Posts Tagged ‘Frankfurt’

„Wir sind alle Çapulcu! Wir sind alle Marodeure! Taksim ist überall!

Donnerstag, Juni 13th, 2013

Aus einem aktuellen Aufruf der Interventionistischen Linken:

Frankfurt und Istanbul. Weltweit gleichen sich die Bilder – trotz der Unterschiede im Ausmaß und in der Intensität dessen, was sie sichtbar machen: Brutalisierte Polizeieinheiten kesseln Demonstrant*innen ein, jagen die Menschen mit Wasserwerfern über Straßen und Plätze, stürzen sich zu dritt oder zu viert auf Einzelne, verdrehen Festgenommenen Arme und Beine, setzen ohne jede Rücksicht auf Unbeteiligte, ohne Rücksicht auch auf Alte oder Kinder Tränen- und Pfeffergas ein, schlagen mit ihren Knüppeln gezielt auf Journalist*innen, Sanitäter*innen, Rechtsanwält*innen ein. Wer auch immer ihr jeweiliger Dienstherr ist, der türkische oder der hessische Innenminister: umstandslos eignen sich die paramilitärisch hochgerüsteten Rollkommandos vorgeblich demokratischer Staatsmacht zum Einsatz auch im Auftrag diktatorischer Regimes. Daran ändert sich nichts, wenn das Oberkommando der Polizei eine Woche später Grußsignale über alle Frequenzen sendet: Wir wissen, dass sie bei nächster Gelegenheit wieder zuschlagen werden, unter der Anleitung irgendeines anderen Ministers, irgendeines anderen Ordnungsdezernenten.

Es ist immer ein Angriff auf uns Alle!

Freitag, Februar 8th, 2013

#Beschaffungskriminalität

Donnerstag, Februar 7th, 2013

Gestern morgen brachen Polizisten in einer konzertierten Aktion bundesweit in verschiedene Wohnungen von Fotojournalisten ein, um an Bildmaterial von der antikapitalistischen M31 Demo in Frankfurt am Main zu gelangen. Offenbar wurden von den freischaffend arbeitenden Journalisten unter Androhung der Konfiszierung aller Arbeitsgeräte (die komplette Foto-Ausrüstung und Bildbearbeitungsausrüstung) die Herausgabe von Bildern erpresst.

Im Folgenden eine unvollständige Sammlung von Artikeln und Meldungen zum Thema:

Tageszeitung: In eigener Sache

Medienkollektiv BB: Fotojournalisten sind keine Hilfspolizisten!

Junge Welt: Auf Beschaffungstour

Spiegel-Online: Ermittlungen nach Demonstration: Bundesweite Razzia bei Fotografen

Neues Deutschland: Razzia bei Fotoreportern – Journalistenverbände sehen inakzeptablen Verstoß gegen Pressefreiheit


Tagesspiegel: Bundesweite Razzia bei Fotografen

HR Online: Razzia bei Demo-Fotografen

Statement PM Cheung von heute (Auszug):

Nachdem ich gestern kurzweilig mit den Gedanken gespielt habe, das Fotografieren erst einmal sein zu lassen, so weiß ich heute, dass dieser Schritt absoluter Unsinn wäre. Denn wir Fotografen sind nicht die Täter, sondern die Opfer.

Jetzt einzuknicken wäre eine Kapitulation gegenüber der Behörden, die am liebsten die Pressefreiheit einschränken bzw. abschaffen wollen! Von daher: Der Art 5 GG ist heilig und darf nicht angegriffen werden!

Hausblog taz: Strafverfolgung: Warum wir keine Bilder rausgeben

Lesempfehlung: Auf der Spielwiese mit Butler und Adorno

Dienstag, September 18th, 2012

Letzte Woche wurde hier mal wieder richtig zünftig gepöbelt und gestritten. Das brauchen wir nun diese Woche nicht noch einmal aufzuwärmen, statt dessen können wir nun, nach der Preisverleihung schauen, was Butler selbst zu sagen hatte. Dankenswerter Weise hat das neue Blog Spielwiese den Text von Butlers Vortrag aus Frankfurt nochmal gebracht und dem ganzen eine nette kleine Einleitung vorangestellt:

Jahrelang durften wir nun mit anhören wie etliche schnauzbärtige Bescheidwisser mit und ohne Hornbrillen zu schalem Bier und schlechter Trashmusik diesen Satz zu ihren Gunsten auslegten um mit ihm alles Mögliche zu denunzieren aber auch hin und wieder mal das Richtige zu sagen. Doch was steckt hinter diesem Satz der in einer früheren Version „Es läßt sich privat nicht mehr richtig leben.“ lautete und sich ganz bestimmt nicht darauf bezog, das Veganismus oder Fair-Trade-Produkte keine über das Schweinesystem hinausweisende Bedeutung haben? Butler nutzte die Preisverleihung für eine öffentliche Vorlesung und einer Interpretation des Zitates.


