Archiv für das 'Demonstration'-tag

Staatsbürgerkunde zum Wochenende

Für alle die noch nicht wissen oder bislang nicht wussten wie diese “Angriffe auf unsere Beamten”, “Widerstandshandlungen” und schweren Landfriedensbrüche ausschauen, die Rainer Wendt immer wieder beklagt und die zu zahlreichen Verhandlungen führen; und für alle die noch nicht wissen wie solche Situationen entstehen sei hier noch einmal ein Video empfohlen. Der Film ist in Köln gemacht worden das Muster immer dasselbe, erst werden Menschen attackiert und damit sie sich nicht juristisch wehren wird eine Anzeige wegen Widerstand oder Landfriedensbruch gestellt.

Polizeieinsatz Köln from Caro Lobig on Vimeo.

Neonazis wollen in Güstrow rassistische Stimmungen gegen eine geplante Flüchtlingsunterkunft schüren

Die Propaganda-Portal der NPD, MupInfo hat heute morgen eine Demonstration in Güstrow gegen eine geplante Flüchtlingsunterkunft im Ortsteil Dettmannsdorf angekündigt. Derzeit verbreitet sich diese Nachricht unter Antifaschist_innen in den sozialen Netzwerken. Dort heißt es unter anderem:

“Verbreitet die Nachricht. Wir werden die Nazis nicht ungestört laufen lassen. Rassisten stoppen!”

Derzeit ruft bspw. das landesweite Bündnis “Rassisten stoppen – Solidarität mit Flüchtlingen” via Facebook dazu auf, die Ankündigung der Nazis nicht hinzunehmen. In welcher Form sich der rassistischen Hetze entgegengestellt werden soll ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch unklar. In Kürze wird es dazu aber sicherlich mehr Informationen geben.

Update:

Die antirassistische und antifaschistische Gruppe Güstrow lässt derzeit via FB folgendes verlauten:

Am 23.03. wollen die Nazis bei uns in Güstrow marschieren und gegen das Flüchtlingsheim hetzen! Das gilt es zu verhindern! Wir werden uns ihnen in den Weg stellen.

Nun ist es an der Zeit, den Faschisten zu zeigen, dass Güstrow kein ruhiges Hinterland ist. Es ist nicht ihre Homezone.

Wir planen bereits Gegenmaßnahmen und halten euch auf dem laufenden.

#Beschaffungskriminalität

Gestern morgen brachen Polizisten in einer konzertierten Aktion bundesweit in verschiedene Wohnungen von Fotojournalisten ein, um an Bildmaterial von der antikapitalistischen M31 Demo in Frankfurt am Main zu gelangen. Offenbar wurden von den freischaffend arbeitenden Journalisten unter Androhung der Konfiszierung aller Arbeitsgeräte (die komplette Foto-Ausrüstung und Bildbearbeitungsausrüstung) die Herausgabe von Bildern erpresst.

Im Folgenden eine unvollständige Sammlung von Artikeln und Meldungen zum Thema:

Tageszeitung: In eigener Sache

Medienkollektiv BB: Fotojournalisten sind keine Hilfspolizisten!

Junge Welt: Auf Beschaffungstour

Spiegel-Online: Ermittlungen nach Demonstration: Bundesweite Razzia bei Fotografen

Neues Deutschland: Razzia bei Fotoreportern – Journalistenverbände sehen inakzeptablen Verstoß gegen Pressefreiheit


Tagesspiegel: Bundesweite Razzia bei Fotografen

HR Online: Razzia bei Demo-Fotografen

Statement PM Cheung von heute (Auszug):

Nachdem ich gestern kurzweilig mit den Gedanken gespielt habe, das Fotografieren erst einmal sein zu lassen, so weiß ich heute, dass dieser Schritt absoluter Unsinn wäre. Denn wir Fotografen sind nicht die Täter, sondern die Opfer.

Jetzt einzuknicken wäre eine Kapitulation gegenüber der Behörden, die am liebsten die Pressefreiheit einschränken bzw. abschaffen wollen! Von daher: Der Art 5 GG ist heilig und darf nicht angegriffen werden!

Hausblog taz: Strafverfolgung: Warum wir keine Bilder rausgeben

Hoyerswerda 2012: “Wo wart ihr 91?”

Mecklenburger Allee

Bereits im letzten Jahr hatte das mittlerweile inaktive Foto-Blog Kurfuerstendamned ein wenig Quellenarbeit betrieben und alte Zeitungsartikel und Bilder zum Pogrom in Rostock Lichtenhagen zusammengetragen. Auf diese Arbeit soll im Folgenden noch einmal verwiesen werden.

Link zu den Augustbeiträge bei Kurfuerstendamned

Zeitzeuginnen im AIB

Über das Pogrom in Rostock-Lichtenhagen in den Tagen vom 22. bis 24. August 1992, die Reaktionen unabhängiger Antifaschist_innen, über Verantwortung und historisches Versagen sowie die bis heute anhaltenden Konsequenzen des Pogroms sprach das AIB mit Olga, Karen, Erwin und Paul, Antifaschist_innen aus Rostock und Berlin, die während des Pogroms vor Ort waren.

