Posts Tagged ‘Tahrir Square’

BR radioFeature: Das Hacker Syndrom

Dienstag, Oktober 14th, 2014

Das Hacker-Syndrom – 11.10.2014
Der Hacker Stephan Urbach unterstützte während des arabischen Frühlings die Opposition in Syrien und Ägypten. Bis zu 20 Stunden am Tag lud er Videos von Demonstrationen ins Netz. Bis ihn die krassen Bilder krank machten.

Diese super spannende Radiosendung behandelt vor allem sehr subjektiv die Erlebnisse von Stephan Urbach und den Auswirkungen auf seine Psyche. Gleichzeitig liefert die Sendung aber auch sehr intensive Eindrücke aus dem Krieg in Syrien und seiner Vorgeschichte in den Aufständen des Jahres 2011 sowie der Rolle der Hacker bei deren Unterstützung.

Hit Me With Those Lazer Beams

Mittwoch, Juli 3rd, 2013


Feminismus im arabischen Frühling

Montag, Februar 25th, 2013

Hannah Wettig geht im Dossier der aktuellen Jungle World der Rolle der Frauen und der Bedeutung feministischer Kämpfe für den arabischen Frühling nach. Der Beitrag stellt verschiedene aktuelle Initiativen und Gruppen vor. Beispielsweise die Aktivistinnen und Aktivisten, die versuchen den Tahrir-Platz zu einem sichereren Ort für Frauen zu machen. Tahrir Bodyguard und andere Gruppen waren in letzter Zeit schon im Fokus der breiteren öffentlichen Rezeption westlicher Medien geraten (zum Bsp. Im Guardian und auch bei Spiegel Online). Wettigs Beitrag stellt aber auch Ansätze vor, die Geschichte der Aufstände aus weiblicher Perspektive selbst zu erzählen. Diese Initiativen sind vor allem deshalb spannend, weil eine der geläufigsten Deutungen für den Ausbruch der Aufstände sich auf die Vielzahl gut ausgebildeter junger Männer ohne Aufstiegsperspektive konzentrieren. Wettigs Beitrag korrigiert diesen Blick. (mehr …)

Tahrir Bodyguards

Dienstag, Dezember 4th, 2012

Tahrir Bodyguard ist eine von verschiedenen Kampagnen um sexuelle Belästigungen, Übergriffe und Vergewaltigungen von Frauen zu unterbinden. Unter dem Regime von Hosni Mubarrak wurden Belästigungen und Vergewaltigung systematisch gegen protestierende Frauen eingesetzt. Dies hat sich seit dem Sturz des Diktators unter der Herrschaft der Muslimbrüder kaum geändert, auf die Hilfe der Polizei kann nicht vertraut werden. Mit Filmen die über Social Media Dienste wie Youtube und Twitter verteilt werden, soll für eine Sensibilisierung gesorgt, hilfreiche Informationen geteilt und der Tahrir zu einem sicherern Platz für alle gemacht werden. Auf dem Platz gibt es Gruppen die ansprechbar sind, um bei Übergriffe einzugreifen.

Von Kairo bis Dresden

Sonntag, Januar 8th, 2012

Der Februar rückt immer näher und damit auch der jährliche Ortstermin in Dresden, denn noch ist der ehemals größte naziaufmarsch Europas nicht ganz auf dem Müllhaufen der Geschichte gelandet. Also heißt es auch dieses Jahr wieder an Platz nehmen. Die Vorbereitungen dafür laufen bereits seit einiger Zeit.
Und aus diesem Anlass gibt es hier nun zwei Links. Einmal einen Verweis auf eine Stellungnahme des Republikanischen Rechtsanwaltsvereins zum polizeistaatlichen Vorgehen der sog. sächsischen Demkratie:

[…]Die politischen und rechtlichen Auseinandersetzungen um das Vorgehen der Sicherheitsbehörden und das damit entstehende Klima könnten bundesweit die rechtlichen und politischen Maßstäbe sicherheitsbehördlichen Handelns verschieben – sei es bei der Funkzellenabfrage, der Konstruktion krimineller Vereinigungen oder dem Vorgehen gegen zivilen Ungehorsam und andere Formen zivilgesellschaftlichen Protests.[…]

Um in diesen Auseinandersetzung nicht nur den Repressionsorganen die Initiative zu überlassen veranstalten zahlreiche zivilgesellschaftliche Akteure in Dresden einen Kongress zum Thema ziviler Ungehorsam, der hiermit ebenfalls empfohlen werden soll:

Aktionen des zivilen Ungehorsams haben weltweit Konjunktur: in Kairo, Madrid, Athen, New York, Frankfurt … überall gehen Menschen auf die Straße. Die Zelte und Platzbesetzungen, die Blockaden und Flashmobs zeigen unmissverständlich, dass eine neue globale Generation von Ungehorsamen, Empörten und Wutbürger_innen entstanden ist. Gegen Prekarisierung, Perspektivlosigkeit und erstarrte Autoritäten entsteht die Forderung nach direkter Demokratie und Partizipation an politischen Entscheidungen.

Gegen die Untätigkeit der Landesregierung ist es in Dresden seit 2010 gelungen durch Massenblockaden den alljährlichen „Trauermarsch“ von Neonazis zu verhindern. In Stuttgart führte ein in der Bevölkerung umstrittenes Bahnbauvorhaben tausende Menschen zusammen. Last but not least wird im Wendland seit 30 Jahren ziviler Ungehorsam geprobt, gegen die Errichtung eines Atommüllendlagers in Gorleben. (mehr …)

Slavoj Zizek on Anne Applebaum

Montag, Dezember 5th, 2011

„Unlike the Egyptians in Tahrir Square, to whom the New York protesters openly (and ridiculously) compare themselves, we have democratic institutions in the Western world. They are designed to reflect, at least crudely, the desire for political change within a given nation. But they cannot cope with the desire for global political change, nor can they control things that happen outside their borders. Although I still believe in globalization’s economic and spiritual benefits — along with open borders, freedom of movement and free trade — globalization has clearly begun to undermine the legitimacy of Western democracies.

“Global” activists, if they are not careful, will accelerate that decline. Protesters in London shout,“We need to have a process!” Well, they already have a process: It’s called the British political system. And if they don’t figure out how to use it, they’ll simply weaken it further.“

End of quote. For this, in my universe, you go to gulag.

„The field is open…“ – Zizek on London Riots, Egypt Spring and Occupy Wallstreet

Dienstag, November 1st, 2011