Archiv für das 'Slavoj Zizek'-tag

Slavoj Zizek: The west’s crisis is one of democracy as much as finance

And therein resides the true message of the “irrational” popular protests all around Europe: the protesters know very well what they don’t know; they don’t pretend to have fast and easy answers; but what their instinct is telling them is nonetheless true – that those in power also don’t know it.

Die Assange-Show

Habt ihr das schon mitbekommen? Während Julian Assange im UK unter Hausarrest sitzt, vertreibt er sich die Zeit mit einem von Russia Today produzierten Interview-Format, The World Tomorrow. Das Konzept ist denkbar einfach. Assange unterhält sich mit anderen möglichst kontroversen Persönlichkeiten über die Welt wie sie morgen sein könnte. In Teil I hat er mit dem Hissbollah Chef Hassan Nassrallah geskypet. In Teil zwei unterhält er sich mit Zizek, der den Kommunisten macht und mit David Horrowitz, einem zum Neokonservativen Zionisten konvertierten Ex-Linken. Ziemlich viel Show und Assange inszeniert sich als Rebell und Freigeist. Aber hier zur Kenntnisnahme:

P.S.: Puh, ich mag Onkel Zizek ja ganz gerne. Aber das hier ist ein Idiotenzoo. Minute 4.51 und ich hab schon keinen Bock mehr weiterzuschauen.

Wait! What??

Ich bin neulich schon mal auf jemanden gestoßen, der über sich schrieb, er beschäftige sich mit Zizek-Studies. Offenbar ist der nicht alleine, denn dazu gibt es am Wochenende an der State University of New York sogar eine ganze Konferenz. Die Teilnahme Gebühr schwankt von 75-150 Dollar. Der Titel heißt passenderweise: “Neo-liberal Perversions: Fantasy and Gaze in Contemporary Culture”. :D

P.S.: Hoffentlich finden sich dann später ein paar Beiträge bei Youtube wieder.

“The field is open…” – Zizek on London Riots, Egypt Spring and Occupy Wallstreet

Zizek on Occupy Wall Street

Slavoj Žižek visited Liberty Plaza to speak to Occupy Wall Street protesters. Here is the full transcript of his speech.

Don’t fall in love with yourselves, with the nice time we are having here. Carnivals come cheap – the true test of their worth is what remains the day after, how our normal daily life will be changed. Fall in love with hard and patient work – we are the beginning, not the end. Our basic message is: the taboo is broken, we do not leave in the best possible world, we are allowed and obliged even to think about alternatives. There is a long road ahead, and soon we will have to address the truly difficult questions – questions not about what we do not want, but about what we DO want. What social organization can replace the existing capitalism? What type of new leaders we need? The XXth century alternatives obviously did not work. ‘Zizek on Occupy Wall Street’ weiterlesen

FACT Mix 265: Pursuit Grooves

Grooves’ FACT mix takes the form of an on-the-fly live session, using her SP-505 sampler and several synths to add “additional layers of percussive effects, melodic chords, bass tones and philosophic words of wisdom”.

Letzteres von Slavoj Zizek, Haha. Sowas musste hier ja mal passieren. Bass-Music und Zizek in einem und demselben Beitrag.

Julian Assange und Slavoj Žižek

Slavoj Žižek mal wieder hier. Sind etwas über zwei Stunden und die habe ich gerade nicht, kann hier aber dennoch reingekloppt werden, wo doch schon so ziemlich alles andere von ihm auch hier war. :D

Und. Ja, er hat ein Lenin-Shirt an.

Radikale Politik

Vor einiger Zeit gab es hier auf dem Blog einen Link zu einem älteren Text von Slavoj Zizek. In diesem Pamphlet für die Le Monde Diplomatique hatte der slowenische Philosoph das Ende des postpolitischen Europas der Anpassung an den Weltmarkt beschworen. Dieses Europa der Brüsseler Technokratieexperten, das für kalte europäische Vernunft und gegen griechische Leidenschaft und Korruption, für die Mathematik und gegen das Pathos stehen würde, sei tot.

Tot sind die post-demokratischen Zustände noch nicht, aber ein Blick auf Griechenland und nun auch auf Spanien könnte der These, dass wir in einer Zeit der Re-Demokratiesierung und das heißt einer Re-Politisierung leben, höhere Plausibilität verleihen. Auf jeden Fall ist es nun schon seit Monaten ungeheuer spannend die aktuellen Ereignisse zu verfolgen. Und – es ist eine tiefe innerliche Befriedigung die sich ausbreitet, wenn immer neue Technokraten und Verwalter von Herrschaft ratlos
vor einem neuen Scherbenhaufen stehen, weil die Menschen nicht mehr mitspielen wollen.

In diesem Sinne noch einmal Zizek:

Aber so utopisch es erscheinen mag – die Tür für ein anderes Europa steht immer noch offen: die Tür für jenes Europa, das die antike griechische Demokratie, die Französische und die Oktoberrevolution hervorbrachte.

