Posts Tagged ‘Nationale Sozialisten Rostock’

Gedenken an Mehmet Turgut und alle Opfer rassistischer Gewalt

Samstag, Februar 16th, 2013

Auch in diesem Jahr wird es im Rostocker Stadteil Toitenwinkel wieder eine Gedenkkundgebung für Mehmet Turgut und alle Opfer rassistischer Gewalt geben. Am 25. Februar 2004 hatten die Neonazis der rechten Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund im Neudierkower Weg Mehmet Turgut mit mehreren Schüssen hingerichtet.

25.02.2013// 15:30 Uhr// Neudierkower Weg// Rostock-Toitenwinkel

Golden Shower-White Power …oder Mitten im Leben in Rostock

Mittwoch, Januar 25th, 2012

Nach dem Buttersäure-Anschlag auf den Awiro e.V. platzen die Rostocker Nazis im Internet vor Spott und Häme. So war zumindest der Plan. Die immer neuen Kommentare und Artikel sind allerdings weit davon ab, eine Kette von immer niveauloser werdende Entäußerungen von Schadenfreude zu sein. Tatsächlich bietet sich ein anderes, sehr aufschlussreiches Bild, wenn die nationale Rachefantasie an der Tastatur mit den Autoren durchgeht. Man muss nicht besonders viel von Psychoanalyse verstehen, Zizek-Fan sein oder die Studien zum autoritären Charakter intensiv rezipiert haben, um zu sehen, dass die Art und Weise des Schreibens und Beschreibens eines fiktiven Geschehens von Kot-essen etwas Lustvolles hat. Ganz so, wie eine nicht unerhebliche Anzahl von Kinderschützern sich die sexuellen Übergriffe auf Minderjährige extrem detailliert ausmalen, so beschreiben die Nazis der NSR hier eine unterstellte Perversion und schieben sie auf einen ihrer politischen Gegner ab – weil sie selbst anders nicht zum Verbotenen vordringen können.

Und an dieser Stelle wird es traurig. Während aufgeklärte Menschen auch nach einem emanzipativen Sexualverständnis streben, dass nichts moralisch verurteilt, was im freiwilligen Einverständnis zwischen mündigen Partner_innen geschieht und nicht das leibliche und seelische Wohl Dritter gefährdet, verleugnen Nazis alles was von ihrer Ideologie abweicht als abnormal. Wenn die Lustbesetzung von Kot aber pervers ist und man selbst als Nationalist per se auf der Seite der Gesunden steht, dann können eben nur die Anderen pervers sein und die einzige Möglichkeit an ihren verbotenen Freuden teilzuhaben ist, sich obsessiv mit den Perversen zu beschäftigen.

Das Traurige ist natürlich, dass die armen Nazis auf diese Weise nie zu einer eigenen unmittelbaren Verschmelzung mit dem geliebten bzw. begehrten Objekt, in diesem Fall dem Kot vordringen können. Dies wiederum fördert die Aggressionen, derjenigen Frustrierten, die nie auf ihre Kosten kommen und sich die Welt als einen furchtbar ungerechten Ort vorstellen an dem die Ausländer immer die Frauen wegnehmen, die Homosexuellen einfach ungestraft Spaß haben dürfen, ohne sich um Volk und Familie zu kümmern und eben auch die Linken sich allen möglichen Lüsten hingeben, die dem arischen Kämpfer für die Sache seines Volkes verboten sind. Kurzum, man fühlt sich wie immer gefangen in der Opferrolle (- und das nicht ganz von ungefähr).

In diesem Sinne beibt dem Michael, dem Thomas, dem Danny, dem Daniel und auch dem David Norbert nur zu wünschen, dass sie sich – vielleicht zunächst im geschützten Ort, der abgeschlossenen Toilette z.B. – dem eigenen Kot zuwenden und ihn probieren. Und wenn es ihnen gefällt, dann können sie aussteigen, können alle ihre Kameraden verraten und es wird keinen Tag mehr geben an dem sie mit schlechtem Gewissen ihre Lüste auf andere projizieren müssen. Steigt aus! Damit ihr schon morgen kraftvoll zubeißen könnt! Die Welt würde zu einem friedlicheren, zu einem schöneren Ort für uns alle. In diesem Sinne: „Wer hat uns verraten? Nationaldemokraten! Wann hab ich’s gecheckt? Beim Baden im Natursekt!“

Mittwoch 25.01.2012: Antifaschistische Demonstration in Rostock

Dienstag, Januar 24th, 2012

Die Antwort auf den Buttersäureanschlag auf den Awiro e.V. vom Montagmorgen:

In der Nacht vom 22. zum 23. 01.2012 fand ein Anschlag auf das alternative Hausprojekt in der Niklotstraße 5/6 (KTV) statt. Die Täter verschütteten vor den Hauseingängen der Projekthäuser und vor dem Eingang des Cafes “Median” Buttersäure. Es ist offensichtlich, dass dies…er Anschlag durch Neonazis verübt worden ist. Bereits zahlreiche Anfragen des NPD-Abgeordneten David Petereit in der Rostocker Bürgerschaft sowie diverse Hetzartikel auf einschlägigen Internetseiten zeigen das herausstechende Interesse der Neonazis für das Hausprojekt.

Wir werden den Anschlag auf unseren Freiraum nicht unbeantwortet lassen. Wir werden neonazistische Gewalt niemals ignorieren oder sogar akzeptieren. Die Rostocker Innenstadt ist den Nazis schon lange ein Dorn im Auge, denn hier konnten sie noch nie Fuss fassen. Der alternative Charakter Rostocks ist auch das Ergebnis eines jahrzehntelangen Kampfes um alternative Freiräume. Diese müssen immer wieder neu erkämpft und verteidigt werden! Wir lassen sie uns von Nazis nicht kaputt machen! Dass Neonazis hier keinen Platz haben, zeigten bereits die vielfältigen, breiten und erfolgreichen Proteste gegen den ehemaligen Naziladen „East Coast Corner“ in der Doberaner Straße.

