Posts Tagged ‘Nationalsozialistischer Untergrund’

2004/2014 – Vor 10 Jahren wurde Mehmet Turgut in Rostock von Neonazis ermordet

Mittwoch, Februar 19th, 2014

In diesem Jahr jährt sich der Mord an Mehmet Turgut zum 10. Mal. Das Gedenken am Tatort wird am 25. Februar im dritten Jahr nach dem Auffliegen des Nationalsozialistischen Untergrundes mit einer offiziellen Einweihung eines Gedenkortes erstmals auch von Seiten der Stadt Rostock durchgeführt. Die Zahl der Artikel rund um das Datum des 25. nimmt bereits zu. Im Vergleich zu vergangenen Jahren finden deutlich mehr Veranstaltungen statt.

Auch im Peter Weiss Haus wird sich des Themenkomplexes Gedenken in Rostock mit eienr Veranstaltung angenommen, deren Vorankündigung verspricht das Agieren der Stadt, die rassistischen Diskurse um das Erinnern aber auch die Rolle linker- und zivilgesellschaftlicher Akteure kritisch in den Blick zu nehmen:

19 Jahre nach dem Pogrom von Lichtenhagen stand Rostock wieder als Tatort rassistischer Gewalt in den Schlagzeilen. Die Selbstenttarnung des NSU und das Bekanntwerden der Umstände des Mordes an Mehmet Turgut drängten der Stadt sowie der gesamten Gesellschaft eine neuerliche Auseinandersetzung mit Rassismus auf. Seitdem hat sich eine Debatte um die Institutionalisierung eines Gedenkens entsponnen. Diese beinhaltete zunächst Forderungen nach einer Straßenumbennung und Einrichtung eines Gedenkortes, war aber vor allem auch nicht frei von rassistischen Äußerungen und Denkmustern.
Zum 10. Todestag von Mehmet Turgut hat die Stadt Rostock einen offiziellen Gedenkort geschaffen und versucht sich erstmals an einer eigenen Gedenkveranstaltung am Tatort in Toitenwinkel. Am Vorabend des 25. Februars lädt die Initiative „Mord verjährt nicht!“ zu einem Vortrags- und Diskussionsabend ins Peter-Weiss-Haus ein. Im Rahmen der Veranstaltung wird aus Quellenmaterial das Zusammenspiel der Akteure von kritischer Zivilgesellschaft, Medien und Lokalpolitik in der Auseinandersetzung um ein würdiges Gedenken nachgezeichnet. Hierbei liegt ein besonderer Fokus auf dem zögerlichem Agieren der Stadt, den rassistischen Ausfällen in der Debatte aber auch der unzureichenden Interventionen antirassistischer – und antifaschistischer Akteure.

Report Mainz über V-Leute und ihre Tätigkeiten

Mittwoch, April 3rd, 2013

Der kommende NSU-Prozess wirft seine Schatten voraus, wir dürfen sicherlich alle gespannt sein, was demnächst noch so alles medienwirksam herausgehauen wird.

Nichts hören, nichts sehen, nichts schreddern?

Mittwoch, Februar 20th, 2013

Das Innenministerium legte gestern den Fraktionen des Landtages einen Bericht zu den Ermittlungen über Verbindungen des NSU nach Mecklenburg Vorpommern vor. Darin behauptet Caffiers Behörde unermüdlich, dass es keine Hinweise oder Kenntnisse über Verbindungen des NSU ins Bundesland gäbe. – Andrea Röpke meldet dazu im Blick nach Rechts einige Zweifel an.

Gedenken an Mehmet Turgut und alle Opfer rassistischer Gewalt

Samstag, Februar 16th, 2013

Auch in diesem Jahr wird es im Rostocker Stadteil Toitenwinkel wieder eine Gedenkkundgebung für Mehmet Turgut und alle Opfer rassistischer Gewalt geben. Am 25. Februar 2004 hatten die Neonazis der rechten Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund im Neudierkower Weg Mehmet Turgut mit mehreren Schüssen hingerichtet.

25.02.2013// 15:30 Uhr// Neudierkower Weg// Rostock-Toitenwinkel

KF: Protest bei Podiumsdiskussion an Universität Rostock

Freitag, Januar 18th, 2013

Ausführlicher Beitrag bei Kombinat Fortschritt über die Störung eines Auftrittes des Verfassungsschutz MV bei einer Podiumsdiskussion an der Universität Rostock.

Auf Nachfrage des ehemaligen Ausländerbeauftragten und Lichtenhagen-Zeitzeugen Wolfgang Richter zu rassistischen Ermittlungsansätzen der zuständigen Behörden antwortete Flenker, dass Rassismus ihm fern läge, schließlich sei sein Nachbar ein türkischer Gemüsehändler und deshalb könne er die Angehörigen verstehen. Auf die Nachfrage aus dem Publikum was denn geschähe, wenn der Verfassungsschutz abgeschafft würde antwortete Flenker, dass der Gesellschaft ein Frühwarnsystem verloren gehen würde – Frühwarn(!)system muss in den Ohren der Angehörigen und Freunde der 10 Mordopfer wie Hohn klingen. Aber was zählt in dieser Gesellschaft und dieser Behörde das Empfinden der Angehörigen?
Einen weiteren Tiefpunkt erreichte er, als er die Fehler des VS mit den Worten relativierte, dem Finanzamt würden bei der Steuererklärung eben auch Fehler passieren.

Gedenkkundgebung in Rostock Toitenwinkel

Dienstag, Februar 28th, 2012