Meine Stadt, mein Bezirk, mein Viertel, meine Gegend, meine Straße

25. August 2012 Bundesweite Demonstration

Police Power and Protests

Podiumsdiskussion: Der Protest in der Krise und M31

Vertreter_innen von TOP B3rlin, Occupy Berlin, der Mieter_innenbewegung und der FAU Berlin diskutieren miteinander über die Krise des Kapitalismus, Proteste dagegen und den kommenden M31-Protesttag (http://www.march31.net). Zu Beginn stellen sich die Organisationen vor, darauf folgt die Diskussion um M31, insbesondere auch mit dem Publikum.

Wer in Berlin ist… ‘Podiumsdiskussion: Der Protest in der Krise und M31′ weiterlesen

Fabriken – Plätze – Bankenviertel. Ungehorsam in der Krise!?

Videomitschnitt eines Panels auf der internationalen Konferenz zu zivilem Ungehorsam und kollektivem Regelverstoß: UNGEHORSAM! DISOBEDIENCE! am 28.-29.1.2012 in Dresden

Mit: Christina Kaindl (Rosa-Luxemburg-Stiftung), Anna (Interventionistische Linke), Margarita Tsomou (Jounalistin, Aktivistin, Griechenland), Mario Candeias (Moderation, Rosa-Luxemburg-Stiftung)

M31 Mobi: weitere kapitalismuskritische Veranstaltung im Cafe Median, Rostock

Nach der sehr einfachen Einführung* in die Kapitalismuskritik werden nun mit der nächsten Veranstaltung im Vorfeld von M31 die Zügel etwas angezogen:

Why so serious? Ain‘t it just another capitalist crisis?“
15.03.2012 20:00 Uhr Cafe Median

„Am 31. März wird der „European day of action against capitalism“ ein Zeichen antikapitalistischer Solidarität setzen – gegen das Krisenregime! In verschiedensten Städten Europas wird es Proteste geben. In Deutschland wird nach Frankfurt, Sitz der EZB und eines der Zentren der Krisenbearbeitung, mobilisiert. Wir informieren über die geplante Aktion und Demo in Frankfurt am Main und geben einen Überblick über Verlauf und Gründe der Krise im Euroraum.

Die Veranstaltung ist in drei Teile aufgeteilt: ‘M31 Mobi: weitere kapitalismuskritische Veranstaltung im Cafe Median, Rostock’ weiterlesen

Mittwoch 25.01.2012: Antifaschistische Demonstration in Rostock

Die Antwort auf den Buttersäureanschlag auf den Awiro e.V. vom Montagmorgen:

In der Nacht vom 22. zum 23. 01.2012 fand ein Anschlag auf das alternative Hausprojekt in der Niklotstraße 5/6 (KTV) statt. Die Täter verschütteten vor den Hauseingängen der Projekthäuser und vor dem Eingang des Cafes “Median” Buttersäure. Es ist offensichtlich, dass dies…er Anschlag durch Neonazis verübt worden ist. Bereits zahlreiche Anfragen des NPD-Abgeordneten David Petereit in der Rostocker Bürgerschaft sowie diverse Hetzartikel auf einschlägigen Internetseiten zeigen das herausstechende Interesse der Neonazis für das Hausprojekt.

Wir werden den Anschlag auf unseren Freiraum nicht unbeantwortet lassen. Wir werden neonazistische Gewalt niemals ignorieren oder sogar akzeptieren. Die Rostocker Innenstadt ist den Nazis schon lange ein Dorn im Auge, denn hier konnten sie noch nie Fuss fassen. Der alternative Charakter Rostocks ist auch das Ergebnis eines jahrzehntelangen Kampfes um alternative Freiräume. Diese müssen immer wieder neu erkämpft und verteidigt werden! Wir lassen sie uns von Nazis nicht kaputt machen! Dass Neonazis hier keinen Platz haben, zeigten bereits die vielfältigen, breiten und erfolgreichen Proteste gegen den ehemaligen Naziladen „East Coast Corner“ in der Doberaner Straße.

Beteiligt euch an der Demonstration und solidarisiert euch mit allen Betroffenen rechter Gewalt. Zeigen wir den Neonazis und ihren SympathisantInnen, dass das Viertel sich einig ist und keine rechte Gewalt oder Strukturen duldet!

Treffpunkt: 25.01.2012, 18 Uhr, Universitäts Platz, Rostock

Der Mensch geht, der Wolf kommt #2

Slime - Gewalt

Castor-Transport in Vorpommern: Teile und Herrsche

“Damit kann die Polizei auch in Zukunft ungestraft Gerichte manipulieren und das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit unterlaufen. In einem solchen Fall gibt es offenbar keinen wirksamen Rechtsschutz für die Bürger.”

Ein Artikel bei Telepolis berichtet über die Polizei-Strategie, den Protest gegen den Castortransport zu schwächen, indem die ansässige Bevölkerung mit Horrorszenarien gefüttert wird. Beim Protest im Wendland (und auch während der Proteste in Stuttgart im Sommer) im vergangenen Herbst hatte sich das Zusammenarbeiten mit der Presse als gutes Mittel erwiesen, bei der Polizei, zumindest nachträglich, für eine gewisse Besonnenheit bei den einschlägigen Beamten sorgen zu lassen.
Mit der Schmutzkampagne setzt die Einsatzleitung in Vorpommern offenbar darauf, frühzeitig abzusichern, dass man in der nächsten Woche auch mal fester zupacken kann.