In seinen tagebuchartigen Band Vom Fahrrad aus beschreibt der Wiener Feldforscher Roland Girtler Beobachtungen und freie Assoziationen zu Grenzen und Grenzüberschreitungen, die er während einer Fahrrad-Reise in Tirol anstellt. Dabei kommt er unter dem Titel “Fussballfans als Krieger und ihre Symbole” auch auf die lange Geschichte der Fussballgewalt zu sprechen:
Als “teuflischen Zeitvertreib” beschrieb man 1583 das Fussballspiel, denn es biete Anlass zu Rauferein, Blutvergießen und Mord. Seit dieser Zeit wird Fussball immer wieder mit Gewalt, Raufhändel und Verwüstung in Verbindung gebracht, und dies bis in unsere Tage. So endete im April 1890 das Länderspiel England-Schottland mit der Verwüstung des Fussballplatzes. Abgrenzungen wurden niedergerissen, und das Feld wurde zerstört. Auch wird häufig berichtet, dass von aufgeregten Anhängern Gegenstände auf Spieler und Schiedsrichter geworfen wurden. 100 Personen wurden 1909 im schottischen Cup zwischen Glasgow Rangers und Celtic Glasgow bei einer Rauferei verletzt. Grausam war der 29. Mai 1985 im Heysel-Stadion zu Brüssel, als beim Match Juventus gegen Liverpool italienische Fans von englischen Fans in den angrenzenden Sektor getrieben wurden. Es kam zum Einsturz einer Mauer, 41 Tote und 100 Verletzte waren die Folge.
Und jetzt kommt’s – na klar – auch Onkel Theo hat dazu seinernzeit natürlich auch schon etwas zu sagen gehabt.




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