Archiv für das 'Gewalt'-tag

Spanien: Polizeigewalt gegen Journalisten am Rande von Krisenprotesten

Hier hinter dem Link finden sich drei Videos von diesem Wochenende zum Thema Status von Demokratie, Bürger_innenrechten und Pressefreiheit in der alternativlosen Eurorettung. Klick!

Helmut Schmidt - Die Maßnahme nach Bert Brecht

Das Unvernehmen

„Die Stimme der Straße muss gehört und respektiert werden und kann nicht verwechselt werden mit dem Krach und der Grausamkeit einiger Rabauken“ - Dilma Rousseff

Fussballterror und Randale ...im Wandel der Zeiten

In seinen tagebuchartigen Band Vom Fahrrad aus beschreibt der Wiener Feldforscher Roland Girtler Beobachtungen und freie Assoziationen zu Grenzen und Grenzüberschreitungen, die er während einer Fahrrad-Reise in Tirol anstellt. Dabei kommt er unter dem Titel "Fussballfans als Krieger und ihre Symbole" auch auf die lange Geschichte der Fussballgewalt zu sprechen:

Als "teuflischen Zeitvertreib" beschrieb man 1583 das Fussballspiel, denn es biete Anlass zu Rauferein, Blutvergießen und Mord. Seit dieser Zeit wird Fussball immer wieder mit Gewalt, Raufhändel und Verwüstung in Verbindung gebracht, und dies bis in unsere Tage. So endete im April 1890 das Länderspiel England-Schottland mit der Verwüstung des Fussballplatzes. Abgrenzungen wurden niedergerissen, und das Feld wurde zerstört. Auch wird häufig berichtet, dass von aufgeregten Anhängern Gegenstände auf Spieler und Schiedsrichter geworfen wurden. 100 Personen wurden 1909 im schottischen Cup zwischen Glasgow Rangers und Celtic Glasgow bei einer Rauferei verletzt. Grausam war der 29. Mai 1985 im Heysel-Stadion zu Brüssel, als beim Match Juventus gegen Liverpool italienische Fans von englischen Fans in den angrenzenden Sektor getrieben wurden. Es kam zum Einsturz einer Mauer, 41 Tote und 100 Verletzte waren die Folge.

Und jetzt kommt's - na klar - auch Onkel Theo hat dazu seinernzeit natürlich auch schon etwas zu sagen gehabt. ;)

ZDF Doku: Auch Menschen

Eine Dokumentation über Bullen als Menschen rund um das Fussballspiel FC Hansa gegen FC St. Pauli in Rostock. Mit ganz ekligem Ende.

Der Typ in der Uniform

Wohingegen immer wieder das Problem auftaucht, daß, wenn man es hier mit den Bullen zu tun hat, argumentiert wird, die sind ihrer Funktion nach natürlich brutal, ihrer Funktion nach müssen sie prügeln und schießen, und ihrer Funktion nach müssen sie Unterdrückung betreiben, aber das ist ja auch nur die Uniform, und es ist nur die Funktion, und der Mann, der sie trägt, ist vielleicht zu Hause ein ganz angenehmer Zeitgenosse. ...

- Ulrike Marie Meinhof

Das Internet ist euer Feind!

Sich in die Offline-Welt zu verkriechen funktioniert nur noch einige Jahre lang.

- alte chinesische Weisheit

Die TAZ hat einen interessanten Bericht über die technische Unterstützung des Protestes im Wendland. Oftmals werden die Piraten gescholten, sie hätten ein technokratisches und daher unpolitisches Verständnis von Politik. Die Aussage "Protest ist überflüssig, ohne die Öffentlichkeit, die ihn wahrnimmt" zielt allerdings in Bezug auf das Politische auf etwas sehr wesentliches: Nicht die Stunden, um die die Einlagerung des Mülls in Gorleben verzögert werden, sind das Wichtige am Castor-Protest, sondern der politische Druck auf die Regierung, der entsteht, wenn der Öffentlichkeit die De-Legitimierung des Herrschaftshandelns - von exzessiver Polizeigewalt bis zu de facto Endlagerung ohne Gesetzesgrundlage - vorgeführt wird.

