Debbi Nathan schreibt in n+1 einen Artikel über Leben und Sterben an der us-amerikansisch-mexikanischen Grenze von El Paso/Ciudad Juarez und buchstabiert dabei angesichtes des schrillen Nebeneinanders von kapitalistischer Ausbeutung, Rassismus und High-Tech Überwachung passenderweise Giorgios Agambens Begriff des Homo Sacer und des Nackten Lebens aus. Der Text resümiert den Zeitraum der Stadtentwicklung über mehrere Jahrzehnte. Wenn man denkt, dass all das beschriebene eigentlich schon schlimm genug ist, setzt das Inkrafttreten des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) eine enorme Beschleunigung des neoliberalen Kapitalismus in Gang: Mehr Profite, mehr Verarmung, mehr Mord, mehr Drogen, mehr Vergewaltigungen.
Ebenfalls aus El Paso kamen At The Drive In, deren Song Invalid Litter Dept. einen Teil des Dramas an der Grenze thematisiert.

Am Samstag den 23. März ruft die NPD zu einer Demonstration nach Güstrow auf. Die Neonazis wollen dort gegen eine geplante Unterbringung von Flüchtlingen hetzen. Bei bekanntwerden der Pläne zur Unterbringung war es in der näheren Umgebung des möglichen Heimgebäudes bereits zu rassistischen Äußerungen gekommen. So hatte eine lokale Bürgerinitiative einen offenen Brief veröffentlicht der kein noch so dummes rassistisches Klischee ausgelassen hat. Offensichtlich geht die NPD davon aus, dass sich unter diesen Bedingungen leicht solche Stimmungen anfachen und mit dem Auftreten als Kümmerer die Bürger_innen vor Ort gut angesprochen werden können. – Linke Gruppen aus dem Bundesland rufen dazu auf den Naziaufmarsch nicht ungestört laufen zu lassen. 


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