Archive for the ‘Rostock’ Category

1.Mai Nazis stoppen!

Donnerstag, April 17th, 2014

PM des Migrantenrates Rostock zu einer Demo am 1.Mai:

Vielfältige Aktionen am 01. Mai 2014 gegen die NPD – Demo in Rostock

Am 01. Mai 2014 wollen Anhänger der NPD unter dem Motto „Arbeit-Heimat-Zukunft- wir kämpfen für Deutschland“ wieder durch unsere Stadt ziehen. In den Stadtvierteln Dierkow und Toitenwinkel wollen sie diesmal ihre menschenverachtenden und hetzerischen Parolen verbreiten. Die Marschroute der Neonazis führt unter anderem nur einige 100 Meter von der Gedenkstätte Mehmet Turguts vorbei. Dies stellt eine Missachtung des Gedenkens an die NSU-Opfer dar. Mehmet Turgut wurde am 25. Februar 2004 in einem Imbiss an der Stelle der Gedenkstätte von NSU-Mitgliedern brutal ermordet.
Wir, der Migrantenrat Rostock, ruft alle Bürgerinnen und Bürger auf, sich an den in Planung befindlichen vielfältigen Gegenaktionen am 01. Mai 2014 in Rostock beteiligen. Gebt den Neonazis keine Plattform um ihre Parolen zu verbreiten. Lasst nicht zu, dass das Gedenken an Mehmet Turgut verhöhnt wird.
Um 10.00 Uhr ist eine zentrale Demonstration an der Holzhalbinsel geplant. Anschließend wird eine Mahnwache an der Gedenkstätte im Neudierkower Weg stattfinden, bis die Neonazis Rostock verlassen haben.

2004/2014 – Vor 10 Jahren wurde Mehmet Turgut in Rostock von Neonazis ermordet

Mittwoch, Februar 19th, 2014

In diesem Jahr jährt sich der Mord an Mehmet Turgut zum 10. Mal. Das Gedenken am Tatort wird am 25. Februar im dritten Jahr nach dem Auffliegen des Nationalsozialistischen Untergrundes mit einer offiziellen Einweihung eines Gedenkortes erstmals auch von Seiten der Stadt Rostock durchgeführt. Die Zahl der Artikel rund um das Datum des 25. nimmt bereits zu. Im Vergleich zu vergangenen Jahren finden deutlich mehr Veranstaltungen statt.

Auch im Peter Weiss Haus wird sich des Themenkomplexes Gedenken in Rostock mit eienr Veranstaltung angenommen, deren Vorankündigung verspricht das Agieren der Stadt, die rassistischen Diskurse um das Erinnern aber auch die Rolle linker- und zivilgesellschaftlicher Akteure kritisch in den Blick zu nehmen:

19 Jahre nach dem Pogrom von Lichtenhagen stand Rostock wieder als Tatort rassistischer Gewalt in den Schlagzeilen. Die Selbstenttarnung des NSU und das Bekanntwerden der Umstände des Mordes an Mehmet Turgut drängten der Stadt sowie der gesamten Gesellschaft eine neuerliche Auseinandersetzung mit Rassismus auf. Seitdem hat sich eine Debatte um die Institutionalisierung eines Gedenkens entsponnen. Diese beinhaltete zunächst Forderungen nach einer Straßenumbennung und Einrichtung eines Gedenkortes, war aber vor allem auch nicht frei von rassistischen Äußerungen und Denkmustern.
Zum 10. Todestag von Mehmet Turgut hat die Stadt Rostock einen offiziellen Gedenkort geschaffen und versucht sich erstmals an einer eigenen Gedenkveranstaltung am Tatort in Toitenwinkel. Am Vorabend des 25. Februars lädt die Initiative „Mord verjährt nicht!“ zu einem Vortrags- und Diskussionsabend ins Peter-Weiss-Haus ein. Im Rahmen der Veranstaltung wird aus Quellenmaterial das Zusammenspiel der Akteure von kritischer Zivilgesellschaft, Medien und Lokalpolitik in der Auseinandersetzung um ein würdiges Gedenken nachgezeichnet. Hierbei liegt ein besonderer Fokus auf dem zögerlichem Agieren der Stadt, den rassistischen Ausfällen in der Debatte aber auch der unzureichenden Interventionen antirassistischer – und antifaschistischer Akteure.

Antirassistische Demonstration in Rostock

Samstag, September 28th, 2013


Call for a antiracist demonstration the 19th of october 2013 in Rostock // 14 pm // Saarplatz

Appel à manifester au niveau national, le 19 0ctobre 2013, à 14h00, à Rostock. Point de départ : Saarplatz.


