Posts Tagged ‘Postmoderne’

Lady Gaga-Hardcore

Freitag, Januar 6th, 2012

Ich beschäftige mich so gut wie garnicht mehr mit Hardcore, höchstens der Melancholie halber gibts ab und an ein wenig Spät-90er Screamo, wenn ich angetrunken vor Youtube hängen bleibe. The Oklahoma Kid habe ich demzufolge auch nicht durch ein Konzert entdeckt, sondern durch die Jungs, die die Musik machen. Durch das Straßenbild sozusagen. Rein musikalisch könnte man kurz und knapp sagen, dass es sich um ganz ordentliches Geschreihe handelt. Schaut man sich die Musiker an, ist man verleitet dem Gemüse-Metal ein neues Subgenre anzudichten: Lady-Gaga-Hardcore. Wie gesagt, hat das nicht soviel mit der Musik selbst zu tun. Die bezeichnen sie selbst als Deathcore und ich würde sagen das geht als Beschreibung in Ordnung. Was ich meine ist, die subkulturelle Inszenierung der Bandmitglieder, die mit extrem chamäleonhaft zumindest ein wenig beschrieben ist. Im Grunde zeichnet das alle subkulturellen Stile aus, dass sie aus einer Bastelei verschiedener Elemente zusammengesetzt sind, die durch diese Bastelei einen neuen Kontext und damit einen neuen Sinn erhalten. Was mich bei dieser Band aber fasziniert hat, ist die Geschwindigkeit mit der sich der Stil verändert. Noch bevor jemand das Wort „Hipster“ aussprechen haben die ihre Inszenierungen schon wieder drei Runden weitergedreht. Kein Statement ohne doppelt und dreifache Ironien. Man muss verdammt viel wissen, um heutzutage Eindruck zu machen – so scheint es. Dazu passt dann, dass um die üblichen Bandpages auf veschiedenen Social-Networks noch eine ganze Reihe von Foto-Blogs aufgestellt wurde, in denen man sich noch einmal -bloß anders- als Künstler darstellen kann. Dabei sind diese Typen, allen gewollt hässlichen Accessoires zum Trotze, weit davon ab merkwürdige Aussenseiter zu sein. Furchterregende Posterboys und Agenda-Setter trifft es schon eher. Denn: wer soll da noch mithalten?
Das klingt jetzt alles vielleicht ein wenig negativ, so ist es aber nicht gemeint. Skateboardfahrende dürre Jungs mit Faible für analoge Fotografie und Künstlerschnösel-Outfit sind mir allemal lieber als die Schweinemast Fraktion mit aufgpumpten „Ohne Präperate, keine Resultate“-Armen für die Beatdown kein Proleten-HC Subgenre, sondern Umschreibung ihres Tanzstils ist, violent dancing ohne dancing halt.

L’Etat et moi

Donnerstag, Februar 3rd, 2011
Blumfeld - L'Etat et moi (Mein Vorgehen in 4-5 Sätzen)

De:Bug: Blog House

Freitag, Januar 28th, 2011

Ein Überblicksartikel über die beschleunigte Aufmerksamkeitserzeugung in Zeiten immer flüchtigerer Trends und neu wuchernden Stilentwicklungen. Wenn man sich das Interview in derselben Zeitung mit Salem durchliest oder diesen Mix von Hype Williams beim FACT Magazine anhört, dann wird man das Gefühl nicht los, dass diese Leute die aufgekratzte Hypemaschinerie gründlich verarschen, weil sie wissen, dass sie jeden Schrott verbreiten können und irgendwer das dann in jedem Fall als den neuen heißen Scheiß schluckt.

Zizek und das Politische

Samstag, Juli 17th, 2010

Philosophische Audiothek via Audioarchiv

…über Žizeks Interpretation des Christentums, der Subjektivität, dessen Kritik an der Demokratie und dem Kapitalismus und dessen Rezeption in den USA.

Download

Interessant!

Donnerstag, Juni 17th, 2010

Gerade bei Planet Blogsport gelesen:

Der Verlag Turia + Kant bietet auf seiner Website eines der wichtigsten Bücher zur Debatte zwischen Poststrukturalist_innen und Hegemonietheoretiker_innen zum Download an. Der von Oliver Marchart herausgegebene Band Das Undarstellbare der Politik. Zur Hegemonietheorie Ernesto Laclaus (Wien: Turia + Kant, Wien 1998) versammelt Beiträge von Judith Butler, Simon Critchley, Ernesto Laclau, Slavoj Zizek und anderen zum Konzept radikaldemokratischer Hegemonietheorie. Ernesto Laclau hatte das Konzept zunächst mit Chantal Mouffe in Hegemony and Socialist Strategy. Towards a Radical Demcratic Politics entwickelt.
Neben Contingency, Hegemony, Universality: Contemporary Dialogues On The Left ist Das Undarstellbare eigentlich der Band in dem Fragen der Theoriepolitik aus dem Umfeld des Poststruk am fundiertesten abgehandelt werden.

(via)

Slavoj Zizek – Living in the End Times

Sonntag, Juni 13th, 2010

Ist Rebellion mittlerweile überflüssig – Anmerkungen zum „neuen“ Heuler-Magazin

Samstag, Juni 12th, 2010

„Die fast unlösbare Aufgabe besteht darin, weder von der Macht der anderen, noch von der eigenen Ohnmacht sich dumm machen zu lassen.“ T.W. Adorno

Der Heuler, „Das Studentenmagazin der Uni Rostock, erschien im Mai in einem neuen Layout. Beim letztjährigen Pro Campus – Presse Award ist man unter den ersten fünf gelandet, doch auf diesen Lorbeeren sollte sich nicht ausgeruht werden- so heißt es im Editorial. Der Heuler ist ja eine dieser Publikationen, die man aus absoluter Langweile mal durchblättert, wenn sie irgendwo im Seminarraum rumliegen. Das neue Layout sieht da alles in allem wirklich mal interessant aus. Das Studentenmagazin kommt nach der Aufhübschung fast wie ein Hochglanz Popkultur-Magazin der besseren Sorte rüber.

Doch die beste Form kann einen schlechten Inhalt nicht retten. Damit soll nun garnicht eine Generalabrechnung mit dem ganzen Heft geleistet werden. Nach zweimaligem Durchblättern und sogar Mitnehmen nach Hause (Immerhin!) stieß mir aber ein Beitrag von Änne Cordes und Paul Fleischer mit dem Titel „Der Mainstream als neuer Underdog“ ziemlich übel auf. (mehr …)