NDR über die aktuelle Welle der rechten Gewalt

Link zu einem Beitrag des NDR über die seit Montag auf neue Höhen geschwappte Welle der Gewalt im Wahlkampf der NPD-Anhänger.

Seit Montag: Welle der Gewalt im Wahlkampf der NPD

Nachdem am Montag drei stadtbekannte Neonazis im Rostocker Stadtteil Toitenwinkel versucht haben, eine Gruppe von antifaschistischen Jugendlichen anzugreifen, rollt nun eine Welle der Gewalt durchs Bundesland. Die NPD führt ihren schon das ganzen Jahr gewalttätig geführten Wahlkampf (Siehe hier, hier, und hier) auf eine neue Ebene.

Die Kampagne "Wake Up - Stand Up" ruft deshalb in einer Pressemitteilung zur Solidarität mit den Betroffenen auf. Die zahlreichen Angriffe auf Büros demokratischer Parteien beweisen in dramatischer Deutlichkeit, dass es sich nicht um eine Auseinandersetzung unter extremistischen Jugendlichen handelt, sondern um den Kampf der Neonazis gegen alle, die nicht in ihr Weltbild passen. Entsprechend kann es nun nicht darum gehen, Betroffene dieser Gewalt zu diffamieren, sondern dem rechten Denken und den daraus folgenden Taten entschlossen den politischen Kampf anzusagen. 'Seit Montag: Welle der Gewalt im Wahlkampf der NPD' weiterlesen

Indymedia: Protest nach brutalen Naziangriff in Greifswald

Wieder und wieder sausen die Schlagstöcke durch die Luft. Mit Teleskopschlagstöcken aus Stahl prügeln sie auf seinen Kopf, in sein Gesicht. Schwer gezeichnet von dem Überfall wird er ins Krankenhaus gebracht. Aufatmen - wenigstens ist er ansprechbar. Ob bleibende Schäden zurückbleiben werden, wird sich erst in den nächsten Tage herausstellen. Drei Neonazis, die zuvor Aufkleber verklebten und ein Hakenkreuz an eine Häuserwand schmierten, warteten nur auf ihn. Als er um eine Ecke biegt, stehen sie plötzlich vermummt vor ihn und beginnen mit dem Angriff.Am Tag darauf versammeln sich rund 200 Menschen, um gegen den neuerlichen Angriff von Nazis zu protestieren.

Siehe auch: blog.17vier.de: Nach rechtem Angriff: Kundgebung gegen Nazigewalt in Greifswald

Der Mensch geht, der Wolf kommt #2

Slime - Gewalt

SEK in Sachsen rüstet vor dem 13. Februar auf

(Foto via)

Wie die Bild-"Zeitung" heute berichtet, werden am 13. Februar in Dresden von der Polizei neuartige Waffen eingesetzt. Sachsens Polizei rüstet nach Angaben des Blattes vor dem Wochenende noch einmal kräftig auf. Innenminister Markus Ulbig (45, CDU) soll die Spezialwaffen aus den USA für die Einsatzkräfte anschaffen lassen haben.

Pepperball-Waffen gehören zu den sogenannten less-lethal-weapons, ein neuerer Terminus, der eingesteht, dass die sog. Non-lethal Weapons je nach Gebrauch eben nicht unbedingt un-tödlich sind. Laut Wikipedia gab es im Jahre 2004 in Boston einen tödlichen Einsatz einer Pepperball-Waffe. Der 21 Jährigen Victoria Snelgrove wurde von der Polizei mit einer solchen Waffe ins Auge geschossen. Die Frau starb an Verblutungen.

Den wichtigsten Satz für Demonstrantinnen und Demonstranten in Dresden liefert die Bildzeitung freundlicherweise am Schluss des Beitrages: "Bei Regen, Wind und mehrlagiger Bekleidung verliert die neue Waffe ihre Wirkung. Denn prallt die Pfefferkugel auf weichen Stoff auf, platzt sie nicht, fällt nur zu Boden."