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Neue Bilder von der Greifswalder Kreistagssitzung

Mittwoch, Dezember 7th, 2011


„Linksextreme greifen Polizisten und nationale Bürger an, die sich ihrer Haut wehren, so gut sie können.“(NPD Propaganda)

Anlässlich des Protestes gegen die NPD-Fraktion im Keistag von Vorpommern-Greifswald war es zu Übergriffen von Neonazis auf protestierende Bürgerinnen und Bürger der Stadt Greifswald gekommen. Die NPD hatte, nachdem sie von Protestvrohaben gegen sie erfahren hat, die eigenen Kader angehalten sich als Zuhörer unter das Publikum zu mischen. Nach wiederholten Störungen eines Redebeitrages von Michael Andrejewski hatte der Kreistagspräsident Michael Sack (CDU) die Räumung der Zuschauertribüne angeordnet. Im Zuge dieser Aufforderung den Saal zu verlassen stürmten die Neonazis auf die Tribüne und bedrohten und bedrängten und schubsten Antifaschistinnen und auch andere Menschen die sie für solche hielten. Eine Livestream-Kamera der Piratenpartei wurde von der Empore gestoßen. Die NPD stellte die Vorgänge im Nachhinein so dar:

Für die Linksextremen war das das Signal zum Angriff. Sie attackierten nicht nur die Zuschauer, die sie für NPD-Anhänger hielten, sondern versuchten auch, Polizeibeamte der MAEX, der Spezialeinheit gegen Rechts, zusammenzuschlagen, weil einige von denen eher wie Nationale aussahen. Einer konnte gerade noch im letzten Augenblick seine Dienstmarke zücken, ehe es Prügel gesetzt hätte.

In einem Video des Lokalsenders Greifswald TV kann man nun Szenen aus „der linksextremistischen Terrorhochburg Greifswald“ selbst begutachten:


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Gegen die massive Welle der rechten Gewalt, die Greifswald in diesem Jahr immer wieder erschütterte, hat sich ein antifaschistisches Bündnis zusammengeschlossen und ruft zur Teilnahme an der Demonstration “Zieht euch warm an!” am kommenden Samstag den 10.12.2011 um 13 Uhr am Südbahnhof auf.

Antifademo Greifswald

Der Beste Suchbegriff des Tages

Dienstag, Dezember 6th, 2011

Der Angriff von NPD-Abgeordneten, -Mitgliedern und -Anhängern auf Besucherinnen und Besucher des Kreistags am gestrigen Montag, den 05.11.2011 hatte besonders schnell im Netz für einigen Aufruhr gesorgt. Die NPD Propaganda-Abteilung hatte Mühe, eine, für uninformierte und unbedarfte Leser_innen halbwegs plausible Story zusammenzuschustern. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits Bilder im Netz, die den Tumult auf der Zuschauertribüne dokumentierten und es war klar, dass da nicht die Laufburschen von den Nationalen Sozialisten Greifswald Ärger gemacht hatten, sondern auch und vor allem altbekannte Parteimitglieder und Abgeordnete der NPD. Da muss man dann schon mal nachschauen, ob einem da vielleicht noch Ärger blüht, weil es vielleicht eindeutige Beweise für die eigene Verstrickung gibt.

Ich stell mir gerade vor wie Christian Hilse von der NPD vor seinem Rechner sitzt und das Orakel namens Google befragt, ob das Interwebs schon was Neues weiß:

‚hat hilse bei der kreistagssitzung am 05.12.2011 andere angegriffen‘

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P.S.: Am Samstag ab nach Greifswald zur Antifademo „Zieht euch warm an!“ um 13 Uhr am Südbahnhof!

++Greifswald: NPD-Anhänger greifen während der Sitzung Publikum im Kreistag von Vorpommern-Greifswald an!++

Montag, Dezember 5th, 2011

Wenn es angesichts der zahlreichen rechten Gewalttaten diesen Jahres in Greifswald noch eines Grundes bedurfte, um die Notwendigkeit von antifaschistischer Gegenwehr gegen die rechten Umtriebe der NPD und ihrer Laufburschen der Nationalen Sozialisten Greifswald einzusehen, dann ist es vielleicht dieser:

Am heutigen Montag, dem 5.Dezember 2011 haben Anhänger der NPD-Fraktion das Publikum des in Greifswald tagenden Kommunalparlaments des Landkreises Vorpommern-Greifswald angegriffen. Gegen die Neonazis, die bei der letzten Wahl in Fraktionsstärke in die Vertretung des neuen Landkreises gewählt wurden, hatten Nazigegner_innen hatten mit lautstarken Buh-Rufen protestiert. Nach dem Zeigen eines Transparentes und einiger Luftballons sollte das Publikum von der Sitzung ausgeschlossen werden. Das Blog Daburna berichtete ,dass laut Aussage von Augenzeugen während der Saalräumung auf ein mal 15 bis 20 schwarz gekleidete Personen auf die mit friedlichen Bürgerinnen – darunter auch Kinder – besetzte Empore der Stadthalle Greifswald gestürmt und gegen diese gewalttätig vorgegangen seien.
Die Sitzung des Kreistages wurde daraufhin kurz nach 17 Uhr abgebrochen und vertagt.

Dieser Überfall der rechten Schläger und Handlanger der NPD setzt eine Reihe von Angriffen auf linke und nicht-rechte Menschen und Projekte in der Hansestadt fort. Gegen die massive Welle der rechten Gewalt, die Greifswald in diesem Jahr immer wieder erschütterte, hat sich ein antifaschistisches Bündnis zusammengeschlossen und ruft zur Teilnahme an der Demonstration „Zieht euch warm an!“ am kommenden Samstag den 10.12.2011 auf.

Antifademo Greifswald

-siehe auch: Ostsee-Zeitung: Abgrenzungsprobleme im Umgang mit der NPD

++UPDATE++

Wie in der Zwischenzeit bekannt wurde, befanden sich unter den gewalttätigen Neonazis auf der Zuschauertribüne bekannte NPD Abgeordnete und Fraktionsmitarbeiter. Die Geschehnisse sind mithin nicht als das Werk von Anhängern, sondern als Werk der NPD selbst anzusehen.

Pressemitteilung der Grünen im Kreistag

Mitteilung des NDR