dem
scheinbar leichten amerikanischen „queer“ schwer tat? Oder versteht sich die Wiederbelebung von Identitätspolitiken selbst als Reaktion auf die dezentrierenden, auflösenden, subvertierenden (and so on) 1990er und 2000er Jahre? Betrachten wir eine logische Schlaufe, in der sich die emanzipatorische Analyse verfangen hat?

Kritische Masse – Der Aufstand der Vielen

Wer sagt denn das Emo immer depressiv sein muss(te)

Die folgende Nummer von Orchid trifft zumindest meinen Humor. Und bitte:

I kiss the girls that speak Marcuse.
I kiss the boys that speak Foucault.
I love the kids that know Adorno
and snub their nose at kids who don’t.
I make love in theory and touch myself in practise.
What’s good for the posture is good for the pose.
Who let the Tigers out to kill all the lovers?

ἀν-ἀρχία

Es gibt keinen Herren, der nicht riskiert, dass sein Sklaven ihm wegläuft, wenn er schläft, es gibt keinen Menschen, der nicht fähig wäre, einen anderen Menschen zu töten, es gibt keine Kraft, die sich durchsetzt, ohne sich legitimieren zu müssen und die somit eine irreduzible Gleichheit anerkennen muss, damit die Ungleichheit funktioniert. Sobald der Gehorsam eines Legitimationsprinzips bedarf, sobald es Gesetze geben muss, die sich als Gesetze durchsetzen, und Institutionen, die das Gemeinsame der Gemeinschaft verkörpern, muss jeder Befehl eine Gleichheit voraussetzen zwischen dem der befiehlt, und dem der befehligt wird.

Jacques Ranciere, Der Hass der Demokratie, August Verlag, S.59

Wahrscheinlich eine der besten Stellen aus ‘Empire’

Marx versuchte, den fortdauernden proletarischen Kampfzyklus, der Europa im 19 Jahrhundert durchzog, im Bild des Maulwurfs, der seine irdischen Gänge gräbt, zu fassen. Marx’ Maulwurf käme in Zeiten offener Klassenkonflikte an die Oberfläche, um sich dann wieder in den Untergrund zurückzuziehen – nicht um dort passiv zu überwintern, sondern um seine Tunnel zu graben, um sich mit der Zeit voranzubewegen, mit dem Lauf der Geschichte zu ziehen, um dann, wenn die Zeit reif ist[...], an die Oberfläche zurückzukehren. “Brav gewühlt alter Maulwurf!”

Michael Hardt, Antonio Negri: Empire – Die neue Weltordnung, Campus Verlag, Frankfurt am Main, S.70.

Jean-Luc Nancy: Destruktion als Erinnerung der Struktion oder Techné.

Nancy: Destruktion als Erinnerung der Struktion oder Techné from bkm on Vimeo.

Ein bisschen Hintergrund zu Jean Luc Nancy bei Wikipedia.

(via)

TOP Berlin – L’ Insurrection et moi

L’ Insurrection et moi – Staatspleiten, Eurokrise und (k)ein Aufstand

Dokumentation eines Beitrags von TOP B3rlin zur gleichnamigen Veranstaltung am 25.9.2011 im Clash (Berlin), veröffentlicht in der Phase2 1/2012. (via TOP)

Am 25. September 2011 fand im Clash in Berlin eine von der Gruppe Theorie-Organisation-Praxis (TOP Berlin) organisierte Diskussionsveranstaltung mit der antinationalen Gruppe Terminal 119 aus Griechenland und dem Autorenkollektiv Tiqqun aus Frankreich statt. Unter dem Titel »L’ Insurrection et moi – Staatspleiten, Eurokrise und (k)ein Aufstand« wurde über die Bedeutung der aktuellen Krise und die verschiedenen Krisenreaktionen diskutiert. Im Folgenden wird der Beitrag der Gruppe TOP Berlin dokumentiert.

Heute Abend soll es um die Krise und ihre Reaktionen gehen, ‘TOP Berlin – L’ Insurrection et moi’ weiterlesen

Oh My God! I’m totally tweeting that

(via Hate-Mag)

Der Berliner Hipster

(via FB Page des Hatemag)

Lady Gaga-Hardcore

Ich beschäftige mich so gut wie garnicht mehr mit Hardcore, höchstens der Melancholie halber gibts ab und an ein wenig Spät-90er Screamo, wenn ich angetrunken vor Youtube hängen bleibe. The Oklahoma Kid habe ich demzufolge auch nicht durch ein Konzert entdeckt, sondern durch die Jungs, die die Musik machen. Durch das Straßenbild sozusagen. Rein musikalisch könnte man kurz und knapp sagen, dass es sich um ganz ordentliches Geschreihe handelt. Schaut man sich die Musiker an, ist man verleitet dem Gemüse-Metal ein neues Subgenre anzudichten: Lady-Gaga-Hardcore. Wie gesagt, hat das nicht soviel mit der Musik selbst zu tun. Die bezeichnen sie selbst als Deathcore und ich würde sagen das geht als Beschreibung in Ordnung. Was ich meine ist, die subkulturelle Inszenierung der Bandmitglieder, die mit extrem chamäleonhaft zumindest ein wenig beschrieben ist. Im Grunde zeichnet das alle subkulturellen Stile aus, dass sie aus einer Bastelei verschiedener Elemente zusammengesetzt sind, die durch diese Bastelei einen neuen Kontext und damit einen neuen Sinn erhalten. Was mich bei dieser Band aber fasziniert hat, ist die Geschwindigkeit mit der sich der Stil verändert. Noch bevor jemand das Wort „Hipster“ aussprechen haben die ihre Inszenierungen schon wieder drei Runden weitergedreht. Kein Statement ohne doppelt und dreifache Ironien. Man muss verdammt viel wissen, um heutzutage Eindruck zu machen – so scheint es. Dazu passt dann, dass um die üblichen Bandpages auf veschiedenen Social-Networks noch eine ganze Reihe von Foto-Blogs aufgestellt wurde, in denen man sich noch einmal -bloß anders- als Künstler darstellen kann. Dabei sind diese Typen, allen gewollt hässlichen Accessoires zum Trotze, weit davon ab merkwürdige Aussenseiter zu sein. Furchterregende Posterboys und Agenda-Setter trifft es schon eher. Denn: wer soll da noch mithalten?
Das klingt jetzt alles vielleicht ein wenig negativ, so ist es aber nicht gemeint. Skateboardfahrende dürre Jungs mit Faible für analoge Fotografie und Künstlerschnösel-Outfit sind mir allemal lieber als die Schweinemast Fraktion mit aufgpumpten „Ohne Präperate, keine Resultate“-Armen für die Beatdown kein Proleten-HC Subgenre, sondern Umschreibung ihres Tanzstils ist, violent dancing ohne dancing halt.