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Ein Gedanken zum Hype um die „Alternative für Deutschland“

Dienstag, April 16th, 2013

Bei Endstation-Rechts gibt es einen Artikel zur neu gegründeten Partei Alternative für Deutschland. Dort wird zwar auch geschrieben, dass es vor allem die Medien sind, die derzeit erheblichen Anteil am „Erfolg“ der AfD haben, dennoch versucht man das Thema mitzunehmen. Die folgende Passage zeigt allerdings wo beim ganzen Rummel vielleicht auch die Probleme liegen:

Mit ihrem Anti-Euro-Kurs scheinen die Macher der neuen Bewegung einen Nerv getroffen zu haben. Innerhalb weniger Wochen erklärten mehr als 7.000 Unterstützer ihren Eintritt in die Protestpartei. Deren Euphorie wird von aktuellen Umfragen getragen, die ein mögliches Potential auf rund 20 Prozent beziffern. Besonders die Junge Freiheit puscht die neuen Hoffnungsträger mit einem bislang kaum gekannten Artikeldauerfeuer.

Nun stellt sich nämlich die Frage, was die Alternative für Deutschland denn nun genau ist? Eine Partei, eine Protestbewegung oder eine Protestpartei? Bereits in der Vergangenheit hatte sich gezeigt, dass rechtspopulistische und rechtskonservative Initiativen die dank facebook und Co viral werden, zwar für einen kurzen Moment viel Aufmerksamkeit erlangen können, dass sich dies aber nicht auf die Straße übersetzt. Einstweilen ist es vermutlich nicht verkehrt abzuwarten, Tee zu trinken und an der treffenden Analyse und den richtigen Begriffen zu arbeiten.

Das Internet ist euer Feind!

Montag, November 28th, 2011

Sich in die Offline-Welt zu verkriechen funktioniert nur noch einige Jahre lang.

– alte chinesische Weisheit

Die TAZ hat einen interessanten Bericht über die technische Unterstützung des Protestes im Wendland. Oftmals werden die Piraten gescholten, sie hätten ein technokratisches und daher unpolitisches Verständnis von Politik. Die Aussage „Protest ist überflüssig, ohne die Öffentlichkeit, die ihn wahrnimmt“ zielt allerdings in Bezug auf das Politische auf etwas sehr wesentliches: Nicht die Stunden, um die die Einlagerung des Mülls in Gorleben verzögert werden, sind das Wichtige am Castor-Protest, sondern der politische Druck auf die Regierung, der entsteht, wenn der Öffentlichkeit die De-Legitimierung des Herrschaftshandelns – von exzessiver Polizeigewalt bis zu de facto Endlagerung ohne Gesetzesgrundlage – vorgeführt wird.

Papier vs. Netz vs. Papier – oder wie?

Donnerstag, April 8th, 2010

Auch noch gerade bei Spiegel Online gelesen: Daniel Haas ängstigt sich davor, dass künftig Blogger Bücher schreiben. Nebenbei werden mal wieder liebgewonnene Klischees über das Internet und über Blogs gepflegt.

Viel intelligenter hat das Verhältnis von Print und Netz die De-Bug im letzten Monat schon beackert. Ich fand das Cover der Ausgabe war fast das schönste, seit ich die Zeitschrift kaufe.