فراخوان تظاهرات در سراسر آلمان 19 اکتبر ساعت

Medinetz in NNN

Mittwoch, September 25th, 2013

Die NNN hat einen Artikel zur Rostocker Initiative Medinetz, welche anonym und kostenlos medizinische Versorgung für Menschen mit ungewissem Aufenthaltsstatus organisiert. Daumen hoch!

Platz der Freundschaft

Mittwoch, März 13th, 2013

Gedenken an Mehmet Turgut und alle Opfer rassistischer Gewalt

Samstag, Februar 16th, 2013

Auch in diesem Jahr wird es im Rostocker Stadteil Toitenwinkel wieder eine Gedenkkundgebung für Mehmet Turgut und alle Opfer rassistischer Gewalt geben. Am 25. Februar 2004 hatten die Neonazis der rechten Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund im Neudierkower Weg Mehmet Turgut mit mehreren Schüssen hingerichtet.

25.02.2013// 15:30 Uhr// Neudierkower Weg// Rostock-Toitenwinkel

Podiumsdiskussion: Dimensionen einer neonazistischen Mordserie

Mittwoch, Januar 23rd, 2013

Ende des Monats will Innenminister Lorenz Caffier dem Landtag von MV ein Dossier vorstellen indem Auskunft über die Kenntnisse über die Taten des Natonalsozialistischen Untergrundes hier vor Ort im Bundesland gegeben werden soll. Am 2. Februar findet um 18 Uhr im Peter-Weiss-Haus in Rostock eine Podiumsveranstaltung statt, die sich diesem Thema ebenfalls annehmen wird und dabei hoffentlich auch die bislang sehr unbefriedigende Information der Öffentlichkeit durch die zuständigen Stellen zum Thema hat:

Am 25. Februar 2004 wurde Mehmet Turgut in Rostock von Mitgliedern des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) erschossen. Er war das fünfte von zehn Opfern einer neonazistischen Mordserie, deren Ausmaße auch über ein Jahr nach Bekanntwerden nicht vollends abzusehen sind. Das betrifft nicht nur den Tatumfang wie die Mittäter- und Mitwisserschaft durch weitere Unterstützer aus der neonazistischen Szene, sondern auch die Verschleierung dieser Taten durch deutsche Behörden. Die unzureichende Veröffentlichung bisheriger Ermittlungsergebnisse – auch über das Unterstützungsnetzwerk – lassen die Zweifel an einem vollständigen Aufklärungswillen der Behörden wachsen. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass es in Mecklenburg Vorpommern keinen parlamentarischen Untersuchungsausschuss (UA) geben wird, der das Versagen der Ermittlungsbehörden prüft. Während die Stadt Rostock noch über die Form des Gedenkens diskutiert, wartet die Öffentlichkeit auf eine lückenlose Aufklärung dieser Verbrechen.

Wie kann eine würdevolle Erinnerung aussehen?

Welchen Beitrag hätte ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss in Mecklenburg-Vorpommern zur Aufklärung leisten können?

Wie kann die Aufarbeitung behördlichen Versagens ohne einen UA aussehen?

Verantwortung übernehmen. Erinnerung wach halten.

Darüber diskutieren auf dem Podium u.a.

Hikmat Al­-Sabty – Die Linke / MdL MV / Mitglied des Migrantenrats
Johannes Saalfeld – Bündnis 90/Die Grünen / MdL MV
Thorsten Sohn – Bunt statt Braun
Steffen Trostorff – Die Linke/Thüringen
Wolfgang Wielandt Bündnis 90/Die Grünen / MdB

(Termin via)

KF: Protest bei Podiumsdiskussion an Universität Rostock

Freitag, Januar 18th, 2013

Ausführlicher Beitrag bei Kombinat Fortschritt über die Störung eines Auftrittes des Verfassungsschutz MV bei einer Podiumsdiskussion an der Universität Rostock.

Auf Nachfrage des ehemaligen Ausländerbeauftragten und Lichtenhagen-Zeitzeugen Wolfgang Richter zu rassistischen Ermittlungsansätzen der zuständigen Behörden antwortete Flenker, dass Rassismus ihm fern läge, schließlich sei sein Nachbar ein türkischer Gemüsehändler und deshalb könne er die Angehörigen verstehen. Auf die Nachfrage aus dem Publikum was denn geschähe, wenn der Verfassungsschutz abgeschafft würde antwortete Flenker, dass der Gesellschaft ein Frühwarnsystem verloren gehen würde – Frühwarn(!)system muss in den Ohren der Angehörigen und Freunde der 10 Mordopfer wie Hohn klingen. Aber was zählt in dieser Gesellschaft und dieser Behörde das Empfinden der Angehörigen?
Einen weiteren Tiefpunkt erreichte er, als er die Fehler des VS mit den Worten relativierte, dem Finanzamt würden bei der Steuererklärung eben auch Fehler passieren.

