Posts Tagged ‘Kunst’

Das Schöpferische am Photographieren ist dessen Überantwortung an die Mode.

Freitag, Januar 20th, 2012

(via)

Weil aber das wahre Gesicht dieses photographischen Schöpfertums die Reklame oder die Assoziation ist, darum ist ihr rechtmäßiger Gegenpart die Entlarvung oder die Konstruktion. Denn die Lage, sagt Brecht, wird „dadurch so kompliziert, daß weniger denn je eine einfache ‚Wiedergabe der Realität‘ etwas über die Realität aussagt.“

Walter Benjamin, Eine kleine Geschichte der Photographie

Cory Arcangel: 3 Klavierstücke Op. 11, No. 1

Dienstag, März 8th, 2011

Das hier ist aber sowas von dermaßen „Adorno hätte die Bullen gerufen“:

Cory Arcangel hat aus 170 Youtube-Videos mit Katzen und Pianos Ton für Ton Arnold Schönbergs „3 Klavierstücke Op. 11, No. 1“ nachgebaut.

(via De:Bug #150)

Von Mäusen und Menschen

Dienstag, März 1st, 2011

Hier geht es heute nicht um John Steinbeck, sondern nach Zwerg Nase und dem Immanenzzusammenhang um ein weiteres Beispiel in Sachen liebenswürdiger Schrulligkeit bei T.W. Adorno:

Aus: „Nichts unverwandelt“, im Teil über den Rätselcharakter der Kunst in der Ästhetischen Theorie

Von Mörike gibt es ein kleines Mausfallen-Sprüchlein. Beschiede man sich bei dem diskursiven Inhalt, so käme mehr nicht heraus als die sadistische Identifikation mit dem, was zivilisiertes Brauchtum den als Parasiten geächteten Tieren antut:

Mausfallen-Sprüchlein

Ein Kind geht dreimal um die Falle und spricht:

Kleine Gäste, kleines Haus.
Liebe Mäusin, oder Maus, (mehr …)

Fotografie und Psychoanalyse

Freitag, Oktober 22nd, 2010

„So wird handgreiflich, daß es eine andere Natur ist, die zu der Kamera als die zum Auge spricht. Anders vor allem dadurch, daß an die Stelle eines vom Menschen mit Bewußtsein durchwirkten Raums ein unbewusst durchwirkter tritt. Ist es schon üblich, daß einer vom Gang der Leute, sei es auch nur im Groben, sich Rechenschaft ablegt, so weiß er bestimmts nichts von ihrer Haltung im Sekundenbruchteil des Auschreitens. Ist uns schon im Groben der Griff geläufig, den wir nach dem Feuerzeug oder Löffel tun, so wissen wir doch kaum von dem, was sich zwischen Hand und Metall dabei eigentlich abspielt, geschweige wie das mit den verschiedenen Verfassungen schwankt, in denen wir uns befinden. Hier greift die Kamera mit ihren Hilfsmitteln, ihrem Stürzen und Steigen, ihren Unterbrechen und Isolieren, ihrem Dehnen und Raffen des Ablaufs, ihrem Vergrößern und ihrem verkleinern ein. Vom Optisch-Unbewussten erfahren wir erst durch sie, wie von dem Triebhaft-Unbewussten durch die Psychoanalyse.“ – Walter Benjamin

Das Zitat stammt aus Walter Benjamins berühmter Schrift „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ aus dem Jahre 1935. Den Kunstwerk-Aufsatz kann man sich, wenn man nicht lesen will oder schon gelesen hat, hier (nochmal) anhören. (via Audioarchiv)

Stupsi, Flupsi und Karbunkel entdecken eine total angesagte Theorie

Dienstag, Juli 6th, 2010

Teile 2,3,4 bei Youtube