Posts Tagged ‘Börse’

Step fünf: Nützt ja nix

Sonntag, Dezember 29th, 2013

m31 goin‘ viral

Freitag, März 16th, 2012

Das M31 Bündnis trifft endlich den richtigen Nerv für die Internetmobilisierung und hat ein Katzenvideo besser gesagt ein Katzen-Mobivideo bei Youtube eingestellt. Jetzt ist die Aufmerksamkeit der Netzgemeinde sicher und die Propaganda kann verfangen. Denn die Theorie ist bekanntlich fähig, die Massen zu ergreifen, sobald sie ad hominem demonstriert, …oder an der Katze, halt. Die Massen erfahren nun die frohe Botschaft:

Demnächst ist dann wohl Räterepublik am Main.

Fabriken – Plätze – Bankenviertel. Ungehorsam in der Krise!?

Mittwoch, März 14th, 2012

Videomitschnitt eines Panels auf der internationalen Konferenz zu zivilem Ungehorsam und kollektivem Regelverstoß: UNGEHORSAM! DISOBEDIENCE! am 28.-29.1.2012 in Dresden

Mit: Christina Kaindl (Rosa-Luxemburg-Stiftung), Anna (Interventionistische Linke), Margarita Tsomou (Jounalistin, Aktivistin, Griechenland), Mario Candeias (Moderation, Rosa-Luxemburg-Stiftung)

M31 Mobi: weitere kapitalismuskritische Veranstaltung im Cafe Median, Rostock

Dienstag, März 13th, 2012

Nach der sehr einfachen Einführung* in die Kapitalismuskritik werden nun mit der nächsten Veranstaltung im Vorfeld von M31 die Zügel etwas angezogen:

Why so serious? Ain‘t it just another capitalist crisis?“
15.03.2012 20:00 Uhr Cafe Median

„Am 31. März wird der „European day of action against capitalism“ ein Zeichen antikapitalistischer Solidarität setzen – gegen das Krisenregime! In verschiedensten Städten Europas wird es Proteste geben. In Deutschland wird nach Frankfurt, Sitz der EZB und eines der Zentren der Krisenbearbeitung, mobilisiert. Wir informieren über die geplante Aktion und Demo in Frankfurt am Main und geben einen Überblick über Verlauf und Gründe der Krise im Euroraum.

Die Veranstaltung ist in drei Teile aufgeteilt: (mehr …)

ak: Aufeinander zugehen

Montag, Februar 20th, 2012

Das wird ein interessanter Frühling:

Der aktuelle Verständigungsprozess soll eine breite Mobilisierung garantieren. Daran beteiligt ist die Gewerkschaftslinke, die angesichts der im Frühjahr anstehenden Tarifauseinandersetzungen wesentlich zur Gesamtchoreografie der Krisenproteste 2012 beiträgt. Auch attac ist vertreten, wo trotz heterogener Positionen und Aktionsideen Einigkeit darin besteht, dass etwas passieren muss. Die Interventionistische Linke will die Krisenproteste mit vermittelbaren Aktionen des zivilen Ungehorsams unter dem Zeichen praktisch werdender internationaler Solidarität in die Breite tragen. Sie schlägt zentrale Aktionstage im Mai vor, bei denen mit einer Blockade das Finanzzentrum Frankfurt lahmgelegt werden soll. Das M31-Bündnis bekräftigte auf dem Frankfurter Treffen, es verstehe seinen europaweiten antikapitalistischen Aktionstag am 31. März als Auftakt der Proteste 2012.

Ein Buzzword, zwei Realitäten …mindestens

Freitag, Januar 20th, 2012

Man kann Occupy als schillerndes Buzzword begreifen, oder im Sinne der ursprünglichen Adbusters-Idee als global brand
, oder wenn man es etwas theoretischer mag, als leeren Signifikanten, der viele Differenzen in einer Äquivalenzkette aufhebt, um einen Antagonismus zur neoliberalen Hegemonie zu bilden, ein Begriff also der weite Teile der äußerst differenzierten und heterogenen Gesellschaften in den Staaten des globalen Nordens durch ein gemeinsames politisches Projekt wieder zu einer Konstellation vereinheitlicht, die bei Marx und Engels Klassenkampf hieß. Man darf dabei aber in keinem Fall die Unterschiede in den einzelnen Ländern außer acht lassen. Diese Unterschiede kann man sich bspw. (wenn auch durch die Medienrezeption vermittelt) an zwei Artikeln in linksliberalen Zeitungen in der BRD und im UK vor Augen halten.

Zum ersten, die Jungle World:

Nach einer Phase des Aufstiegs stagnierte die Bewegung zunächst und tritt nun offenbar in das Stadium des Verfalls ein – eine Entwicklung, wie sie viele Bewegungen schon zuvor durchgemacht haben.

Die Medien, die die »Occupy«-Bewegung im vergangenen Herbst noch als unideologische, pragmatische Kritiker des »Neoliberalismus« gefeiert haben, schreiben dieselbe nun nieder. Was vor einigen Monaten noch in der großen Presse als »Schwarmintelligenz« gelobt wurde, wird der Bewegung mittlerweile als Schwarmdummheit angekreidet.

Zum Zweiten der Guardian:

When, as now seems likely, the Occupy London protesters are forced to pack up their tents outside St Paul’s Cathedral the capital will be losing more than one of its newer and less likely tourist attractions.

Also facing eviction, following this week’s high court decision, is the camp’s innovative and vigorous educational arm which, according to academics who have spoken there, can often be a more intellectually stimulating environment than the universities that provide their day jobs.

Die Bewegung hat in beiden Ländern mit Räumung, dem Winter und stagnierender Beteiligung zu kämpfen und doch spielt der gesellschaftliche Hintergrund für den Erfolg oder Misserfolg offenbar eine Rolle. Während die Bewegung im UK aller Probleme zum Trotz eine positive Wirkung entfalten kann, sind die deutschen Okkupisten bei den meisten Linken schon wegen Diffusität oder Irrelevanz abgeschrieben, wenn sie nicht von Anfang an als Abgrenzungsfolie für Weltmeister im Antisemitismusforschen dienten. So oder so wird es im Jahre 2012 aber weiter darauf ankommen, den neoliberalen Schweinereien Widerstand entgegen zu setzen.

Nutzen

Donnerstag, Dezember 1st, 2011

Wenn die diesbezüglich angestellten Propagandisten der verschärften Marktwirtschaft mantra-haft ihr (selbstredend strunzdummes) Statement wiederholen, Ökonomie sei vor allem und in größten Teilen „Psychologie“, dann meinen sie damit eigentlich, dass Kursbewegungen und Finanzkrisen ebenso wie Firmenaufschwünge und Börsengänge nichts anderes sind als direkter Ausdruck von Dummheit. Daß jeder Gewinn in diesem Spiel nur erzuegt wird, indem man andere ganz buchstäblich für dumm verkauft. Bis man wiederum auf jemanden trifft (oder etwas: das Abstraktum der Bank, die nie verliert – das Geld an sich) trifft, vor dem man wiederum selber der Dumme ist. Der Finanzkapitalist unserer Tage spekuliert letztendlich mit der Dummheit seiner Konkurrenten, vor allem aber mit der fundamentalen Blödheit all jener, die dafür, dass sie nicht mitspielen, zahlen sollen.

Markus Metz/Georg Seeßlen – Blödmaschinen