Posts Tagged ‘Aufstand’

A nos amis

Donnerstag, Mai 7th, 2015

Die Aufstände sind gekommen, nicht die Revolution. Selten konnte man in den letzten Jahren, in so komprimierter Zeit, so häufig erleben, wie ein offizieller Regierungssitz im Sturm erobert wurde, von Griechenland bis Island. Bald wird es ein elementarer politischer Reflex sein, Plätze mitten in den Stadtzentren zu besetzen, Zelte oder behelfsmäßige Hütten aufzustellen, Barrikaden und Kantinen zu errichten und Versammlungen abzuhalten, so wie man gestern einen Streik ausrief. Offenbar hat die Zeit sogar ihre eigenen Gemeinplätze hervorgebracht – allen voran dieses All Cops are Bastards (ACAB), das eine eigenartige Internationale fortan nach jedem neuen Ausbruch von Revolten auf den bröckelnden Mauern der Städte zurücklässt, ob in Kairo oder Istanbul, Rom, Paris oder Rio.

Das Unsichtbare Komitee – An unsere Freunde

And now for something completly different…

Donnerstag, Januar 2nd, 2014

Am 1. Januar 1994 begannen die Zapatisten mit dem Inkrafttreten des Naordamerikanischen Freihandelsabkommens einen Aufstand und setzten damit den Anfang zu einem neuen Bewegungszyklus. Beim ROAR Magazine gibt es dazu einen Text von Raul Zibechi.

Organisierte Multitude?

Freitag, August 2nd, 2013

Multitude bezeichnet die Perspektive des Betrachtenden, nicht die des Teilnehmenden. Wenn du Teil der Multitude bist, fühlst du dich nicht so unbestimmt, wie der Begriff es suggeriert. Jede Multitude enthält viele Ministrukturen, Gruppen und Identitäten, Gemeinsamkeiten, Widersprüche und Unstimmigkeiten. Gerade aufgrund dieser Vielfältigkeit haben die neuen Protestbewegungen etwas sehr Wichtiges erreicht: Sie haben unglaubliche soziale Fähigkeiten entfesselt, und das ist extrem wichtig in einer Gesellschaft, in der wir alle als individualisierte Konsumenten erzogen werden.


Saskia Sassen, »Die Proteste machen den Fehler im System sichtbar«

#occupyGEZI on film

Mittwoch, Juni 12th, 2013

#occupyGEZI from Deniz Tarsus on Vimeo.

Wir erleben gerade eine Organisierung der bisher im Sinne bestehender Herrschaftsverhältnisse regierbaren Singularitäten, die ihre lähmende Angst verlieren, ihre Individualisierung aufbrechen und gemeinsam das Risiko stets ambivalenter gouvernementaler Regierungstechniken zwischen Unterwerfung und Selbstermächtigung gegen die bisherigen Techniken ihres eigenen Regierbarmachens zu wenden beginnen und Alternativen der Selbstregierung erfinden. – – Isabel Lorey, Demokratie statt Repräsentation – Zur konstituierenden Macht der Besetzungsbewegungen

Split Normality

Mittwoch, Juli 11th, 2012

Slavoj Zizek: Zeit der Monster – Ein Aufruf zur Radikalität

Mittwoch, März 23rd, 2011

Okay, Europa ist tot; die Frage ist nur, welches Europa? Antwort: das postpolitische Europa der Anpassung an den Weltmarkt; das Europa, das in Referenden mehrfach abgelehnt wurde; das Europa der Brüsseler Technokratieexperten; das Europa, das für kalte europäische Vernunft und gegen griechische Leidenschaft und Korruption steht, für die Mathematik und gegen das Pathos.

Aber so utopisch es erscheinen mag – die Tür für ein anderes Europa steht immer noch offen: die Tür für jenes Europa, das die antike griechische Demokratie, die Französische und die Oktoberrevolution hervorbrachte.

In der Le Monde Diplomatique