Posts Tagged ‘Walter Benjamin’

divine violence

Mittwoch, Februar 18th, 2015

readsohard02

What happens in Ferguson does not stay in Ferguson

Montag, August 25th, 2014

Kommt es mir nur so vor oder erlebt Walter Benjamins „Kritik der Gewalt“ in letzter Zeit einen großen Aufschwung?

What happens in Ferguson does not stay in Ferguson

For African Americans, the state of emergency has long been a permanent one. Now, under neoliberalism, it is fast becoming generalized across the globe.

Last week, the Governor of Missouri declared a state of emergency and deployed the National Guard to the St Louis suburb of Ferguson to quell a fortnight of civil unrest following the police murder of the unarmed black teenager Michael Brown. It was the first time since the Los Angeles riots of 1992, after the severe police beating of another black man, Rodney King, and the Battle of Seattle during the WTO trade negotiations seven years later, that the army had been called in to restore public order within US borders. […]

Communism, A New Beginning? – Jodi Dean: „Communist Desire“

Freitag, Februar 15th, 2013

Bis zum Rasenden Stillstand

Dienstag, März 6th, 2012

Hartmut Rosa kann man trotz seiner extrem hohen durchschnittlichen Redegeschwindigkeit ziemlich gut zuhören. Finde ich zumindest. Theoretisch kann man ihn in der Linie der Frankfurter Schule nach Axel Honneth einsortieren, zu dessen Anerkennungstheorie, er Ergänznungen zu denken beansprucht. Beim DRadio Wissen gibt es einen Vortrag zu „Beschleunigung und Entfremdung“, der hiermit emfohlen sei. Bitte schön:

Hartmut Rosa: „Beschleunigung und Entfremdung als Schlüsselbegriffe einer neuen Sozialkritik“

Das Schöpferische am Photographieren ist dessen Überantwortung an die Mode.

Freitag, Januar 20th, 2012

(via)

Weil aber das wahre Gesicht dieses photographischen Schöpfertums die Reklame oder die Assoziation ist, darum ist ihr rechtmäßiger Gegenpart die Entlarvung oder die Konstruktion. Denn die Lage, sagt Brecht, wird „dadurch so kompliziert, daß weniger denn je eine einfache ‚Wiedergabe der Realität‘ etwas über die Realität aussagt.“

Walter Benjamin, Eine kleine Geschichte der Photographie

Benjamin, Brecht, Bass

Montag, November 21st, 2011

Baudrillard’s dismissal of the possibility of a ‚revolutionary‘ mediation strikes at the heart of any counter-cultural ambitions. […] Meanwhile, the claim that democratising the reproductive technologies, each participant of the Lehrstücke having their own apparatus, inevitably results in banality […] would suggest that Baudrillard had never listened to London pirate radio.

– Owen Hatherley, Militant Modernism

Der beste Beitrag zum Kommenden Aufstand …

Freitag, März 4th, 2011

Über die Kommentarspalte dieses Blogs kam ich in den Genuss, die bisher klügste und schönste (- Kein Scheiß! Der Text hat einen ästhetischen Wert. – ) Wortmeldung zum Thema Der kommende Aufstand zu lesen. Hier geht es zum Text

(Ich hab noch nicht herausgefunden, wo der Text nun eigentlich herkommt. Ein Link wäre schön, falls jemand helfen kann.)

Rauschberichte

Dienstag, Januar 4th, 2011

Der Schau­spie­ler Chris­ti­an Kli­schat liest Rausch­be­rich­te u.a. von Wal­ter Ben­ja­min und Ernst Bloch, aus dem Buch Wal­ter Ben­ja­min: Über Ha­schisch. No­vel­lis­ti­sches, Be­rich­te, Ma­te­ria­li­en. Suhr­kamp, Frank­furt am Main 2000.

Down­load: mit Musik (53,8 MB, 58.​47 min) | ohne Musik (45,6 MB, 49.​47 min)

(via)

Schon besser

Dienstag, Dezember 28th, 2010

Im Gespräch wurde ich darauf verwiesen, dass in der Jungle World ein zweiter Beitrag zum Manifest Der Kommende Aufstand geschrieben wurde. Diesen zweiten Beitrag von Cord Riechelmann finde ich ganz gut.