Morgen Marx

ab 20 Uhr im PWH:

ARTE PREVIEW am Politischen Donnerstag: Marx Reloaded

* Eine Dokumentation von Jason Barker ARTE / ZDF 2010, 52 Min.
* Ausstrahlung auf ARTE am Montag, 11. April 2011, 23.15 Uhr Deutsche und französische Erstausstrahlung.
* ab 19:30 Uhr Vokü

Die jüngste Wirtschafts- und Finanzkrise, die ausgehend von den USA weltweit Auswirkungen hatte, bot Philosophen, Soziologen und politischen Aktivisten Anlass, über das Ende des Kapitalismus zu spekulieren und den Ideen des Sozialisten und Philosophen Karl Marx Raum zu geben. ‘Morgen Marx’ weiterlesen

Slavoj Zizek: Zeit der Monster – Ein Aufruf zur Radikalität

Okay, Europa ist tot; die Frage ist nur, welches Europa? Antwort: das postpolitische Europa der Anpassung an den Weltmarkt; das Europa, das in Referenden mehrfach abgelehnt wurde; das Europa der Brüsseler Technokratieexperten; das Europa, das für kalte europäische Vernunft und gegen griechische Leidenschaft und Korruption steht, für die Mathematik und gegen das Pathos.

Aber so utopisch es erscheinen mag – die Tür für ein anderes Europa steht immer noch offen: die Tür für jenes Europa, das die antike griechische Demokratie, die Französische und die Oktoberrevolution hervorbrachte.

In der Le Monde Diplomatique

Der beste Beitrag zum Kommenden Aufstand …

Über die Kommentarspalte dieses Blogs kam ich in den Genuss, die bisher klügste und schönste (- Kein Scheiß! Der Text hat einen ästhetischen Wert. – ) Wortmeldung zum Thema Der kommende Aufstand zu lesen. Hier geht es zum Text

(Ich hab noch nicht herausgefunden, wo der Text nun eigentlich herkommt. Ein Link wäre schön, falls jemand helfen kann.)

Slavoj Zizek: Why fear the Arab revolutionary spirit?

Zizek schreibt heute im Gardian über die Revolte in Tunesien und Ägypten und den Zynismus der Realpolitik in den westlich-liberalen Demokratien im Umgang mit den Ereignissen:

Why fear the Arab revolutionary spirit?

The western liberal reaction to the uprisings in Egypt and Tunisia frequently shows hypocrisy and cynicism

Grande Terreur im bürgerlichen Feuilleton?

Mit dem Satz “Das Bürgertum sehnt sich nach nichts mehr als nach ein bisschen Reibung.” beschließt Ulf Poschardt seinen Text zum aktuell virulenten Meinen über den Kommunismus, das Gesine Lötzsch losgetreten hat. Er schreibt, dass die Konjunktur dieses Begriffs nur eine Laune gelangweilter Bürger sei, die außerhalb von Kunst und Pop-Philosophie keine Relevanz besäße. Und er schreibt dies mit einer betonten Abgeklärtheit, die den Eindruck aufkommen lässt, dass der Satz von der Sehnsucht der Bürger eher sein eigenes Kalkül verrät. Denn Poschardt kritisiert ja nicht wirklich den Kommunismus oder das Unterfangen Wege dorthin denken und gehen zu wollen, sondern versucht mit Reizwörtern wie Zizek, Lenin, Terror die Aufmerksamkeit einer bestimmten Klientel zu wecken, der er dann nach dem Munde redet. Der Text ist alles in allem ein ziemlich billiger Diss, zumal wenn er in der Welt veröffentlicht wird. Im Prinzip hat Alex Demirovic zu Poschardts Text in der Welt alles wesentliche schon mal vor fünf Jahren anlässlich eines ganz anderen Poschardt-Texts gesagt.

The Idea Of Communism

Heute in der Abteilung neue, total angesagte Theorien: Alex Callinicos, Slavoj Žižek and John Holloway: „The Idea of Communism“ at Marxism 2010

Teil II

(via)

Slavoj Žižek anlässlich des Antiziganismus in Frankreich über den Zusammenhang von liberalem Mulitkulturalismus und Rechtspopulismus

Im Guardian entwickelt Žižek anlässlich der französischen Abschiebepolitik von Sarkozy und des Aufruhrs um Thilo Sarrazin in Deutschland eine Theorie der Post-Demokratie, die das Aufkommen des Rechtspopulismus nach dem “Ende der Geschichte”, der Ankunft im vermeintlich post-ideologischen Zeitalter erklären kann. Das spannende an diesem Denkansatz ist, dass das Problem umfassend in den Blick genommen werden kann. Während man aktuellen Rassismus oder rechtspopulistische Erfolge in Deutschland und Österreich – nicht zu Unrecht – ja als Fortleben des Faschismus in der Demokratie (Adorno) lesen könnte, trifft dies nicht auf die anderen europäischen Länder zu, die trotz ihrer ungleichen Geschichte die gleichen Erfolge von Ausgrenzungspolitik erleben.

Slavoj Žižek: Liberal multiculturalism masks an old barbarism with a human face
– Across Europe, the politics of the far right is infecting us all with the need for a ‘reasonable’ anti-immigration policy
(via)