Beteiligt euch an der Demonstration und solidarisiert euch mit allen Betroffenen rechter Gewalt. Zeigen wir den Neonazis und ihren SympathisantInnen, dass das Viertel sich einig ist und keine rechte Gewalt oder Strukturen duldet!

Treffpunkt: 25.01.2012, 18 Uhr, Universitäts Platz, Rostock

Anschlag auf linkes Projekt in Rostock

Montag, Januar 23rd, 2012

Einem Bericht der Ostsee-Zeitung zufolge kam es in der Nacht von Sonntag auf Montag zu einem Buttersäure-Anschlag auf die Projekthäuser des Awiro e.V in der Niklotstraße 5/6.

Mehr Infos folgen sicherlich im Laufe des Tages in den üblichen Medien.

Update #1

Die Nazis der Nationalen Sozialisten Rostock waren in der Niklotstraße und versuchten Fotos zu machen. Bei Twitter vermelden sie „große Schadenfreude“.

Update #2

Der Artikel von Kombinat Fortschritt zum Thema.

Seit Montag: Welle der Gewalt im Wahlkampf der NPD

Mittwoch, Juli 20th, 2011

Nachdem am Montag drei stadtbekannte Neonazis im Rostocker Stadtteil Toitenwinkel versucht haben, eine Gruppe von antifaschistischen Jugendlichen anzugreifen, rollt nun eine Welle der Gewalt durchs Bundesland. Die NPD führt ihren schon das ganzen Jahr gewalttätig geführten Wahlkampf (Siehe hier, hier, und hier) auf eine neue Ebene.

Die Kampagne „Wake Up – Stand Up“ ruft deshalb in einer Pressemitteilung zur Solidarität mit den Betroffenen auf. Die zahlreichen Angriffe auf Büros demokratischer Parteien beweisen in dramatischer Deutlichkeit, dass es sich nicht um eine Auseinandersetzung unter extremistischen Jugendlichen handelt, sondern um den Kampf der Neonazis gegen alle, die nicht in ihr Weltbild passen. Entsprechend kann es nun nicht darum gehen, Betroffene dieser Gewalt zu diffamieren, sondern dem rechten Denken und den daraus folgenden Taten entschlossen den politischen Kampf anzusagen. (mehr …)

Fail: Ostsee-Zeitung mit peinlichen Recherche-Fehlern

Dienstag, Juli 19th, 2011

Laut Ostsee-Zeitung wurden am Montagabend in Toitenwinkel, in der Printausgabe auch in Dierkow drei Passanten von Unbekannten angegriffen:

Rostock (dpa/mv) – Eine Gruppe von etwa 30 schwarzgekleideten Vermummten hat in Rostock drei Passanten angegriffen und verletzt. Am Montagabend seien aus der Gruppe heraus zunächst Schottersteine auf die etwa zehn Meter entfernten Passanten im Alter von 21, 24 und 29 Jahren geschmissen worden, teilte die Polizei am Dienstag mit. Alle drei Männer wurden von den Steinen getroffen. Dann wurde der 24-Jährige niedergeschlagen. Er fiel zu Boden und wurde mit Füßen getreten. Alle drei Passanten erlitten Verletzungen im Gesicht und am Oberkörper. Eine stationäre Aufnahme im Krankenhaus war aber nicht nötig.
Nach dem Angriff im Rostocker Stadtteil Toitenwinkel flüchteten die Vermummten in mehreren kleinen Gruppen. Die Fahndung nach ihnen verlief zunächst erfolglos. Geraubt wurde den drei Passanten nichts. Die Schottersteine, mit denen sie verletzt wurden, hatten die Angreifer mitgebracht.

In einem Bericht auf Indymedia und einer Pressemitteilung der antifaschistischen Kampagne Wake Up -Stand Up wird dagegen von einem Angriff von drei bewaffneten Neonazis auf eine Gruppe von Antifaschistinnen und Antifaschisten berichtet. Dort sind auch verschiedene Fotos vom Geschehen zu sehen, welche erhebliche Zweifel an der Darstellung der OZ aufkommen lassen:


Typische Passanten in der Martin Luther King Allee?

Aus den Berichten und den Bildern geht hervor, dass tatsächlich mindestens ein Nazi zu Schaden gekommen sein muss. Aber die Zeitungsmeldung würde sich ganz anders lesen, wenn in der OZ stünde: Bewaffnete Neonazis greifen zu dritt eine Gruppe von 70 Personen an und werden dabei selbst verletzt.

Jagd auf den Yeti

Freitag, Januar 7th, 2011

Bald ist es wieder soweit und junge Naturforscher_innen aus dem ganzen Land werden nach Dresden pilgern, um dort dem Schneemenschen nachzustellen. Letztes Jahr konnte der aufgescheuchte Yeti erstmals in freier Wildbahn fotografiert werden.

In freudiger Erwartung müssen wir noch ein wenig ausharren.

Toy Story

Freitag, November 12th, 2010

Weshalb Nazis auf dem kultruellen Feld extrem angreifbar sind, kann man nachvollziehen, wenn man sich den Link wieder funktionstüchtig macht. Nazi HipHop, ich pack mich weg!! 😀

hxxp://www.pcrecords.net/MP3s/Fremdproduktionen/SZU2.mp3

9.November

Dienstag, November 9th, 2010