Posts Tagged ‘Hipster’

Stories from Brooklyn

Freitag, Januar 31st, 2014

Es ist wahrscheinlich ein Fall von selektiver Wahrnehmung. Zuerst habe ich interessiert drauf geklickt und dann kurze Zeit später noch zwei mal. Hier sind jedenfalls drei Artikel über das Leben im sich dramatisch gentrifizerenden Brooklyn.

On Bed-Stuy

Brandon Harris schrieb im Magazin n+1 einen Text über sein Leben in Bedford-Stuyvesant, und die Repräsentation des Viertel in Rap und Film.

Hidden City

Danach bin ich über einen älteren Link gestolpert indem thematisiert wurde, dass Brooklyn nach Manhattan der zweitteuerste Ort zum Leben in den USA geworden ist. Im New Yorker schreibt Ian Frazier über steigende Obdachlosigkeit in New York die zu dieser Aufwertung nun einmal dazugehört.

My Brooklyn, not yours

Laura Tanenbaum schreibt im Jacobin Magazine über die Rolle von Künstlern und Hipstern in den Aufwertungsprozessen in Brooklyn.

How Sandy Has Changed the Game in Coney Island

Timothy Bidon schreibt im Indymedia-Print Magazin Indypendant wie sich der Hurrikan Sandy positiv für die Großinvestoren auswirkt und wie neue Verdrängungswellen in Gang gesetzt werden.

Geiel!

Mittwoch, August 1st, 2012

Was für ein Bild! Hipster-Honni auf dem Weg zum Fortschritt 3000 Konzert abgelichtet.

Lady Gaga-Hardcore

Freitag, Januar 6th, 2012

Ich beschäftige mich so gut wie garnicht mehr mit Hardcore, höchstens der Melancholie halber gibts ab und an ein wenig Spät-90er Screamo, wenn ich angetrunken vor Youtube hängen bleibe. The Oklahoma Kid habe ich demzufolge auch nicht durch ein Konzert entdeckt, sondern durch die Jungs, die die Musik machen. Durch das Straßenbild sozusagen. Rein musikalisch könnte man kurz und knapp sagen, dass es sich um ganz ordentliches Geschreihe handelt. Schaut man sich die Musiker an, ist man verleitet dem Gemüse-Metal ein neues Subgenre anzudichten: Lady-Gaga-Hardcore. Wie gesagt, hat das nicht soviel mit der Musik selbst zu tun. Die bezeichnen sie selbst als Deathcore und ich würde sagen das geht als Beschreibung in Ordnung. Was ich meine ist, die subkulturelle Inszenierung der Bandmitglieder, die mit extrem chamäleonhaft zumindest ein wenig beschrieben ist. Im Grunde zeichnet das alle subkulturellen Stile aus, dass sie aus einer Bastelei verschiedener Elemente zusammengesetzt sind, die durch diese Bastelei einen neuen Kontext und damit einen neuen Sinn erhalten. Was mich bei dieser Band aber fasziniert hat, ist die Geschwindigkeit mit der sich der Stil verändert. Noch bevor jemand das Wort „Hipster“ aussprechen haben die ihre Inszenierungen schon wieder drei Runden weitergedreht. Kein Statement ohne doppelt und dreifache Ironien. Man muss verdammt viel wissen, um heutzutage Eindruck zu machen – so scheint es. Dazu passt dann, dass um die üblichen Bandpages auf veschiedenen Social-Networks noch eine ganze Reihe von Foto-Blogs aufgestellt wurde, in denen man sich noch einmal -bloß anders- als Künstler darstellen kann. Dabei sind diese Typen, allen gewollt hässlichen Accessoires zum Trotze, weit davon ab merkwürdige Aussenseiter zu sein. Furchterregende Posterboys und Agenda-Setter trifft es schon eher. Denn: wer soll da noch mithalten?
Das klingt jetzt alles vielleicht ein wenig negativ, so ist es aber nicht gemeint. Skateboardfahrende dürre Jungs mit Faible für analoge Fotografie und Künstlerschnösel-Outfit sind mir allemal lieber als die Schweinemast Fraktion mit aufgpumpten „Ohne Präperate, keine Resultate“-Armen für die Beatdown kein Proleten-HC Subgenre, sondern Umschreibung ihres Tanzstils ist, violent dancing ohne dancing halt.