Gib’s mir! Alles!

diversity of tactics

Montag, Mai 21st, 2012

Bloccupy Frankfurt!

Freitag, April 27th, 2012

Auf der Suche nach dem postmodernen revolutionären Subjekt

Freitag, April 20th, 2012

Die Jungle World hat einen guten Diskussionsbeitrag, der die Proteste des M31-Bündnisses und die geplanten Proteste von Bloccupy Frankfurt mit den Empörten in Spanien vergleicht. Kernargument ist, dass die erfolgreiche Politik aktueller Demokratisierungsbewegungen nicht so sehr in einer Bündelung bereits vorhandener globaler Kritiken und der symbolischen Aufführung eines Antagonismus besteht, sondern in der Verknüpfung von realen Alltagskämpfen. Ähnliches hatte auf dem RLS Kongress zum Zivilen Ungehorsam auch die Genossin aus Ägypten in Bezug auf die Vorbereitung und Umsetzung der Proteste am Tahrir-Platz berichtet.

Occupy Runde 2

Mittwoch, April 4th, 2012

Occupy General Streik

Die Occupy-Bewegung in den USA und im UK kündigt einen heißen Frühling an. In den ganzen USA wird zu einem Generalstreik am 1. Mai mobilisiert. Wann hat man davon das letzte Mal gehört?? Im UK wird von Occupy LSX auf den 12. und 15. Mai mobilisiert, denn dann jährt sich die Platzbesetzung der Indignados in Spanien. In Frankfurt am Main wird indes für den 17.-19. Mai zu europaweiten Aktionstagen aufgerufen. Dort soll unter anderem die Europäische Zentralbank, die EZB blockiert werden. Das könnte ein wirklich spannender Sommer werden!

Podiumsdiskussion: Der Protest in der Krise und M31

Mittwoch, März 21st, 2012

Vertreter_innen von TOP B3rlin, Occupy Berlin, der Mieter_innenbewegung und der FAU Berlin diskutieren miteinander über die Krise des Kapitalismus, Proteste dagegen und den kommenden M31-Protesttag (http://www.march31.net). Zu Beginn stellen sich die Organisationen vor, darauf folgt die Diskussion um M31, insbesondere auch mit dem Publikum.

Wer in Berlin ist… (mehr …)

m31 goin‘ viral

Freitag, März 16th, 2012

Das M31 Bündnis trifft endlich den richtigen Nerv für die Internetmobilisierung und hat ein Katzenvideo besser gesagt ein Katzen-Mobivideo bei Youtube eingestellt. Jetzt ist die Aufmerksamkeit der Netzgemeinde sicher und die Propaganda kann verfangen. Denn die Theorie ist bekanntlich fähig, die Massen zu ergreifen, sobald sie ad hominem demonstriert, …oder an der Katze, halt. Die Massen erfahren nun die frohe Botschaft:

Demnächst ist dann wohl Räterepublik am Main.

Fabriken – Plätze – Bankenviertel. Ungehorsam in der Krise!?

Mittwoch, März 14th, 2012

Videomitschnitt eines Panels auf der internationalen Konferenz zu zivilem Ungehorsam und kollektivem Regelverstoß: UNGEHORSAM! DISOBEDIENCE! am 28.-29.1.2012 in Dresden

Mit: Christina Kaindl (Rosa-Luxemburg-Stiftung), Anna (Interventionistische Linke), Margarita Tsomou (Jounalistin, Aktivistin, Griechenland), Mario Candeias (Moderation, Rosa-Luxemburg-Stiftung)

M31 Mobi: weitere kapitalismuskritische Veranstaltung im Cafe Median, Rostock

Dienstag, März 13th, 2012

Nach der sehr einfachen Einführung* in die Kapitalismuskritik werden nun mit der nächsten Veranstaltung im Vorfeld von M31 die Zügel etwas angezogen:

Why so serious? Ain‘t it just another capitalist crisis?“
15.03.2012 20:00 Uhr Cafe Median

„Am 31. März wird der „European day of action against capitalism“ ein Zeichen antikapitalistischer Solidarität setzen – gegen das Krisenregime! In verschiedensten Städten Europas wird es Proteste geben. In Deutschland wird nach Frankfurt, Sitz der EZB und eines der Zentren der Krisenbearbeitung, mobilisiert. Wir informieren über die geplante Aktion und Demo in Frankfurt am Main und geben einen Überblick über Verlauf und Gründe der Krise im Euroraum.

