Posts Tagged ‘Antikapitalismus’

Wenn in der Hölle kein Platz mehr ist kommen die Toten auf die Erde

Sonntag, Dezember 1st, 2013

The crisis of our lives

Donnerstag, November 28th, 2013

Nahezu jede Woche bin ich wieder über den Wahnsinn im kapitalistischen Alltag erstaunt. Jede Woche wird Reklame für Supermärkte in die Briefkästen der ganzen Straße verteilt. Meist landen die Umsonstzeitungen und Werbeprospekte ungelesen im Papiermüll vor dem Haus. Die Nachbarn leeren den Briefkasten und tragen das Zeug direkt in den Müll. Was mich immer wieder schockiert ist, wie ineffizient das zu sein scheint. Der Gebrauchswert Produktinformation steht zumindest nicht im Zentrum dieses Vorganges. Aber natürlich ist auch dies ein Geschäft und in dem Moment wo ein_e Minijobber_in die Reklame in den Briefkasten eingeworfen hat, sind die wichtigen Geschäfte schon gemacht. Die Werbefirma hat verdient, die Druckerei hat verdient, selbst die Austeiler_innen haben ihren Minianteil verdient. Egal, ob die Werbung überhaupt vom Kunden gelesen wird, das Geschäft ist gemacht.
Etwas ähnliches meine ich zu erkennen, wenn ich mir die britischen oder noch schlimmer, die amerikanischen Studiengebührensysteme anschaue. Massen werden in kürzester Zeit durch ökonomisierte Studiengänge durchgeschleust, die sie selbst bezahlen müssen. Ob ein solches Studieren nachhaltig oder dem Studienfach angemessen ist spielt keine Rolle. Dass man sich obwohl man möglicherweise nur oberflächlich lernt, dabei auch noch für sein restliches Leben lang verschuldet ist nicht der Punkt. Denn die Studierenden sind nach dem großen Blasenplatzen seit 2007 von der Finanzindustrie vor allem als Abnehmer von Studienkrediten interessant. Es geht nicht darum, dass jemand etwas lernt und damit einen guten Job bekommt und gesellschaftlich aufsteigt sich verwirklicht oder ähnliches. Die Erstsemester sind wie die Reklame, die ungelesen weggeworfen wird, nur ein Mittel um ein ganz anderes Geschäft abzuschließen.


Und sie sagten mir: Wenn ich brav bin,
dann werd ich dasselbe wie sie.
Doch ich dachte: Wenn ich ihr Schaf bin,
dann werd ich ein Metzger nie.

Bert Brecht: Das Lied vom Klassenfeind

Es ist immer ein Angriff auf uns Alle!

Freitag, Februar 8th, 2013

#Beschaffungskriminalität

Donnerstag, Februar 7th, 2013

Gestern morgen brachen Polizisten in einer konzertierten Aktion bundesweit in verschiedene Wohnungen von Fotojournalisten ein, um an Bildmaterial von der antikapitalistischen M31 Demo in Frankfurt am Main zu gelangen. Offenbar wurden von den freischaffend arbeitenden Journalisten unter Androhung der Konfiszierung aller Arbeitsgeräte (die komplette Foto-Ausrüstung und Bildbearbeitungsausrüstung) die Herausgabe von Bildern erpresst.

Im Folgenden eine unvollständige Sammlung von Artikeln und Meldungen zum Thema:

Tageszeitung: In eigener Sache

Medienkollektiv BB: Fotojournalisten sind keine Hilfspolizisten!

Junge Welt: Auf Beschaffungstour

Spiegel-Online: Ermittlungen nach Demonstration: Bundesweite Razzia bei Fotografen

Neues Deutschland: Razzia bei Fotoreportern – Journalistenverbände sehen inakzeptablen Verstoß gegen Pressefreiheit


Tagesspiegel: Bundesweite Razzia bei Fotografen

HR Online: Razzia bei Demo-Fotografen

Statement PM Cheung von heute (Auszug):

Nachdem ich gestern kurzweilig mit den Gedanken gespielt habe, das Fotografieren erst einmal sein zu lassen, so weiß ich heute, dass dieser Schritt absoluter Unsinn wäre. Denn wir Fotografen sind nicht die Täter, sondern die Opfer.

