Posts Tagged ‘Partizipation’

Was man vom Plattenbau lernen kann

Donnerstag, Juli 25th, 2013

Die FAZ hat einen guten Artikel darüber, wie eine Umorientierung vom Durchgestalten des Raumes -vorgestellt als ein leerer Container – hin zu einem Kennenlernen des Raumes als Geflecht sozialer Beziehungen dazu beitragen könnte, dass man bei Infrastrukturprojekten und Stadtplanung auf so dumme Denunziationen wie „Wutbürger“ verzichten kann… wenn man zunächst erstmal zuhört.

[M]an [spricht] von „Implementierungsproblemen“, wenn man Projekte wie Energiewenden, neue Bahnhöfe oder Flughäfen umsetzen will und sich darüber wundert, wenn die Leute diese Veränderungen manchmal gar nicht wollen. Die modernste Version sozialtechnokratischen Denkens heißt „die Menschen mitnehmen“, und da kommt die Frage gar nicht erst auf, warum zum Himmel ebendiese Menschen denn wohl von irgendwem mitgenommen werden wollten. Stattdessen sprechen die unerbetenen Mitnehmer von „Wutbürgern“ oder „Nimbys“ („Not-in-my-Backyard“), wenn ihre Beglückungen frecherweise einfach abgelehnt werden. Dabei wären Stadtsanierungsvorhaben genauso wie Energiewenden viel leichter zu realisieren, wenn man einfach davon ausginge, dass diejenigen, die irgendwo wohnen, die Experten für die Strukturen ihrer Lebenswelt sind, während die Planer als fremde Besucher zunächst einmal keine Ahnung von den Kompetenzen und Sozialformen vor Ort haben.

Lasagne stehlen

Freitag, März 15th, 2013

Nicht mehr ganz so frisch das Ding hier, aber wie so oft hängt dieses Science-Blog dem Auftreten seiner Gegenstände der unkonventionellen und illegalen politischen Bürger-Beteiligungsformen im so zum öffentlichen Raum im politischen Sinne transformierten Stadtteil hinterher.

What the Frack?

Mittwoch, Februar 27th, 2013

Will die Bundesregierung mit der Entscheidung zum Fracking kurz vor dem zu befürchtenden Machtwechsel im Herbst schnell noch Mal nen Großprojekt durchknüppeln, welches im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern keine Zukunft hätte? Oder wollen Rösler und Altmaier sicher bloß gehen, dass sie den ihnen nervig gewordenen eigenen Job im Herbst endlich an die Grünen abgeben können? Oder können diese Parteien einfach von Haus aus nicht die richtigen Konsequenzen aus Debakeln wie S21 und dem Berliner Großflughafen lernen?