Posts Tagged ‘Räumung’

Berliner Refugee-Protest-Camp – zwischen Räumung und Widerstand

Mittwoch, November 27th, 2013

Räumung eines Squats in London – Livestream

Dienstag, Januar 8th, 2013

Wer mal sehen möchte wie Räumungen von besetzten Häusern im UK ablaufen, kann hier über diesen Bambuser Channel dabei sein, wenn heute ein Squat im Londoner Stadtteil Camden geräumt wird. Eine Besonderheit ist dabei scheinbar, dass die Gerichtsvollzieher die Räumung vollziehen müssen und dass die Polizei dabei nur assistierend zur Seite stehen darf.

Laut Aussagen aus einem der Videos ist das ganze Viertel rund um das Squat abgeriegelt und niemand bewegt sich auf den Straßen, außer den Beseter_innen, Unterstützer_innen und Legal-Observern, also so eine Art Demobeobachtung wie sie u.a. der AKJ aus HGW auch macht. Das Livestreaming ersetzt in diesem Fall die ausgesperrte Presse, denn egal ob der Filmer heute im Laufe des Tages von der Polizei noch eingesackt wird – alles was bis dann gefilmt wurde liegt dann bereits auf einem Server und ist im Internet nachvollziehbar. Auch beim Refugee-Protest in Berlin hatte sich bereits gezeigt, dass mit Bambuser sehr gut Polizeiübergriffe dokumentiert werden können, wenn die Presse nicht drauf halten kann oder will. Voraussetzung ist natürlich, die Einhaltung eines klaren Aktionskonsens, wenn es Livestreaming gibt. 😉

Mehr Hintergründe zum betroffenen Squat auf einer Londoner Hausbesetzer-Seite: Joy Vick: “Put property to productive use”

Archivgebäude statt Jugendkultur

Mittwoch, Dezember 19th, 2012

Die Wachstumsregion frisst die Spielwiesen ihrer Kinder.

Force Attack 2012 in Stavenhagen #update#

Donnerstag, Juli 26th, 2012

Freunde des zünftigen Shitsstorms, Trolle und Prokastinateurinnen aller Länder! Wo geht heut im mecklenburgischen Interwebs die Party ab? Richtig! Thema des Tages ist das Force Attack und die Frage ob es tatsächlich über die Bühne gehen wird. Aufgebaut ist es; erklärt, dass es stattfinden soll wurde es. Der Bürgermeister von Stavenhagen sagt allerdings, dass der Veranstalter 10 000 Tacken Strafe zahlen soll, wenn er das durchzieht. Soweit zu den Ausgangsbedingungen. Das wahre Elend findet sich aber auf der offiziellen FB Seite zum Festival. Dort wird geschimpft, bessergewusst und nachgerechnet, dass es kracht. Sogar eine Gruppe zur Organisierung einer Sammelklage gibt es. Wahnsinn!

Lieber Punkrock, eine Frage noch…

Von der offiziellen FB Seite heißt es jetzt:

Good News!!!
Die privaten Soli-Party „Rettet das Force Attack!“ ist nun auch dank eurer Unterstützung behördlich genehmigt. Die Polizei lässt euch am Bahnhof Stavenhagen wieder aussteigen und ihr könnt auch problemlos anreisen.
Es gibt eine offiziellen Zeltplatz von einem Bauern 800 m entfernt, der kostet 5€.
Die ersten Bands sind schon da und feiern hier.

Ein Buzzword, zwei Realitäten …mindestens

Freitag, Januar 20th, 2012

Man kann Occupy als schillerndes Buzzword begreifen, oder im Sinne der ursprünglichen Adbusters-Idee als global brand
, oder wenn man es etwas theoretischer mag, als leeren Signifikanten, der viele Differenzen in einer Äquivalenzkette aufhebt, um einen Antagonismus zur neoliberalen Hegemonie zu bilden, ein Begriff also der weite Teile der äußerst differenzierten und heterogenen Gesellschaften in den Staaten des globalen Nordens durch ein gemeinsames politisches Projekt wieder zu einer Konstellation vereinheitlicht, die bei Marx und Engels Klassenkampf hieß. Man darf dabei aber in keinem Fall die Unterschiede in den einzelnen Ländern außer acht lassen. Diese Unterschiede kann man sich bspw. (wenn auch durch die Medienrezeption vermittelt) an zwei Artikeln in linksliberalen Zeitungen in der BRD und im UK vor Augen halten.

