Posts Tagged ‘House’

Jungle Fever

Samstag, Januar 31st, 2015

A Brief History of Dance Mania Records

Freitag, Februar 7th, 2014

RA.400: Kode9

Dienstag, Januar 28th, 2014

Hyperdub wird dieses Jahr 10 Jahre alt und Resident Advisor ist beim Podcast Nummer 400 angelangt. Beide Geburtstage werden im aktuellen Mix von Steve Goodman/Kode9 zusammengelegt:

It’s tempting to get nostalgic upon reaching a milestone like our 400th podcast, but we instead decided point our gaze in the opposite direction. Goodman’s DJ sets as Kode9 soak up the cutting edge of pretty much any dance music style, and on RA.400 he stays true to form, zipping through house, techno, grime, footwork and hip-hop, plus a bunch of stuff we don’t even have a name for.

Lernen, lernen, nochmals lernen #6

Montag, Dezember 30th, 2013

Heute: „Keep it locked!“

Wenn ich heute auf englischen Bassmusic-Webradios und/oder dem legalisierten ehemaligen Pirateradio Rinse FM Sendungen höre, kommt es vor dass der oder die Sprecherin irgendwann eine Zeile fallenlässt deren Bedutung sich mir lange nicht erschlossen hat. Steve Goodman aka Kode 9 der Labelboss und Gründer von Hyperdub gibt an einer Stelle in seinem Buch Sonic Warfare die Erklärung wo diese Phrase herkommt und welche Bedeutung sie in der Aufhebung der zunächst einseitigen Sender-Empfänger Beziehung von Piratenradio Stationen hat. In dem Kapital beschreibt er zunächst eine Szene im Jahre 2003 aus einem illegalen Radiostudio welche bis zu Beginn und Mitte der 2000er Jahre in den Hochhäusern des kommunalen Wohnungsbaus betrieben wurden. Zu dieser Zeit um das Jahr 2003 herum, gibt es noch kaum Namen für die neuen Spielweisen die sich aus der britischen Soundsystemkultur in Anschluss an Jungle, Drum and Bass und Garage bzw. 2Step entwickeln. Einer der beiden Zwillinge hört bald auf den Namen Dubstep und tritt Mitte/Ende der 2000er einen globalen Siegszug an. Der andere, Grime versinkt für Jahre nach einer Eskalation der Gang-Gewalt in die Nische und erfährt erst in den letzten Jahren wieder neues Leben. (Und Dubstep verdummt derweil zu EDM) Goodman führt das Publikum wieder zurück in die wilden Jahre der frühen 2000er, zurück in das Studio im Zimmer eines Plattenbauhochauses:

For a moment, the scene freezes. The MC stops insulting and becomes an „encryptor“. His mouth becomes a modem, transmitting an asignifying stream of digits to the audience distributed through London’s airwaves: „out to the 365, the 768, the 976, 315.“ Signaling that you are locked into the station’s transmission is made by phoning the stations number, letting it ring once, then hanging up. Acknowledgement of this signal is provided by the host/DJ/MC reciting the last three digits of phone numbers from his log of missed calls on the studio handset. The connection made, the transmission swells, the rate of text mesaages incoming to the studio escalates, while the studio phone vibrates.

Mit dieser Methode des „Anklingelns“ hat das Pirate Radio eine Art kostenlosen Feedback-Kanal, der es erlaubt Rückmeldung zu geben, wie viele Menschen zu einem Zeitpunkt die Sendung hören oder ob ein Song nochmal gespielt werden soll. Wichtig war es dabei, nicht an das Telefon heranzugehen und den eingehenden Anruf nicht anzunehmen, weil dies den Überwachungsbehörden erlaubt hätte die Position des Studios leichter zu lokalisieren.

Answering the mobile phone to a private number potentially allows Offcom, monitoring signal transmissions over the airwaves, to locate the studio much more easily. A whole circuit of connections and disconnections, of contact and evasions. A veritable sonic war machine temporarily occupying a slice of radiophonic territory, hacking the national grid in a logistics of infections.