Die Veranstaltung ist in drei Teile aufgeteilt: (mehr …)

ak: Aufeinander zugehen

Montag, Februar 20th, 2012

Das wird ein interessanter Frühling:

Der aktuelle Verständigungsprozess soll eine breite Mobilisierung garantieren. Daran beteiligt ist die Gewerkschaftslinke, die angesichts der im Frühjahr anstehenden Tarifauseinandersetzungen wesentlich zur Gesamtchoreografie der Krisenproteste 2012 beiträgt. Auch attac ist vertreten, wo trotz heterogener Positionen und Aktionsideen Einigkeit darin besteht, dass etwas passieren muss. Die Interventionistische Linke will die Krisenproteste mit vermittelbaren Aktionen des zivilen Ungehorsams unter dem Zeichen praktisch werdender internationaler Solidarität in die Breite tragen. Sie schlägt zentrale Aktionstage im Mai vor, bei denen mit einer Blockade das Finanzzentrum Frankfurt lahmgelegt werden soll. Das M31-Bündnis bekräftigte auf dem Frankfurter Treffen, es verstehe seinen europaweiten antikapitalistischen Aktionstag am 31. März als Auftakt der Proteste 2012.

Ein Buzzword, zwei Realitäten …mindestens

Freitag, Januar 20th, 2012

Man kann Occupy als schillerndes Buzzword begreifen, oder im Sinne der ursprünglichen Adbusters-Idee als global brand
, oder wenn man es etwas theoretischer mag, als leeren Signifikanten, der viele Differenzen in einer Äquivalenzkette aufhebt, um einen Antagonismus zur neoliberalen Hegemonie zu bilden, ein Begriff also der weite Teile der äußerst differenzierten und heterogenen Gesellschaften in den Staaten des globalen Nordens durch ein gemeinsames politisches Projekt wieder zu einer Konstellation vereinheitlicht, die bei Marx und Engels Klassenkampf hieß. Man darf dabei aber in keinem Fall die Unterschiede in den einzelnen Ländern außer acht lassen. Diese Unterschiede kann man sich bspw. (wenn auch durch die Medienrezeption vermittelt) an zwei Artikeln in linksliberalen Zeitungen in der BRD und im UK vor Augen halten.

Zum ersten, die Jungle World:

Nach einer Phase des Aufstiegs stagnierte die Bewegung zunächst und tritt nun offenbar in das Stadium des Verfalls ein – eine Entwicklung, wie sie viele Bewegungen schon zuvor durchgemacht haben.

Die Medien, die die »Occupy«-Bewegung im vergangenen Herbst noch als unideologische, pragmatische Kritiker des »Neoliberalismus« gefeiert haben, schreiben dieselbe nun nieder. Was vor einigen Monaten noch in der großen Presse als »Schwarmintelligenz« gelobt wurde, wird der Bewegung mittlerweile als Schwarmdummheit angekreidet.

Zum Zweiten der Guardian:

When, as now seems likely, the Occupy London protesters are forced to pack up their tents outside St Paul’s Cathedral the capital will be losing more than one of its newer and less likely tourist attractions.

Also facing eviction, following this week’s high court decision, is the camp’s innovative and vigorous educational arm which, according to academics who have spoken there, can often be a more intellectually stimulating environment than the universities that provide their day jobs.

Die Bewegung hat in beiden Ländern mit Räumung, dem Winter und stagnierender Beteiligung zu kämpfen und doch spielt der gesellschaftliche Hintergrund für den Erfolg oder Misserfolg offenbar eine Rolle. Während die Bewegung im UK aller Probleme zum Trotz eine positive Wirkung entfalten kann, sind die deutschen Okkupisten bei den meisten Linken schon wegen Diffusität oder Irrelevanz abgeschrieben, wenn sie nicht von Anfang an als Abgrenzungsfolie für Weltmeister im Antisemitismusforschen dienten. So oder so wird es im Jahre 2012 aber weiter darauf ankommen, den neoliberalen Schweinereien Widerstand entgegen zu setzen.