An einer Ausfallstraße geht kurz vor dem Ortsausgangsschild der „Wald-Weg“ ab. Die kleine Straße mit den Straßenschäden führt in eine Siedlung von kleinen zweistöckigen Einfamilienhäusern die zu DDR Zeiten gebaut wurden. Vor jedem Häuschen gibt es einen Vorgarten, hinten auf der Terasse versammelt man sich im Sommer zu Grillfeiern. Es ist ruhig in Güstrow-Dettmannsdorf. Außer einigen Rentnerinnen sind kaum Menschen auf der Straße unterwegs. Das erste Gebäude gleich neben der Abzweigung von der Ausfallstraße ist das alte Internat der Deutschen Bahn. Auf der von Wind und Wetter mitgenommenen Fassade kann man das ausgeblichene Firmenlogo erkennen. Aus dem Jägerzaun rund um das Gebäude sind die Latten herausgebrochen worden. Fenster und Türen des Hauses sind mit Brettern verrammelt und zugenagelt. Etliche Jahre liegt die letzte Renovierung dieses Hauses zurück das bereits zu Zeiten der DDR errichtet wurde. Hier, in dieses Haus am Rande der Stadt sollen die Flüchtlinge einquartiert werden. Dagegen machten unmittelbar nach dem ersten Bekanntwerden dieses Planes eine Gruppe von Anwohner_innen Front.
“Ich habe nichts gegen Ausländer. Aber…“ ‘Was ist los in Güstrow-Dettmannsdorf?’ weiterlesen

Am Samstag den 23. März ruft die NPD zu einer Demonstration nach Güstrow auf. Die Neonazis wollen dort gegen eine geplante Unterbringung von Flüchtlingen hetzen. Bei bekanntwerden der Pläne zur Unterbringung war es in der näheren Umgebung des möglichen Heimgebäudes bereits zu rassistischen Äußerungen gekommen. So hatte eine lokale Bürgerinitiative einen offenen Brief veröffentlicht der kein noch so dummes rassistisches Klischee ausgelassen hat. Offensichtlich geht die NPD davon aus, dass sich unter diesen Bedingungen leicht solche Stimmungen anfachen und mit dem Auftreten als Kümmerer die Bürger_innen vor Ort gut angesprochen werden können. – Linke Gruppen aus dem Bundesland rufen dazu auf den Naziaufmarsch nicht ungestört laufen zu lassen.
(Bild via Kombinat Fortschritt)




Letzte Kommentare