Goodmann spricht in diesem Zusammenhang von einem bacterial nomadism within the vertical city. Dessen Ästhetik kommt wohl sehr gut in Goodmans Stück Nine Samurai zum Ausdruck welches er als Kode 9 zusammen mit dem MC The Spaceape aufgenommen hat:

In einem gramscianischen Grabenkampf wird für die Dauer von Stunden, um Frequenzen und Präsenz gekämpft und ein virtueller Freiraum besetzt gehalten, indem völlig neue Stile wuchern. Wobei Piratenradio schon immer ein Motor in der kreativen Popkultur im UK waren.
Das Rückmelden des Keeping it Locked macht dabei das Hören dieser Sendungen zu mehr als einer Einbahnstraßenkommunikation und stellt virtuell Gemeinschaft her, wo die Polizei Grime-Konzerte wegen Gefährdung der öffentlichen Sicherheit verbietet oder abbricht.

Heutige Bedeutung

Zurück zum Keeping it Locked im Hier und Jetzt. Mit dem Aufkommen von Webradios ist es heute nicht mehr notwendig über einen illegal betriebenen Radiosender zu funken. Die Phrase vom keeping it locked hat sich aber in die Sprache der Musikkulturen eingegraben, die auf diesen Sendern lebte. Ein Beispiel für das Überleben dieses Prinzips der Rückkopplung und des Feedbacks ist zum Beispiel die Kommunikation in der Radioshow der Partyreihenveranstalter von The Heatwave mittels Hastags über Twitter- und Facebook Timelines. Um Feedback zu geben loggen sich Hörer_innen bei Twitter und Facebook ein und hinterlassen mit einem Hashtag versehen kurze Nachrichten, die anzeigen, dass sie locked in sind. Auf dem Podcast der augezeichneten Sendung hört sich das dann in etwa so an, wie Goodman es in Sonic Warfare beschreibt: ein zeitweise breit anschwellender Strom von Namen und Pseudonymen wird zurückgegrüßt und der Einbahnstraße der Radiosendung wurde eine Rücklaufschleife hinzugefügt.

‚Are You Ready For The Moombah?‘ Documentary

Freitag, Dezember 6th, 2013

Kleine Doku über Moombahton.

(Via Enchufada)

Luso FM #35 on Funkhaus Europa of Oct 5th 2013, w/ DJ mix by DZC Deejays

Donnerstag, Oktober 24th, 2013

Daniel Haaksmanns

„weekly radio show on WDR Funkhaus Europa which is focussing on electronic, urban music from Portugal, Brazil, Angola, Mocambique, Capo Verde and other Portuguese speaking countries, plus its international adaptions. This week´s special: A DJ mix by DZC Deejays a.k.a. Dizona Crew of Portugal.“

Unvollständige Tracklist gibt es bei Soundcloud. In der Sendung gibt es auch ein wenig Nachhilfe zum neuen Hype-Genre Zoukbass und dem Verhältnis desselben zum älteren Genre Tarraxo. (Siehe auch)

Themenwechsel

Dienstag, Juni 25th, 2013

Und jetzt mal ein Bogen von Politik zu Musik? Daniel Haaksman hatte gestern schon einen Blogeintrag über den Niederschlag der brasilianischen Massenproteste im Bailefunk. Aber jetzt, der Bogen: Brega gegen Bullen.

