Posts Tagged ‘KTV’

Lasagne stehlen

Freitag, März 15th, 2013

Nicht mehr ganz so frisch das Ding hier, aber wie so oft hängt dieses Science-Blog dem Auftreten seiner Gegenstände der unkonventionellen und illegalen politischen Bürger-Beteiligungsformen im so zum öffentlichen Raum im politischen Sinne transformierten Stadtteil hinterher.

Fantastische Welten

Sonntag, Juli 22nd, 2012

Als ich neulich eines morgens in der Doberaner Straße am Eckladen vorbei gegangen bin, in dem sich früher einmal der Naziladen ECC, dann Dickkoepp befunden hat, ertappte ich mich bei einem Klischee. In dem Geschäftsräumen befindet sich heute ein Laden in dem vor allem Fantasy-Spiele und -Romane verkauft werden. Sowohl der Verkäufer als auch die Jugendlichen die bereits zur morgendlichen Öffnung des Ladens vor der Tür warteten passten sehr gut in gerne bemühte und medial weiterverbreitete Vorstellungen von Außenseitern, die ganz in ihre exotischen Hobbies vertieft sind und zur sogenannten normalen Welt (-was auch immer das sein soll) auf Abstand bleiben. Nach ein paar weiteren Schritten die Straße entlang viel mir allerdings auf wie sehr meine eigene Wahrnehmung von klischierten Vorstellungen überformt ist. Die andere Seite ist, dass ich in meiner eigenen Schulzeit nicht besonders viel für sogenannte normale Leute übrig hatte (-wie auch immer die Kundinnen und Kunden des Ladens nun dazu stehen mögen). – Letztendlich, so habe ich mir dann gedacht, ist es außerdem eine sehr schöne Ironie dass an diesem Ort heute an Laden ist, dessen Waren sich schon dem Namen nach in irgendwelche Phantastischen Sphären abheben. Phantasie, die Möglichkeit Neues zu denken, anders zu denken – all dies zu bekämpfen ist ja gerade das ganze politische Programm unter den alten Ladeninhabern gewesen. Gut dass sie weg sind! Gut das heute dort die Gedanken aus der sogenannten echten Welt der normalen Leute entfliehen können!


„Die Lust der Zerstörung ist zugleich eine schaffende Lust!“ – Michail Alexandrowitsch Bakunin

Indymedia: Rostocker Soli-Sponti nach Naziangriffen in Berlin

Dienstag, Juni 28th, 2011

Nachdem von Neonazis in Berlin in der Nacht zum Montag mehrere Brandanschläge auf verschiedene linke Einrichtungen verübt worden sind, versammelten sich in der Hansestadt etwa 120 Menschen zu einer spontanen Solidaritätsdemonstration. Sie protestierten damit auch gegen einen Naziangriff in Greifswald, der sich in der Nacht zum Samstag ereignete. So wie es scheint, könnten NPD-Mitglieder in den Übergriff verwickelt sein.

Offenbar mitgebrachte Neonazikleidung wird am Rand der Demonstration in Brand gesteckt, Böller explodieren, benaglische Fackeln abgebrannt. Es ist ein recht martialisches Bild für die Anwohner des alternativ geprägten Stadteils Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV) (…Mehr lesen)

… auf ne Art.

Freitag, April 22nd, 2011

Ist echt schon teilweise Wahnsinn.

Die Neptun-Werft vor 7 Jahren

Dienstag, Januar 25th, 2011

…besser gesagt: Bilder von den Ruinen von vor 7 Jahren. Seit Ende der 1990er Jahre standen die Hallen leer. Seit 2008 befindet sich bekanntlich ein Einkaufszentrum in den Hallen. (Mehr über die Geschichte lesen)

Blick auf die Warnow (mehr …)

Streetart in Rostock

Montag, November 22nd, 2010

KTV in 20 Jahren#2

Montag, November 22nd, 2010

Teil 1

Das Bild zeigt den Imbiss am Werftdreieck in 20 Jahren. Durch die mit der Klimaveränderung einsetzenden Monsunzeiten ist die ganze Uferbebauung der Warnow flöten gegangen und dort befindet sich jetzt nur noch ein kleiner Palmenwald (Das ursprünglich auf der anderen Uferseite gelegene Gehlsdorf ist zu einer Bananenplantage umfunktioniert worden.). Der Imbiss am Werftdreieck hat sich erhalten. Die Bahnschienen sind allerdings weg, denn die Innenstadt ist jetzt eine Gated Community in der die Reichen leben, die den Rest in Elendsquartiere ausgesperrt haben, die ab der Höhe des (historischen) Thomas Müntzer Platzes beginnen. Der Imbiss liegt quasi in einer Grenzzone und wird vor allem von Security-Firmen frequentiert, die in unmittelbarer Umgebung angesiedelt sind.

:D

Dienstag, November 2nd, 2010

(Danke Speiche für das Bild!)

Sommer in Rostock

Sonntag, Oktober 31st, 2010

Nochmal Jahreszeit- bzw. Wetter-Bloggen nur eben in melancholisch: Impressionen aus den vergangenen wärmeren Monaten.

