Posts Tagged ‘ACAB’

Slavoj Žižek on Ferguson and violence

Mittwoch, März 11th, 2015

In such a situation, when police are no longer perceived as the agent of law, of the legal order, but as just another violent social agent, protests against the predominant social order also tend to take a different turn: that of exploding “abstract negativity” – in short, raw, aimless violence. When, in his “Group Psychology”, Freud described the “negativity” of untying social ties (Thanatos as opposed to Eros, the force of the social link), he all too easily dismissed the manifestations of this untying as the fanaticism of the “spontaneous” crowd (as opposed to artificial crowds: the Church and the Army). Against Freud, we should retain the ambiguity of this movement of untying: it is a zero level that opens up the space for political intervention. In other words, this untying is the pre-political condition of politics, and, with regard to it, every political intervention proper already goes “one step too far”, committing itself to a new project (or Master-Signifier).

The Police vs. Grime Music

Samstag, Mai 31st, 2014

Eine Doku über die aktuelle Grime-Generation und die immer noch anhaltende Diskriminierung von Grime Music in London. Die Leute sind mir ein bisschen zu unkritisch mit der Polizei, aber hey, das sind vor allem Musiker denen halt ständig die Shows vermasselt werden. Eine tiefere historische Perspektive der reichen Undergroundkultur wäre auch schön, aber die Doku ist auch nicht schlecht. Im Video gibt es nicht nur Interviews, sondern auch schöne Kamerafahrten durch das architektonische, modernistische Erbe des sozialdemokratischen Nachkriegswohlfahrtsstaats zu sehen.

Jungle World über Grime und die Zeit nach den UK Riots 2011

Montag, Januar 16th, 2012

Phillip Rhensius in der Jungle World über Grime und Auswirkungen sowie Zusammenhänge zu den UK Riots von 2011:

Der Guardian berichtete kürzlich über eine Studie, die besagt, dass die alltägliche Respektlosigkeit der städtischen Polizisten im Zuge der »stop and search«-Politik eine entscheidende Ursache für den Ausbruch der Riots war. Und der Generalverdacht als scheinbar effektive Kriminalitätsprävention wirft seinen Schatten auch auf den kulturellen Sektor.

Es ist das Formular 696, das es der Metropolitan Police ermöglicht, laufende Grime-Partys einfach aufzulösen oder bereits im Voraus zu verbieten.

Die Polizei bittet um ihre Mithilfe

Samstag, März 6th, 2010


Gleich drei Beamte auf einem Anzeigen-Blatt. 😀

Die denkbar größte Entartung der Gewalt

Donnerstag, Februar 18th, 2010

(via)

„[…] Die Behauptung, daß die Zwecke der Polizeigewalt mit denen des übrigen Rechts stets identisch oder auch nur verbunden wären, ist durchaus unwahr. Vielmehr bezeichnet das »Recht« der Polizei im Grunde den Punkt, an welchem der Staat, sei es aus Ohnmacht, sei es wegen der immanenten Zusammenhänge jeder Rechtsordnung, seine empirischen Zwecke, die er um jeden Preis zu erreichen wünscht, nicht mehr
durch die Rechtsordnung sich garantieren kann. Daher greift »der Sicherheit wegen« die Polizei in zahllosen Fällen ein, wo keine klare Rechtslage vorliegt, wenn sie nicht ohne jegliche Beziehung auf Rechtszwecke den Bürger als eine brutale Belästigung durch das von Verordnungen geregelte Leben begleitet oder ihn schlechtweg überwacht. Im Gegensatz zum Recht, welches in der nach Ort und Zeit fixierten »Entscheidung« eine metaphysische Kategorie anerkennt, durch die es Anspruch auf Kritik erhebt, trifft
die Betrachtung des Polizeiinstituts auf nichts Wesenhaftes. Seine Gewalt ist gestaltlos wie seine nirgends faßbare, allverbreitete gespenstische Erscheinung im Leben der zivilisierten Staaten. Und mag Polizei auch im einzelnen sich überall gleichsehen, so ist zuletzt doch nicht zu verkennen, daß ihr Geist wenigerverheerend ist, wo sie in der absoluten Monarchie die Gewalt des Herrschers, in welcher sich legislative und exekutive Machtvollkommenheit vereinigt, repräsentiert, als in Demokratien, wo ihr Bestehen durch keine derartige Beziehung gehoben, die denkbar größte Entartung der Gewalt bezeugt. […]“ Walter Benjamin, Kritik der Gewalt, 1921