Posts Tagged ‘Polizeibrutalität’

Es ging nie nur um Bäume

Donnerstag, März 13th, 2014

A documentary by Sabine Küper-Büsch and Thomas Büsch about the culture of capuling during the protests in Turkey in the summer of 2013.

Tear Gas and Graffiti from InEnArt on Vimeo.


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Berkin Elvan von Polizei ermordet

Mittwoch, März 12th, 2014

In der Türkei gibt es wieder Proteste nachdem der 14 Jahre alte Berkin Elvan nach neun Monaten im Koma im Krankenhaus gestorben ist. Die Polizei hat Berkin mit einem Tränengaskannister in den Kopf geschossen.

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DE | ‪#‎Todinistanbul‬ #BerkinElvan , ein 14 jaehriger Junge, ist heute im Koma gestorben. Er wurde am 16 Juni von einem 850gr. Traenengaskanister am Kopf getroffen. Er war nicht gekommen um zu protestieren, sondern kaufte ein Brot im Laden und war auf dem Weg nach Hause. Seit heute Morgen werden die Menschen, die zum Krankenhaus gekommen sind, um ihr Beileid auszusprechen, wieder von Gaskanistern bombardiert. Die Gassbomben werden teilweise auch ins Krankenhaus geschossen. Ein weiterer Mann wurde bei diesen Attacken am Kopf getroffen und schwer verletzt- er ist derzeit bewusstlos. Lasst alle wissen, was hier los ist! Der Staat laesst morden ohne mit der Wimper zu zucken!
[…]

Ruhig Brauner! Den Ausnahmezustand des #Gefahrengebietes verstehen

Mittwoch, Januar 15th, 2014

Wenn Polizei und Militärs anfangen philosophisch zu werden, wird mir immer Angst und Bange. Einschlägige Beispiele stellen ja Donald Rumsfelds Unbekanntes Unwissen oder die Deleuze-Rezeption der israelischen Armee im Häuserkampf in Gaza dar.

Der Stein und das Nichts

Beim Debattenmagazin The European wird ein aktueller Fall, nämlich das Hamburger #Gefahrengebiet und die dortigen „Angriffe aus dem Nichts“ behandelt:

Gegen „Angriffe aus dem Nichts“ sollen verschiedene Vollstreckungsbeamte künftig geschützt werden. Vermutlich ist das nur eine unbedachte Formulierung, denn zum einen hat bisher noch kein einziger Straftatbestand irgendjemanden vor einer Tat geschützt, zum anderen sind Angriffe aus dem „Nichts“ sicherlich nicht wörtlich zu verstehen. Kein Angreifer kann sich im Nichts befinden. Das Strafgesetzbuch ist ja kein existenzialistisches Philosophiebuch, das sich mit dem Nichts auseinandersetzt.

A propos Philosophie, zu einer Demonstration am Samstag in Hamburg ruft übrigens das nach Henri Lefèbvres Konzept benannte Netzwerk „Recht auf Stadt“ gegen die Carl Schmitt-Fans im SPD-geführten Hamburger Senat auf. Den Aufruftext gibt es hier. Gegen die Enteignung der Philosophie durch die Herrschaft lässt sich allein andenken, eine andere Form des Wissens kann aber auch in der kollektiven Praxis erfahren werden.In diesem Sinne!

Satire zu #Gefahrengebiet

Dienstag, Januar 7th, 2014

One doesn’t simply walk into the Gefahrengebiet

Möglicherweise gerade weil, die sogenannten seriösen Medien lange unkritisch Polizeipressemitteilungen wiedergekäut haben reagiert das Netz auf seine ureigene Weise mit Spott und Hohn auf die Ereignisse im #Gefahrengebiet Hamburg.

Auf der Seite Urbanshit.de gibt es zahlreiche Karten Mashsups die das Gefahrengebiet aufs Korn nehmen.

Auch bei Twitter finden sich unter dem Hastag #Gefahrengebiet nicht nur Berichte aus der Dangerzone, sondern auch bissige und zynische Kommentare zum Ausnahmezustand in Hamburg.