Zum ersten, die Jungle World:

Nach einer Phase des Aufstiegs stagnierte die Bewegung zunächst und tritt nun offenbar in das Stadium des Verfalls ein – eine Entwicklung, wie sie viele Bewegungen schon zuvor durchgemacht haben.

Die Medien, die die »Occupy«-Bewegung im vergangenen Herbst noch als unideologische, pragmatische Kritiker des »Neoliberalismus« gefeiert haben, schreiben dieselbe nun nieder. Was vor einigen Monaten noch in der großen Presse als »Schwarmintelligenz« gelobt wurde, wird der Bewegung mittlerweile als Schwarmdummheit angekreidet.

Zum Zweiten der Guardian:

When, as now seems likely, the Occupy London protesters are forced to pack up their tents outside St Paul’s Cathedral the capital will be losing more than one of its newer and less likely tourist attractions.

Also facing eviction, following this week’s high court decision, is the camp’s innovative and vigorous educational arm which, according to academics who have spoken there, can often be a more intellectually stimulating environment than the universities that provide their day jobs.

Die Bewegung hat in beiden Ländern mit Räumung, dem Winter und stagnierender Beteiligung zu kämpfen und doch spielt der gesellschaftliche Hintergrund für den Erfolg oder Misserfolg offenbar eine Rolle. Während die Bewegung im UK aller Probleme zum Trotz eine positive Wirkung entfalten kann, sind die deutschen Okkupisten bei den meisten Linken schon wegen Diffusität oder Irrelevanz abgeschrieben, wenn sie nicht von Anfang an als Abgrenzungsfolie für Weltmeister im Antisemitismusforschen dienten. So oder so wird es im Jahre 2012 aber weiter darauf ankommen, den neoliberalen Schweinereien Widerstand entgegen zu setzen.

++Greifswald: NPD-Anhänger greifen während der Sitzung Publikum im Kreistag von Vorpommern-Greifswald an!++

Montag, Dezember 5th, 2011

Wenn es angesichts der zahlreichen rechten Gewalttaten diesen Jahres in Greifswald noch eines Grundes bedurfte, um die Notwendigkeit von antifaschistischer Gegenwehr gegen die rechten Umtriebe der NPD und ihrer Laufburschen der Nationalen Sozialisten Greifswald einzusehen, dann ist es vielleicht dieser:

Am heutigen Montag, dem 5.Dezember 2011 haben Anhänger der NPD-Fraktion das Publikum des in Greifswald tagenden Kommunalparlaments des Landkreises Vorpommern-Greifswald angegriffen. Gegen die Neonazis, die bei der letzten Wahl in Fraktionsstärke in die Vertretung des neuen Landkreises gewählt wurden, hatten Nazigegner_innen hatten mit lautstarken Buh-Rufen protestiert. Nach dem Zeigen eines Transparentes und einiger Luftballons sollte das Publikum von der Sitzung ausgeschlossen werden. Das Blog Daburna berichtete ,dass laut Aussage von Augenzeugen während der Saalräumung auf ein mal 15 bis 20 schwarz gekleidete Personen auf die mit friedlichen Bürgerinnen – darunter auch Kinder – besetzte Empore der Stadthalle Greifswald gestürmt und gegen diese gewalttätig vorgegangen seien.
Die Sitzung des Kreistages wurde daraufhin kurz nach 17 Uhr abgebrochen und vertagt.

Dieser Überfall der rechten Schläger und Handlanger der NPD setzt eine Reihe von Angriffen auf linke und nicht-rechte Menschen und Projekte in der Hansestadt fort. Gegen die massive Welle der rechten Gewalt, die Greifswald in diesem Jahr immer wieder erschütterte, hat sich ein antifaschistisches Bündnis zusammengeschlossen und ruft zur Teilnahme an der Demonstration „Zieht euch warm an!“ am kommenden Samstag den 10.12.2011 auf.

Antifademo Greifswald

-siehe auch: Ostsee-Zeitung: Abgrenzungsprobleme im Umgang mit der NPD

++UPDATE++

Wie in der Zwischenzeit bekannt wurde, befanden sich unter den gewalttätigen Neonazis auf der Zuschauertribüne bekannte NPD Abgeordnete und Fraktionsmitarbeiter. Die Geschehnisse sind mithin nicht als das Werk von Anhängern, sondern als Werk der NPD selbst anzusehen.

Pressemitteilung der Grünen im Kreistag

Mitteilung des NDR