Posts Tagged ‘Sexismus’

Care Debatte in der Jungle World

Dienstag, März 25th, 2014

Gefällt mir ganz gut, der Beitrag von um’s Ganze in der aktuellen Jungle World zur Care Debatte:

Das von Judith Butler angestoßene »Queer-Theorem« hat – zumindest in Deutschland – fast alle bisherigen Debatten auf den Müllhaufen der Geschichte verfrachtet. Zwar ist der dekonstruktivistischen Intervention von Butler und anderen Theoretiker_innen in die Frauen- und Geschlechterforschung die radikale Kritik an Zweigeschlechtlichkeit, Heteronormativität und dem Objektivitätsanspruch der (Natur-)Wissenschaft, vor allem in Gestalt von Biologie und Medizin, zu verdanken. Es war wohl eine der wichtigsten Einsichten der Gender Studies, dass Frau­enbewegung und Geschlechterforschung durch ihren Fokus auf Geschlecht diese Kategorie selbst hervorhoben, anstatt auf dessen Überwindung hinzuarbeiten. Allerdings hat die Konzentration der Gender Studies auf die Diskursivität und Performanz von Geschlechtlichkeit umgekehrt oft konkrete Analysen der materiellen Bedingungen von Normen und Ungleichheiten übersprungen. Die Frage, wie Geschlechtlichkeit als soziales Verhältnis entsteht und warum es beständig (wieder-)hergestellt wird, wurde aus dem Blick verloren – und so ihre Strukturierung in und durch kapitalistische Verhältnisse und nationale Interessen ignoriert.

In der ak gab es dazu allerdings schon mehr zu lesen.

Agata Pyzik über den postsowjetischen Kontext von Femen

Mittwoch, April 24th, 2013

Die ursprünglich in der Ukraine gegründete Organisation Femen breitet sich weiter in den Westen aus und trifft hier auf eine lange Tradition feministischer Kämpfe. Und dabei kommt es zunehmend zu Ärger. Durch ihr medienwirksames Auftreten, ziehen sie erfolgreich die Aufmerksamkeit auf sich. Eine ernsthafte inhaltliche Auseinandersetzung fällt sukzessive unter den Tisch, dafür gibts Fotostrecken von halbnackten Aktivistinnen. In Frankreich wird Femen Rassismus vorgeworfen, in Deutschland Holocaustrelativierung und Antisemitismus. Die polnische Journalistin Agata Pyzik erinnert im New Statesman daran, dass Femen nur weil sie weiß sind, nicht unbedingt privilegiert sind und wie sich die Praxis der Gruppe aus dem postsowjetischen Kontext in der Ukraine erklären lässt:

This is Femen’s context: the post-communist desert of sex industry, sex clubs, girls at your wish every minute of the night and day. When you check into a hotel in Eastern Europe – and the more to the east, the more likely it is – you’re expected to be interested in the wide offer of sex infrastructure: you’ll be showered with dozens of leaflets with “gentlemen’s clubs” and other adult entertainment.

;)

Donnerstag, Februar 14th, 2013

Der Sozialismus des 21. Jahrhunderts: Auch mal Flexibilität bei den Parolen beweisen.

Die Junge Union ist wieder auf Mission …oder doch nicht?

Donnerstag, Juli 5th, 2012

Kurz vor der vorlesungsfreien Zeit häufen sich Campusgrillen, Sommerfeste und Festivalaktivitäten. Auch die Junge Union in Greifswald möchte bei diesem lustigen und bunten Treiben mitspielen. – Aber ach! Wie stellt man es an?
Vielleicht mit einem öffentlichen Niveau-Limbo? Warum eigentlich nicht? Schließlich sind wir die JU!

So, oder so ähnlich könnte man über die neuesten Geschehnisse berichten. Indes ist der Aufruf zum Putzen lediglich eine wieder einmal vorzüglich gelungene Kommunikationsguerilla-Aktion der Greifswalder Hedonist_innen gewesen. Aber! Und jetzt kommt’s! Irgendwer beißt ja doch immer an. In diesem Fall Markus G., sogenannter Student, Neonazi und Artikelschreiber beim von David Petereit verantworteten Propaganda-Portal MuPINFO. Auf eben diesem Portal schrieb G. einen Artikel um sich der vermeintlichen Aktion der CDU anzuschließen. Teilweise Wahnsinn!

Markus H. Gewe Fail

Made my day! Twice!

P.S.: Nein, liebe MuPINFO Redaktion, dass die CDU tatsächlich wieder putzen will und die Hedonisten dann dazwischen gegrätscht sind war mir schon klar. Mich wundert warum, Kollege Markus bei euch in dieser Situation noch einen Aufruf zur Teilnahme schreibt.

Die Kraft des Hufeisens – Heute Folge 324: Heim, Herd und Hirnverbranntes

Dienstag, April 17th, 2012

Publikative über eine von unseren absoluten Lieblingspolitiker_innen, Kristina Schröders neuestem Streich. Was KIZ in „Wenn es brennt“ sarkastisch singen, um sich lustig zu machen, meint die Familienministerin scheinbar ernst: „Mädchen, du musst keine Ausbildung machen. Du kannst dein Leben lang für einen Mann kochen und waschen. […] Dein Leben ist ein Scheißjob, doch einer muss ihn machen.“