Posts Tagged ‘Techno’

RA.400: Kode9

Dienstag, Januar 28th, 2014

Hyperdub wird dieses Jahr 10 Jahre alt und Resident Advisor ist beim Podcast Nummer 400 angelangt. Beide Geburtstage werden im aktuellen Mix von Steve Goodman/Kode9 zusammengelegt:

It’s tempting to get nostalgic upon reaching a milestone like our 400th podcast, but we instead decided point our gaze in the opposite direction. Goodman’s DJ sets as Kode9 soak up the cutting edge of pretty much any dance music style, and on RA.400 he stays true to form, zipping through house, techno, grime, footwork and hip-hop, plus a bunch of stuff we don’t even have a name for.

Geschichtsstunde#7

Montag, Juli 23rd, 2012

Recorded in the mid-90s for Deep Space Radio, the mix in question only recently resurfaced when ‘Mad’ Mike Banks came across it in the DAT archives at Metroplex HQ. Clocking in at just 25 minutes, it’s a breakneck showcase of the energy, attitude and artistry that May brought to his DJ sets then as now – in his hands, tunes that you thought you knew become alien, unfamiliar, more resonant, possessed.

Moscas Sendung auf BBC Radio 1 vom 15. Juni 2012

Freitag, Juni 15th, 2012

Für 7 Tage nachhörbar. Geht gut! Wie immer hat er ne schöne Bandbreite an unterschiedlichen Sounds und Tempi.

P.S.: Downloaded ihr eigentlich noch Mixe und Sets? Jetzt ma Ehrlich! Macht ihr?

Mosca – Worldwide Festival Minimix

Montag, April 2nd, 2012

WF Minimix by Mosca by Worldwide Festival on Mixcloud

Vielleicht noch zu früh für ein Resümee …

Donnerstag, November 18th, 2010

Aber für mich ist der Mix, den Mosca vor kurzem beim Fact Magazine abgeliefert hat, der spannendste des Jahres. Ich glaube ja, ja doch das kann man so sagen. Bin gerade wieder drinnen hängengeblieben und das Ding hat immerhin satte 99 Minuten Spielzeit. Das kann die Nachmittagsgestaltung schon mal empfindlich durcheinanderwirbeln. In den 1 1/2 Stunden ackert er sich durch sehr viele verschiedene Geschwindigkeiten und Stile. Dabei hat er es sogar geschafft, dass ich zum Beispiel mal wieder Zeit auf Dancehall verwendet habe.

Tracklist: (mehr …)

Menschen

Donnerstag, August 26th, 2010

Its all about periphery – Von der Schwierigkeit „Draußen“- und Teil einer Jugendkultur zu sein

Mittwoch, August 4th, 2010

Ich will hier nicht ständig auf dem Studi-Magazin Heuler rumhacken, aber nachdem ein Beitrag von diesem Blog auch in der neuen Zeitung erwähnt wird, hab ich sie mir mal wieder mitgenommen. (Danke an Strapaze für den Tip!) Auch in der neuen Ausgabe gab es Artikel an denen ich hängen geblieben bin und mir meine Gedanken gemacht habe.

Tanja Frenzel spürt bspw. im Barnstorfer Weg auf der Suche nach spezifischem Rostocker Stil den spärlichen Ausläufern von Hipstertum in Rostock nach. Das ist natürlich vergebliche Liebesmüh. Die Heuler Autorin verwendet nicht einmal das Wort Subkultur in ihrem Beitrag. Aber den spezifischen lokalen Stil, den sie sucht und alle Argumente für diesen oder jenen Laden, ihre Art zu suchen, funktioniert genau nach dem Prinzip von Subkulturen(Nebenbei gesagt: Ein spezifisch Rostocker Stil findet sich, wenn überhaupt, dann eher zwischen Evershagen und Lichtenhagen(beispielsweise in der Sprache).). Darunter verstehe ich in diesem Zusammenhang jeden Versuch sich durch einen eigenständigen und möglichst indivduellen, zugleich aber auch immer in gewissem Rahmen kollektiv-geteilten Stil auszudrücken. Das kann im Konkreten dann alles mögliche sein: Musik, Mode oder auch Politik. Die ersten Assoziationen müssen da garnicht mal die falschen sein, denn auch die nervigen Punks, die es vom Force Attack Gelände gerade mal bis in die Rostocker Innenstadt geschafft haben, suchen innerhalb ihres Zeichensystems nach denselben Kriterien wie Tanja Frenzel nach Läden im Barnstorfer Weg.