Nach dem Klick noch ein paar mehr Bilder aus dem Sommer. (mehr …)

Dahingeschmolzen

Sonntag, September 12th, 2010

Keine Ahnung wer, aus welchen Gründen, überall in der KTV und in benachbarten Straßenzügen Mülltonnen anzündet(, vermutlich sind es betrunkene Studenten auf dem Weg zu – oder von einer Party (viel passiert bspw. auf dem Weg aus dem Viertel zum ST-Club)). Aber die Ergebnisse der Zündelei haben eine ganz eigene ästhetische Qualität, wovon es bei LaPampa gerade eine Kostprobe gibt:

Die ganze Serie

Game Over!

Donnerstag, Juni 3rd, 2010

Diese Woche werden in der Doberaner Straße Sachen gepackt. Auf Nimmer Wiedersehen!!
(via)

Was da so im Laufe der Zeit draußen am Laden alles gemacht wurde, ist irgendwie Street-Art, auch wenn es alles sehr nach Jackson Pollock-mäßigem Action Painting aussieht. Bzw. „Action Painting“ bekommt hier eine andere neue Konnotation. Hehe

Politisches Plakat: Club Mate Remix

Dienstag, März 30th, 2010

In der KTV tauchen derzeit Club Mate-Lookalike Plakate auf, die zu Kampf gegen Bullen und Nazis aufrufen. Auch der Text der Club Mate Flaschen wurde liebevoll verändert. Ich hab mal eins davon fotografiert:

Leider finden die Anwälte der Loscher KG (Club Mate) das Dokumentieren, der hier in Rostock an allen Ecken und enden in der Öffentlichkeit rumhängenden Plakate nicht so lustig wie wir beim Parallaxe-Blog. Daher wurde das Bild entfernt.

Hier entsteht für sie demnächst…

Mittwoch, März 10th, 2010

Welche Phase der Gentrifizierung ist es gleich noch, wenn alle Neubauten im ansonsten komplett-sanierten Stadtteil ausschließlich Altersheime sind?

Mal im Ernst. In der Kröpeliner Tor Vorstadt sehen die Neubauten und Baustellenschilder so aus, als wenn die Bewohner_innen der Südstadt ne feindliche Übernahme vorhaben. Ein scheinbar ganz anderes Beispiel ist die Ulmenbar, oder wo sie mal war. Da sind nun ganz viele Studentenwohnungen gebaut worden. Aber was wollen die Leute eigentlich noch in dem Stadtteil? Hier wohnt bald nur noch alles voller Menschen die mitten im netten Kneipenviertel wohnen wollen, aber um 11 ist bitte schön Ruhe da unten auf der Straße und immer diese Jugendlichen, die die Mülltonnen umschmeißen.

Schneeschmelze in der KoTV

Samstag, Februar 20th, 2010

Derzeit ist Tauwetter, da stellt sich die Frage, was wird aus all dem Dreck den der Schnee aufgespeichert hat?

Nachdem es seit Januar trotz zwischenzeitlicher Tau-Perioden immer wieder zu neuen Schneefällen kam hatte sich eine ungewöhnlich hohe Schneedecke gebildet. Die Räumdienste kamen in Rostock den Aufgaben, die Straßen frei zu halten, überhaupt nicht mehr nach. Kleinere Straßen werden erst jetzt durch das Tauwasser von der dicken Eisschicht befreit, die sie wochenlang überzogen hat. Und mit diesem Tauwasser wird alles weggespült, was sich seit Januar im Schnee festgesetzt hat. Streusand, Splitt, Salz, Öl, Abgase und so weiter. Daher wird Schnee auch als besonderer Abfall betrachtet, der nicht einfach in Gewässer verklappt werden sollte. Nur in Rostock ist dies anders.

Schnee in der Warnow verklappt

Am Stadthafen im Bereich des Matrosen-Denkmals haben Räumdienste einen riesigen Berg mit Schnee aufgehäuft, der zuvor von den Straßen abgetragen wurde. Dieser Berg macht derzeit den Eindruck eines riesigen Haufens von Dreck. Doch dieser Dreck schmilzt nun langsam aber beständig. Und da der Berg bis in die vereiste Warnow hinein reicht, wird das schmelzende Schmutzwasser ungeklärt in die Warnow laufen. Das ist, wenn nicht gar ein Umweltskandal, so doch eine ganz große Unsinnigkeit, die da im Stadthafen verbockt wurde.

Hundekot und Gammelbingo in der KTV

Im Kleinen kann man das zugrunde liegende Problem des Schnees als Dreckspeicher auch in der KTV nachvollziehen. Hier werden nun durch die Schmelze unzählige Hundekothaufen freigelegt. Während die Mitte der Gehwege meist zu einer einzige Wasserpfütze geworden ist, tapsen Fussgänger_innen am Wegrand im Slalom um Kothaufen aller Größen und Farben. Das ist ärgerlich, wird aber dank der Schneemassen, die noch nicht getaut sind noch eine Weile so weitergehen.

Die vergleichsweise überdurchschnittlich lange Kälteperiode und die ausgiebigen Niederschläge haben tatsächlich offenbart, welche Folgen die Privatisierungen von kommunalen Unternehmen haben: Verantwortungsdiffusion beim Beräumen zum einen, durch Profitkalküle verschuldete Unfähigkeit zeitnah adäquat zu reagieren zum anderen.