Jetzt einzuknicken wäre eine Kapitulation gegenüber der Behörden, die am liebsten die Pressefreiheit einschränken bzw. abschaffen wollen! Von daher: Der Art 5 GG ist heilig und darf nicht angegriffen werden!

Hausblog taz: Strafverfolgung: Warum wir keine Bilder rausgeben

Emma Dowling: Zur Aktualität der ursprünglichen Akkumulation

Montag, November 19th, 2012

Passt gut hier rein, weil UK Stuff. Die Aufzeichnung besteht aus einem Vortrag von Emma Dowling (London) auf der 5. Marx-Herbstschule vom 26.-28.2012 in Berlin zum Thema „Zur Aktualität der ursprünglichen Akkumulation. – Finanzkapitalismus, Postcolonial Studies, Feminismus“.

Am Ende kommt sie auf eine sehr spannende aktuelle Ideologische Flankierung der neoliberalen Austeritätspolitik im UK zu sprechen: Die Vision einer Big Society. Diese Version einer Gesellschaft, die für einander da ist dient dazu die Härten abzufedern, die der Kürzungspolitik selbstverständlich auf dem Fuße folgt. Das Ineinandergreifen von neoliberaler- und kommunitaristischer Ideologie ist auch im deutschen Kontext bedenkenswert und darum gibts diesen Beitrag, auch wenn der auf der Herbstschule nicht so gut angekommen sein soll.

Emma Dowling ausführlicher zu Big Society:

Emma Dowling: Big Society: The Iron Fist in a Velvet Glove

Emma Dowling: The Big Society, Part 2: Social Value, Measure and the Public Services Act

1 Jahr OWS

Montag, September 17th, 2012


Zucotti Park gestern abend

Vor einem Jahr ist die Kette der Aufstände, Erhebungen und sozialen Proteste im New Yorker Stadtteil Manhattan angekommen. In den folgenden Wochen verbreitete sich die Idee von Occupy Wall Street über die ganzen USA und die Welt.

update:

Livestreams aus NYC, bisschen wacklig und unübersichtlich aber was solls.

Auch das kann Gewerkschaftsarbeit sein…

Donnerstag, August 9th, 2012

In Spanien haben Gewerkschafter_innen zwei Supermärkte geplündert und die Güter dann umsonst verteilt – mittenmang dabei sogar ein Bürgermeister. 😀

diversity of tactics

Montag, Mai 21st, 2012

m31 goin‘ viral

Freitag, März 16th, 2012

Das M31 Bündnis trifft endlich den richtigen Nerv für die Internetmobilisierung und hat ein Katzenvideo besser gesagt ein Katzen-Mobivideo bei Youtube eingestellt. Jetzt ist die Aufmerksamkeit der Netzgemeinde sicher und die Propaganda kann verfangen. Denn die Theorie ist bekanntlich fähig, die Massen zu ergreifen, sobald sie ad hominem demonstriert, …oder an der Katze, halt. Die Massen erfahren nun die frohe Botschaft:

Demnächst ist dann wohl Räterepublik am Main.

ak: Aufeinander zugehen

Montag, Februar 20th, 2012

Das wird ein interessanter Frühling:

Der aktuelle Verständigungsprozess soll eine breite Mobilisierung garantieren. Daran beteiligt ist die Gewerkschaftslinke, die angesichts der im Frühjahr anstehenden Tarifauseinandersetzungen wesentlich zur Gesamtchoreografie der Krisenproteste 2012 beiträgt. Auch attac ist vertreten, wo trotz heterogener Positionen und Aktionsideen Einigkeit darin besteht, dass etwas passieren muss. Die Interventionistische Linke will die Krisenproteste mit vermittelbaren Aktionen des zivilen Ungehorsams unter dem Zeichen praktisch werdender internationaler Solidarität in die Breite tragen. Sie schlägt zentrale Aktionstage im Mai vor, bei denen mit einer Blockade das Finanzzentrum Frankfurt lahmgelegt werden soll. Das M31-Bündnis bekräftigte auf dem Frankfurter Treffen, es verstehe seinen europaweiten antikapitalistischen Aktionstag am 31. März als Auftakt der Proteste 2012.