Zum -neulich im persönlichen Gespräch ebenfalls gehörten- Vorwurf das Autorenkollektiv vertrete einen Antimodernismus, sollte man sich aber doch wieder einmal der Kritischen Theorie und mit ihr der Kritik an der Ambivalenz (auch) der (kulturellen) Moderne erinnern.

Vielleicht schaffe ich es ja mal zusammenzutragen, was Oliver Marchart im letzten Jahr in Die politische Differenz, an Giorgio Agamben kritisiert hat, denn den Namen bringt Riechelmann ja immer wieder ins Spiel und dessen Benjamin-Interpretation der geschichtsphilosophischen Thesen hat er ja in der Jungle World offensichtlich auch übernommen.

Fotografie und Psychoanalyse

Freitag, Oktober 22nd, 2010

„So wird handgreiflich, daß es eine andere Natur ist, die zu der Kamera als die zum Auge spricht. Anders vor allem dadurch, daß an die Stelle eines vom Menschen mit Bewußtsein durchwirkten Raums ein unbewusst durchwirkter tritt. Ist es schon üblich, daß einer vom Gang der Leute, sei es auch nur im Groben, sich Rechenschaft ablegt, so weiß er bestimmts nichts von ihrer Haltung im Sekundenbruchteil des Auschreitens. Ist uns schon im Groben der Griff geläufig, den wir nach dem Feuerzeug oder Löffel tun, so wissen wir doch kaum von dem, was sich zwischen Hand und Metall dabei eigentlich abspielt, geschweige wie das mit den verschiedenen Verfassungen schwankt, in denen wir uns befinden. Hier greift die Kamera mit ihren Hilfsmitteln, ihrem Stürzen und Steigen, ihren Unterbrechen und Isolieren, ihrem Dehnen und Raffen des Ablaufs, ihrem Vergrößern und ihrem verkleinern ein. Vom Optisch-Unbewussten erfahren wir erst durch sie, wie von dem Triebhaft-Unbewussten durch die Psychoanalyse.“ – Walter Benjamin

Das Zitat stammt aus Walter Benjamins berühmter Schrift „Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit“ aus dem Jahre 1935. Den Kunstwerk-Aufsatz kann man sich, wenn man nicht lesen will oder schon gelesen hat, hier (nochmal) anhören. (via Audioarchiv)

Die denkbar größte Entartung der Gewalt

Donnerstag, Februar 18th, 2010

(via)

„[…] Die Behauptung, daß die Zwecke der Polizeigewalt mit denen des übrigen Rechts stets identisch oder auch nur verbunden wären, ist durchaus unwahr. Vielmehr bezeichnet das »Recht« der Polizei im Grunde den Punkt, an welchem der Staat, sei es aus Ohnmacht, sei es wegen der immanenten Zusammenhänge jeder Rechtsordnung, seine empirischen Zwecke, die er um jeden Preis zu erreichen wünscht, nicht mehr
durch die Rechtsordnung sich garantieren kann. Daher greift »der Sicherheit wegen« die Polizei in zahllosen Fällen ein, wo keine klare Rechtslage vorliegt, wenn sie nicht ohne jegliche Beziehung auf Rechtszwecke den Bürger als eine brutale Belästigung durch das von Verordnungen geregelte Leben begleitet oder ihn schlechtweg überwacht. Im Gegensatz zum Recht, welches in der nach Ort und Zeit fixierten »Entscheidung« eine metaphysische Kategorie anerkennt, durch die es Anspruch auf Kritik erhebt, trifft
die Betrachtung des Polizeiinstituts auf nichts Wesenhaftes. Seine Gewalt ist gestaltlos wie seine nirgends faßbare, allverbreitete gespenstische Erscheinung im Leben der zivilisierten Staaten. Und mag Polizei auch im einzelnen sich überall gleichsehen, so ist zuletzt doch nicht zu verkennen, daß ihr Geist wenigerverheerend ist, wo sie in der absoluten Monarchie die Gewalt des Herrschers, in welcher sich legislative und exekutive Machtvollkommenheit vereinigt, repräsentiert, als in Demokratien, wo ihr Bestehen durch keine derartige Beziehung gehoben, die denkbar größte Entartung der Gewalt bezeugt. […]“ Walter Benjamin, Kritik der Gewalt, 1921