Die Autorin findet natürlich keinen eigenen Stil. Sie vermutet, dass dies etwas mit dem Unterschied von großer Stadt und kleinem Rostock zu tun hat. Viel spannender und das denke ich, unabhängig vom Heuler-Artikel schon länger, wäre die Frage, wie denn die Menschen, die hier ernsthaft an zeitgenössischer Popkultur Anteil nehmen, damit umgehen, dass Rostock in der Peripherie liegt und alles was spannend ist, hier nicht, noch nicht oder nicht genug stattfindet?

Ich könnte mir nämlich vorstellen, dass dieser Mangel für die Menschen in der Peripherie einen ganz bestimmten, anderen Umgang mit dem Erstrebten erzwingt. Der Mangel verstärkt die Sehnsucht. Wenn ich in meine eigene Gesichte zurückblicke, scheint mir diese These unbedingt zuzutreffen. Ich muss(te) mich mehr anstrengen um an alles ranzukommen, ich musste längere Wege zurücklegen und ich hatte seltener das Vergnügen zu bekommen was ich wollte. Das war damals in am Beginn meiner Subkultur-Karriere New York Hardcore (und zwar Punk, und nicht Rap). Ich habe Stunden auf dem Klo sitzend und Mailorderlisten, scannend verbracht. Ich hab alle zwei Monate eine neue Plattenbestellung aufgegeben und bin mit meinen Freunden mit dem Zug auf die lange Reise zu den Konzerten gegangen, die nie nach Mecklenburg Vorpommern kamen. Hardcore-Szene fand für uns am Wochenende statt, wenn wir zusammen auf einem Konzert waren. Subkulturelle Infrastruktur gab es nicht. Die Garage, in der wir uns alle zwei Wochen die Schädel kahl rasiert haben, war unsere Infrastruktur. Alternative Jugendzentren haben wir erst später entdeckt, als wir tiefer in Hardcore-Punk eingetaucht sind.

Führt all der Mangel denn aber nun dazu, dass man das Wenige, was man hat, besser zu schätzen weiß? Vielleicht. Wichtiger ist aber, dass die Sehnsucht, wenn sie ein bestimmten Grad erreicht hat, in jeder echten Subkultur zum gleichen Rezept führt: Do It Yourself. Und hier kann man sich gut vorstellen, dass der Mangel dann auch produktiv wird. Durch das Internet ist es unwahrscheinlich viel leichter geworden an Entwicklungen Anteil zu nehmen, die ganz woanders stattfinden. Es ist also heute viel leichter selbst vor Ort aktiv zu werden und es ist durchaus möglich early adopter zu sein, obwohl der lokale state of the art immer chronisch hinterherhängt. Ich suche dann nicht, weil ich des Ist-Zustands überdrüssig bin, sondern weil mir dieser zu wenig ist. Genau in diesem Moment, wenn es mir nicht mehr reicht, was ich hier vor Ort bekommen kann, habe ich zwei Möglichkeiten: Dem Vergnügen hinterherreisen oder Selbermachen.

So kann es kommen, dass sich auch in der Peripherie dann etwas tut. Dann geht nicht mehr irgendwo da draußen was, dann ist man plötzlich mitten drin. Beispiele gibt es auch aus diesem Bundesland: Das Al Haca Soundsystem hat vor Jahren in Greifswald auf ganz eigene Weise Dub und Electronica zusammengebracht, während im UK für ähnliche Entwicklungen das Label „Dubstep“ erfunden wurde, ein Stil der seit dem die Welt erobert hat.
Rund um Fortschritt3000 wird mitten in der ostmecklenburgsichen Provinz mit dem Label Acker Records elektronische Tanzmusik veröffentlicht, in einer Region von der man denkt, man möchte da nicht tot übern Zaun hängen.

Und bei diesem Selbermachen kommen dann die Jugendzentren ins Spiel. Denn solche Entwicklungen brauchen eine Rahmen. Wenn man also einen Ort sucht, an dem avantgardistische Popkultur in der Peripherie zu finden ist, dann in der Nische. Und wenn man interessant darüber schreiben will, muss man bei der Sehnsucht anfangen.