Posts Tagged ‘Tuition Fees’

The crisis of our lives

Donnerstag, November 28th, 2013

Nahezu jede Woche bin ich wieder über den Wahnsinn im kapitalistischen Alltag erstaunt. Jede Woche wird Reklame für Supermärkte in die Briefkästen der ganzen Straße verteilt. Meist landen die Umsonstzeitungen und Werbeprospekte ungelesen im Papiermüll vor dem Haus. Die Nachbarn leeren den Briefkasten und tragen das Zeug direkt in den Müll. Was mich immer wieder schockiert ist, wie ineffizient das zu sein scheint. Der Gebrauchswert Produktinformation steht zumindest nicht im Zentrum dieses Vorganges. Aber natürlich ist auch dies ein Geschäft und in dem Moment wo ein_e Minijobber_in die Reklame in den Briefkasten eingeworfen hat, sind die wichtigen Geschäfte schon gemacht. Die Werbefirma hat verdient, die Druckerei hat verdient, selbst die Austeiler_innen haben ihren Minianteil verdient. Egal, ob die Werbung überhaupt vom Kunden gelesen wird, das Geschäft ist gemacht.
Etwas ähnliches meine ich zu erkennen, wenn ich mir die britischen oder noch schlimmer, die amerikanischen Studiengebührensysteme anschaue. Massen werden in kürzester Zeit durch ökonomisierte Studiengänge durchgeschleust, die sie selbst bezahlen müssen. Ob ein solches Studieren nachhaltig oder dem Studienfach angemessen ist spielt keine Rolle. Dass man sich obwohl man möglicherweise nur oberflächlich lernt, dabei auch noch für sein restliches Leben lang verschuldet ist nicht der Punkt. Denn die Studierenden sind nach dem großen Blasenplatzen seit 2007 von der Finanzindustrie vor allem als Abnehmer von Studienkrediten interessant. Es geht nicht darum, dass jemand etwas lernt und damit einen guten Job bekommt und gesellschaftlich aufsteigt sich verwirklicht oder ähnliches. Die Erstsemester sind wie die Reklame, die ungelesen weggeworfen wird, nur ein Mittel um ein ganz anderes Geschäft abzuschließen.


Und sie sagten mir: Wenn ich brav bin,
dann werd ich dasselbe wie sie.
Doch ich dachte: Wenn ich ihr Schaf bin,
dann werd ich ein Metzger nie.

Bert Brecht: Das Lied vom Klassenfeind

Wot u callit?

Donnerstag, November 14th, 2013

The hippy in charge of the sound system is from an eco-farm and has, he tells me, been trying to play ‚politically right-on reggae‘. However, a new crowd – in which the oldest person is maybe seventeen – takes over the crucial jack plug. A young black girl inserts this plug to her Blackberry (iPhones are out for this demographic) and pumps out to dubstep. Or what sounds to me like dubstep.

A few hours later, after I’ve blogged all this under the headline „The Dubstep Rebellion“, some protestors make vigorous representations to me via twitter: they present a detailed playlist of the tracks blasted out in Parliament Square, which proves the music was not dubstep but grime. It was the Grime Rebellion, doh.

– Paul Mason, Why it’s still kicking off everywhere