Posts Tagged ‘NSG’

Ein Angriff auf Eine_n ist ein Angriff auf Alle!

Freitag, Mai 4th, 2012

Heute Nacht wurden in Mecklenburg Vorpommern verschiedene linke und nicht-rechte Projekte von Neonazis angegriffen. Neben dem Peter Weiß Haus in der Kröpeliner Tor Vorstadt von Rostock und dem Ikuwo in Greifswald traf es auch den Demokratieladen in Anklam.

Am weitesten rekonstruiert scheint bislang der Tahergang in Greifswald. In der Goethestraße, wurden gegen 4 Uhr zwei Vermummte gesehen, die mit Hilfe eines Feuerlöschers die Hausfassade des IKUWOs großflächig mit rotbrauner Farbe beschmierten und im Eingangsbereich des Hauses Buttersäure verteilt haben.
Das Fleischervorstadt-Blog berichtet, dass nach den Beschreibungen von Augenzeugen die Täter im Umfeld der Nationalen Sozialisten Greifswald (NSG) vermutet werden. Laut der Beobachtung eines Gastes soll das IKUWO bereits vor der Tat von einer dritten Person, die ebenfalls dem Umfeld der NSG zugeordnet wird, ausgespäht worden sein.
Dass die Polizei selbst angesichts des Organisierungsgrades der jüngsten Taten (die offensichtlich keine zufälligen Suff-Aktionen gewesen sind) irgendetwas ermitteln wird, bezweifelt man derweil in Greifswald. Eine Sprecherin des Ikuwo äußerte sich in einer Pressemitteilung wie folgt: “Wir fragen uns, ob die Neonaziszene in Greifswald wirklich so groß ist, dass die Polizei jeglichen Überblick verliert, oder ob sie kein Interesse an der Aufklärung der Taten hat”. Ein Brandanschlag auf das Ikuwo vor einem Jahr ist bis heute unaufgeklärt geblieben

Know Our Enemy!

Vor einem solchen Hintergrund ist auch in Rostock verstärkte Aufmerksamkeit im Stadteil geboten. Bereits in der Vergangenheit sind in anderen Zusammenhängen mehrfach Hinweise über Neonazis veröffentlicht worden, die sich auch regelmäßig im Stadtteil aufhalten.

Buttersäure auch in Anklam

Der Demokratieladen in Anklam ist ein Veranstaltungs-, Ausstellungs- und Begegnungsstätte für Bürger_innen der Region. Gleichzeitig hat hier die Geschäftsstelle vom Bildungsprojekt zur Entwicklung demokratischer Kultur und des Vereins „Demokratisches Ostvorpommern-Verein für politische Kultur e.V.“ ihren Sitz. Die Neonazis haben also bei ihren Attacken keineswegs nur „Linke Läden“ angegriffen. Träger des Bildungsprojekts ist die Landeszentrale für politische Bildung Mecklenburg-Vorpommern (LpB). Die Attacken zeigen wie bereits die zahllosen Angriffe auf Bürgerbüros aller demokratischer Parteien von CDU bis Linkspartei, dass Nazis weiterhin eine Gefahr darstellen, und dass diese Gefahr alle in unserer Gesellschaft etwas angeht. Sie lassen den Bürgerinnen und Bürgern in Mecklenburg Vorpommern gar keine andere Wahl als mit eigenen Augen anzusehen, dass rechte Gewalt jeden und jede treffen kann.

Aufräumen und Weitermachen in Rostock – Freigarten weiterhin offen!

(Bild via)

Nach Auskunft des PWH, ist der Freigarten weiter geöffnet. Alle weiteren Veranstaltungen werden ab morgen wie geplant stattfinden. Die Offene Kinder- und Jugendarbeit soll kurzzeitig geschlossen bleiben. Das Peter Weiss Haus versteht sich nach eigener Aussage als offener Ort für Engagement und wird sich weiterhin gegen neonazistische Tendenzen einsetzen. So wie sich die Menschen vom PWH mit den weiteren von Anschlägen betroffenen Menschen und Orten solidarisch erklären, liegt es auch an dir und mir nun solidarisch zu sein, Unterstützung zu zeigen, Ohren und Augen nach Support-Aktionen offen zu halten. Ein Angriff auf Eine_n ist ein Angriff auf Alle!

Achtung! Nazis an der Uni!

Montag, März 12th, 2012

Drüben beim Fleischervorstadtblog gibt es einen Beitrag des Deutschlandradios zu Neonazis an deutschen Universitäten. Dabei wird auch auf das Greifswalder Beispiel eingegangen.

Not just the economy – Warum es bei der NSG an viel grundsätzlicheren Dingen scheitert

Dienstag, September 20th, 2011

Verschüchtert und verspätet legte die „nationale Hochschulgruppe“ aus Greifswald den Rest ihres auf Halde geschriebenen Projektes zur Kritik der Antifa-Kampagne „Keine Stimme den Nazis in MV“ vor. Das erklärte Ziel der NSG ist es gewesen, das Bündnis „Wake Up Stand Up“ zu enttarnen und zu widerlegen. Dieses hochgesteckte und ehrgeizige Ziel haben sie nicht nur beim ersten, sondern auch beim zweiten, dritten und vierten Anlauf wieder verpasst. Das Infoportal Kombinat Fortschritt hat daraufhin einen Text veröffentlicht, der den Nazis vorrechnet, warum eine raumorientierter nationaler Sozialismus nicht funktionieren kann. Allerdings haben die Texte der „nationalen Hochschulgruppe“, dem Ein-Mann-Projekt des zugezogenen Studenten Markus G. sehr viel grundsätzlichere Schwächen. (mehr …)

Komfort, Ludendorff und Die Freiheit?

Dienstag, August 30th, 2011

Die Google-Anzeigen bei Blogsport sind mal wieder zu Scherzchen aufgelegt. Den Text vom Kombinat Fortschritt kann man sich aber ruhig in Gänze geben. Es geht um die Nationalen Sozialisten Greifswald, welche derzeit die antifaschistische Kampagne Wake Up – Stand Up entlarven wollen. Der erste Schuss ging dabei aber mal wieder in die eigene Hose. Köstlich!!

Indymedia: Protest nach brutalen Naziangriff in Greifswald

Sonntag, Juni 26th, 2011

Wieder und wieder sausen die Schlagstöcke durch die Luft. Mit Teleskopschlagstöcken aus Stahl prügeln sie auf seinen Kopf, in sein Gesicht. Schwer gezeichnet von dem Überfall wird er ins Krankenhaus gebracht. Aufatmen – wenigstens ist er ansprechbar. Ob bleibende Schäden zurückbleiben werden, wird sich erst in den nächsten Tage herausstellen. Drei Neonazis, die zuvor Aufkleber verklebten und ein Hakenkreuz an eine Häuserwand schmierten, warteten nur auf ihn. Als er um eine Ecke biegt, stehen sie plötzlich vermummt vor ihn und beginnen mit dem Angriff.Am Tag darauf versammeln sich rund 200 Menschen, um gegen den neuerlichen Angriff von Nazis zu protestieren.

Siehe auch: blog.17vier.de: Nach rechtem Angriff: Kundgebung gegen Nazigewalt in Greifswald

1. Mai Greifswald – Zum Stand der Dinge

Donnerstag, April 7th, 2011

Eine Zusammenfassung des bisherigen Standes der Gegenaktionen sowie Infos über aktuelles Geschehen in Greifswald gibt ein Artikel bei Indymedia.

Den Aufruf vom Bündnis Greifswald Nazifrei gibt es hier.