Archivgebäude statt Jugendkultur

Mittwoch, Dezember 19th, 2012

Die Wachstumsregion frisst die Spielwiesen ihrer Kinder.

„You can be sure…“ – Atomtransporte über den Rostocker Seehafen

Freitag, Dezember 7th, 2012


(via Grüne Jugend MV)

Marginalien zu Theory&Praxys

Mittwoch, November 21st, 2012

Bei Spielwiese geht eine schaurige Welle vermeintlich ironisch-selbstkritischer Beiträge durch das Blog, die das Auseinanderfallen von Theorie und Praxis zum Thema haben, allerdings selbst auch wieder die richtige Synthese verpassen. Aus diesem Grunde muss hier noch einmal auf der richtigen Vermittlung bestanden werden. Diese kann selbstverständnlich nicht nur theoretisch behauptet werden, sondern muss auch praktisch sein. Von dem nun folgenden Vorschlag amüsiert sein, heißt mit dem vorangehenden Befund einverstanden sein!

05.11. – „Das Problem heißt Rassismus“ – Kundgebung

Dienstag, November 13th, 2012

19.09.2012 Solidaritätskundgebung für die streikenden Flüchtlinge

Donnerstag, September 13th, 2012

Mittwoch, 19.9. // 17 Uhr // Doberanerplatz // Rostock

Am 29. Januar 2012 erhängte sich Mohammad Rahsepar aus Angst vor der Abschiebung im Flüchtlingslager in Würzburg. Daraufhin traten am 19. März acht Flüchtlinge aus dem selben Lager für ihr Recht auf Asyl und für bessere Lebensbedingungen für Flüchtlinge in Deutschland in den Hungerstreik. Die Stadt Würzburg versuchte immer wieder durch verschiedenste Auflagen, den Protest der Flüchtlinge zu erschweren und mit erhöhtem Druck die Residenzpflicht (zwingt
Asylsuchende, einen bestimmten Bereich/Landkreis nicht zu verlassen) bei mehreren Protestierenden durch zu setzen.

In der Zwischenzeit haben Flüchtlinge in weiteren neun Städten Protestcamps errichtet und sich untereinander vernetzt. Mit dem Protestmarsch der Flüchtlinge, der am 8.9. in Würzburg startete, tragen die Streikenden ihre Forderungen gemeinsam nach Berlin. Sie laufen dabei verschiedene Lager und Orte von migrationspolitischer Bedeutung ab. (mehr …)

Rostock Lichtenhagen: Was bleibt? – 20 Tage nach dem 20. Jahrestag

Montag, September 10th, 2012

Peter Weiss Haus, Doberaner Straße 21, Donnerstag, 20. September 2012 – 20:00

Die rassistischen Ereignisse von Rostock-Lichtenhagen im August 1992 waren nun für eine Zeit im starken Fokus von Medien und engagierter Zivilgesellschaft.
Zahlreiche Podiumsdiskussionen, Veröffentlichungen und Veranstaltungen später möchten wir an diesem Abend die gesamten Aktivitäten einmal Revue passieren lassen.
Dabei wollen wir den Fragen nachgehen, ob in Rostock endlich eine neue Qualität erreicht worden ist, was den Umgang mit Lichtenhagen, aber auch mit Rassismus im Allgemeinen angeht. Wird es in Rostock nun bald einen Ort des Gedenkens an dieses Pogrom geben? Gibt es jetzt ernst gemeinte Überlegungen, die Erstaufnahme von Flüchtlingen wieder in einen größere Stadt zu verlegen? Werden antirassistische Demonstrationen, wie am 25.8.2012, als geeignete Formen der demokratischen Auseinandersetzung anerkannt und unterstützt?

Wir hoffen an diesem Abend auf spannende und kontroverse Diskussionen.
Antirassistische Initiative Rostock [A.I.R.]

Mecklenburger Allee

Donnerstag, August 16th, 2012

Bereits im letzten Jahr hatte das mittlerweile inaktive Foto-Blog Kurfuerstendamned ein wenig Quellenarbeit betrieben und alte Zeitungsartikel und Bilder zum Pogrom in Rostock Lichtenhagen zusammengetragen. Auf diese Arbeit soll im Folgenden noch einmal verwiesen werden.

Link zu den Augustbeiträge bei Kurfuerstendamned