Und auch drüben beim Kombinat-Fortschritt haben sie eine Satire gebastelt um einigen offen gebliebenen Fragen nachzugehen: #Gefahrengebiet, meine Perle du supersichere Stadt.

Das Gesetz zum Schutz der Bürger

Sonntag, Dezember 29th, 2013

Und wieder Staatsbürgerkunde, diesmal aus Spanien. Im Video ist zu sehen wie sich Polizeikräfte ordnungsgemäß gegen “Beleidigungen, Nötigungen, Belästigungen und Bedrohungen” zur Wehr setzen, wie gewaltbereite Störer ihre politischen Ziele mit Gewalt durchsetzen wollen und wie dies zum Schutz der Bürger natürlich unterbunden werden muss. Diese erreicht ja, wie man so hört auch in Deutschland eine Dimension, die einen Schusswaffengebrauch situationsbedingt wahrscheinlich machen könnte.

Was nicht passt, wird passend gemacht.

Samstag, Dezember 21st, 2013

Die von der ARD abgeschriebene Pressemitteilung der Polizei zum heutigen Angriff auf die Flora-Demonstration:

Die Polizei löste die Veranstaltung auf. Grund seien massive Angriffe auf Beamte gewesen, sagte eine Polizeisprecherin.

Was wirklich geschah:

#occupygezi

Dienstag, Juni 11th, 2013

Die polizeiliche Intervention im öffentlichen Raum besteht nicht zuerst darin, die Demonstranten (polizeilich) aufzurufen [interpeller], sondern Demonstrationen aufzulösen. Die Polizei ist nicht das Gesetz, das das Individuum aufruft (das „He, Sie da!“ von Althusser), es sei denn, man würde es mit religiöser Unterwerfung verwechseln. Sie ist zuerst Erinnerung an die Evidenz dessen was es gibt, oder dessen, was es nicht gibt: „Weiterfahren! Es gibt hier nichts zu sehen.“ Die Polizei sagt, dass es auf einer Fahrbahn nichts zu sehen gibt, dass es nichts zu tun gibt, als dort weiter zu fahren. Sie sagt, dass der Raum der Verkehrsbewegung nur der Raum der Verkehrsbewegung ist. Politik besteht darin, diesen Verkehrsraum in den Raum der Demonstration eines Subjekts umzuwandeln: Volk, Arbeiter, Bürger. Sie besteht darin den Raum umzugestalten, dasjenige, was es dort zu tun, zu sehen, zu benennen gibt. – Jacques Rancière

In Istanbul geht es heute wieder krass ab. Die Polizei hat den Taksim-Platz geräumt und den Gezi Park angegriffen. Es wird wieder massiv auf Kopfhöhe mit Tränengaskanistern geschossen, viele Menschen wurden verletzt. Über 70 Protestierende Anwälte wurden brutal aus einem Gerichtsgebäude rausgeprügelt und wegverhaftet. Die Kleidungsstücke der Anwälte war zerrissen, die Polizisten hatten ihre Identifikationsnummern zuvor abgeklebt um unerkannt wüten zu können. Die Fussballfans von Besiktas rufen zu um 19 Uhr alle Menschen in den Gezipark.

Regelmäßige Infos auf Deutsch gibt es hier: Gezipark Ticker

Black Block Dokumentation

Montag, März 12th, 2012

Genoa 2001: As the G8 Summit drew to a close and the press and politicians departed, 300 riot police stormed the Diaz School looking for members of the infamous Black Block. They found instead young activists, mostly students, teenagers and journalists from around Europe preparing to bunk down in the school gym. Undeterred, they unleashed a calculated frenzy of violence, beating young and old, male and female indiscriminately. Those seriously injured were rushed to the hospital in ambulances, though soon after they were forced to join those who had been arrested and driven to a detention centre and subjected to further abuse and degradation.

Amnesty International called the result of the subsequent trials of the police officers involved „The most serious suspension of human rights in western country since the second world war.“