Weitere Einstimmung für sonnige Stimmung auf verregneten Äckern, gibts nach dem Klick. (mehr …)

Mapping Bass

Freitag, Mai 24th, 2013

Die Idee ist verführerisch. Aber wie setzt man es stimmig um? Beim Kraftfuttermischwerk gab es dazu einen Vorschlag. Ich selbst habe – wieder einmal – keine Lösung, will aber einen konstruktiven Vorschlag machen. Ich denke der Sinn einer Karte ist Orientierung zu bieten. Karten haben den Zweck das Finden und Wiederfinden von Gegenständen in der Welt zu ermöglichen. Um dies zu gewährleisten, muss es eine stimmige Entsprechung der Beziehungen der Gegenstände in der Welt die kartografiert wird, mit denen die auf der Karte abgebildet sind, geben. Die Idee eines Britisch Hardcore-Continuums ist so ein Versuch verschiedenste Stile entlang der Entwicklungsgeschichte einer Familienlinie vorzustellen.
Die Karte im Kraftfuttermischwerk kann dies meiner Meinung nach nicht. Ganz praktisch gesprochen: die Karte müsste erklären können, warum so etwas wie dieser Major Lazer-Mix möglich ist:

Das ist zugegeben nicht leicht, weil hier extrem viel vermengt wird – unter anderem viel Schrott. 😀 Aber die Karte ist gut, die Mischungen wie sie im Hause Mad Decent vorgenommen werden, erklären bzw. nachvollziehen kann.

P.S.: Spätestens nach dem Hype um Baauers Harlem Shake kann man doch auch nicht sagen, das gewählte Beispiel sei zuuu speziell. 😛

Keine Zeit

Donnerstag, März 21st, 2013

Hyperdub schmeißt gerade auf Soundcloud massig alte Aufzeichnungen von Radioshows auf RinseFM raus. So, Procrastinators of the World Unite! …and stream …tomorrow …maybe. 😀

Scratcha DVA and Ikonika steppin‘ up:

FACT mix 371: Efdemin

Montag, März 18th, 2013

Tracklist: (mehr …)

Hyp 115: Ikonika

Donnerstag, Januar 31st, 2013

Als ich Sara Abdel-Hamid aka Ikonika das letzte Mal gehört habe, klang sie noch gaaaaanz anders.

Lassen wir es mal auf uns zu kommen. 🙂

Heute abend: Gänse schütteln!

Freitag, Januar 25th, 2013

Im Peter-Weiss-Haus werden heute abend für nen guten Zweck Gänse geschüttelt, oder in ihren eigenen Worten:

Wer Laune hat schön abzufeiern, dem sei der Termin wirklich ans Herz gelegt, denn nicht nur eure Lieblingspöbler sind am Start, sondern auch drei fette Klangflächenver- und dicke Drumsauflegäär, die euch den Rest des Abends mit bewegter Luft der tanzbarsten Art befächern werden!

Links zum ma Reinhörn gibts auch bei eben jenen.

RA: Real Scenes – Johannesburg

Mittwoch, Januar 16th, 2013

Resident Advisor hat eine 20minütige Doku über südafrikanischen House, speziell über Johannesburg.

South Africans are the biggest consumers of house music in the world, and Johannesburg is the beating heart of their scene. If you’re looking for proof, there is no need to visit a nightclub. In turning on a television, listening to the radio or walking down the street, it’s clear that a 4/4 pulse is the metronome of everyday life. The city’s preferred sound—vocal-led, percussive, melodic—is largely at odds with what’s popular in other international markets; this coupled with cripplingly slow internet speeds goes someway to explaining SA’s absence from the global house music conversation. (mehr …)

Marginalien zu Theory&Praxys

Mittwoch, November 21st, 2012

Bei Spielwiese geht eine schaurige Welle vermeintlich ironisch-selbstkritischer Beiträge durch das Blog, die das Auseinanderfallen von Theorie und Praxis zum Thema haben, allerdings selbst auch wieder die richtige Synthese verpassen. Aus diesem Grunde muss hier noch einmal auf der richtigen Vermittlung bestanden werden. Diese kann selbstverständnlich nicht nur theoretisch behauptet werden, sondern muss auch praktisch sein. Von dem nun folgenden Vorschlag amüsiert sein, heißt mit dem vorangehenden Befund einverstanden sein!

Mosca – What You Came For

Montag, November 5th, 2012