Posts Tagged ‘Jacques Lacan’

Post-Politik? Nein, danke!

Dienstag, August 26th, 2014

Jodi Dean hat im Jahre 2011 einen Text verfasst, in dem sie eine Kritik der Theoretiker*innen der radikalen Demokratie und deren These von einer Ära der Post-Politik vornimmt. Das Fazit des Textes ist ungewöhnlich aber im wahrsten Sinne des Wortes bedenkenswert.

… Links und Rechts teilen die gleiche Rhetorik der Demokratie, eine Rhetorik, die Ethik und Wirtschaft, Diskussion und Konkurrenz zusammenführt, sodass alles eine Version des anderen wird. Ein Angriffskrieg wird im Namen der »Verbreitung der Demokratie« geführt, während zur gleichen Zeit KritikerInnen dieses Kriegs dieselben Begriffe benutzen, um ihrer Opposition Ausdruck zu verleihen und diese zu imaginieren. Die moderne Linke findet sich also in einer Position des echten Sieges – des Sieges in der Niederlage.

Die enorme, vielleicht unmögliche Aufgabe besteht, so Dean mit Verweis auf Žižek, darin, nicht nur die alten (emanzipatorischen, etc.) Träume zu verwirklichen; sondern vielmehr die Art des Träumens neu zu erfinden.


King Kong Chomsky vs. Tyrannosaurus Žižek

Montag, Juli 22nd, 2013

Peter Thompson erklärt im Guardian das Battle zwischen Noam Chomsky und Slavoj Zizek und zeigt nebenbei, dass man bei der übersetzung deutscher und französischer Kontinentalphilosophie ins Englische auch durchaus ganz gute Witze machen kann:

This „Big Other“, as Lacan termed it, is the hole occupied by the absent father or God, so that the Real is only present through its absence. This sort of stuff is dismissed as charlatanry by those who want something concrete to hold on to, whereas for the continentals the hole was always part of the whole. Our being is conditioned by absence, by the something that is missing and by the desire to fill that gap.

Liebe dein Symptom wie dich selbst

Mittwoch, Februar 10th, 2010

Als Fanboy muss ich das einfach bringen. Da dieses Blog ein paar Anspielungen auf Slavoj Žižek enthält, kann ich hier zu Beginn ja auch noch mal diesen, etwas älteren Film über ihn bringen. „Liebe dein Symptom wie dich selbst“ war ein Titel eines Buches von Žižek über den französischen Psychoanalytiker Jacques Lacan. Seine eigene analytische Ausbildung erfolgte in Lacanianischer Psychoanalyse. Ein Freund sagte mal zu mir das sei ungefähr der abgedrehteste Kram der geht. Und auch ein Blick in die Wikipedia bestätigt diesen Eindruck. Žižek hantiert aber ständig mit Lacan, so dass eine einfache Einführung sicher nicht von schaden ist. Ich habe es mit der Žižek-Einführung von Rex Butler versucht, aber da ist auch ungeheuer viel Lacan drin. Also in der Hoffnung, dass die Schwäche des Mediums Film, nämlich die inhaltliche Verflachung, sich hier mal begünstigendes Moment zum ersten Beschäftigen herausstellt, jetzt der Film:

Teil 1

Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5