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Fail: Ostsee-Zeitung mit peinlichen Recherche-Fehlern

Dienstag, Juli 19th, 2011

Laut Ostsee-Zeitung wurden am Montagabend in Toitenwinkel, in der Printausgabe auch in Dierkow drei Passanten von Unbekannten angegriffen:

Rostock (dpa/mv) – Eine Gruppe von etwa 30 schwarzgekleideten Vermummten hat in Rostock drei Passanten angegriffen und verletzt. Am Montagabend seien aus der Gruppe heraus zunächst Schottersteine auf die etwa zehn Meter entfernten Passanten im Alter von 21, 24 und 29 Jahren geschmissen worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Alle drei Männer wurden von den Steinen getroffen. Dann wurde der 24-Jährige niedergeschlagen. Er fiel zu Boden und wurde mit Füßen getreten. Alle drei Passanten erlitten Verletzungen im Gesicht und am Oberkörper. Eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus war aber nicht nötig.
Nach dem Angriff im Rostocker Stadtteil Toitenwinkel flüchteten die Vermummten in mehreren kleinen Gruppen. Die Fahndung nach ihnen verlief zunächst erfolglos. Geraubt wurde den drei Passanten nichts. Die Schottersteine, mit denen sie verletzt wurden, hatten die Angreifer mitgebracht.

In einem Bericht auf Indymedia und einer Pressemitteilung der antifaschistischen Kampagne Wake Up -Stand Up wird dagegen von einem Angriff von drei bewaffneten Neonazis auf eine Gruppe von Antifaschistinnen und Antifaschisten berichtet. Dort sind auch verschiedene Fotos vom Geschehen zu sehen, welche erhebliche Zweifel an der Darstellung der OZ aufkommen lassen:


Typische Passanten in der Martin Luther King Allee?

Aus den Berichten und den Bildern geht hervor, dass tatsächlich mindestens ein Nazi zu Schaden gekommen sein muss. Aber die Zeitungsmeldung würde sich ganz anders lesen, wenn in der OZ stünde: Bewaffnete Neonazis greifen zu dritt eine Gruppe von 70 Personen an und werden dabei selbst verletzt.